Im Herbst ist Baustart fürs neue Gifhorner Ärztehaus
Gifhorn Zwischen dem Kreisel Konrad-Adenauer-Straße und der Allerwelle soll schon in wenigen Monaten das neue Gifhorner Ärztehaus entstehen.
Der Vertrag ist unterschrieben – die Bauwo hat der Stadt das Grundstück abgekauft. In wenigen Monaten das neue Ärztehaus errichtet werden. „Wir sind gerade dabei, die Mietverträge mit den Ärzten abzuschließen“, sagt Michael Schulz-Dostal von der Bauwo. Das Unternehmen aus Hannover wolle im Juni den Bauantrag einreichen, im September mit dem Neubau beginnen – „und am 1. August 2013 die Räume an die Mieter übergeben“.
Nachdem der Vorkäufer verstorben war und sich das Projekt seit 2009 verzögerte, habe der neue Investor das Grundstück zu den gleich gebliebenen Bedingungen von der Stadt Gifhorn gekauft, denn: „Die Nachfrage ist groß, wir haben schon 75 Prozent der Fläche vermietet“, erklärt Schulz-Dostal.
Erster Stadtrat Walter Lippe betont: „Der Gesamtbereich an der Allerwelle hat viel an Aufwertung gewonnen und wird durch diesen Akzent noch attraktiver“, ist er sicher. Städtebaulich ausdrücklich gewünscht, erfülle das Medizinerzentrum „das Ziel, viele Fachärzte in Innenstadtnähe zu halten“.
500 bis 1000 Patienten pro Tag würden in den Räumlichkeiten erwartet, in dem die fachärztliche Versorgung zusammenkommen soll.
Davon ist auch Thomas Eisen, Kardiologe in Gifhorn und Sprecher des Gesundheitsverbandes, überzeugt: „In dem Ärztezentrum haben wir die Möglichkeit, die Versorgung zu bündeln. Speziell im ambulanten Bereich ergeben sich durch die Zusammenarbeit der Ärzte für die Patienten, die stets aus dem ganzen Landkreis nach Gifhorn kämen, kürzere Wege und damit effizientere Behandlungen.“
Drei Vollgeschosse soll das neue Haus am Hallenbad bekommen, knapp 4000 Quadratmeter Fläche insgesamt. Im Erdgeschoss sollen gesundheitliche Dienstleistungen, etwa Apotheken oder Optiker, Einzug erhalten.
Zehn Arztpraxen beziehungsweise Praxisgemeinschaften unterschiedlicher Fachrichtungen aus dem Stadtgebiet haben sich laut Investor bereits Flächen in dem geplanten Neubau angemietet. Sie alle wollen sich vergrößern oder, wie Kardiologe Thomas Eisen, schlichtweg an der neuen, strukturierten Bündelung teilhaben.
