Ideen zum Bauernhausmuseum
2008-02-17T23:30:00+0100Bürgerversammlung in Bortfeld: Heimatpfleger stellt Nutzungskonzept vor
BORTFELD . Bewegung könnte ins Bortfelder Bauernhausmuseum kommen. In der Bürgerversammlung berichtete Ortsheimatpfleger Bodo Fricke von seinen Ideen.
Statt auf Entscheidungen übergeordneter Stellen zu warten, entwickelte der Bortfelder ein Nutzungskonzept für das historische Kleinod, das er an Orts- und Gemeindebürgermeister, Landesmuseum und Landkreis geschickt habe: Das Innere des Hauses unterstünde demnach weiter dem Landesmuseum in Braunschweig, das Umfeld des Museums (Hof und Garten) könne aber von Kulturvereinen im Ort genutzt werden. Für die Heimatpflege würde im Gebäude ein Raum eingerichtet werden. Veranstaltungen im Fachwerkhaus wären nach Genehmigung des Landesmuseums möglich.
"Für Veranstaltungen bräuchte man sanitäre Einrichtungen. Mein Vorschlag ist, sie in einem kleinen, neuen Gebäude an der Grenze zum Pfarrgarten anzulegen", referierte Fricke und bezifferte die Kosten für das Vorhaben mit 20 000 Euro – finanzierbar über Toiletten- und Nutzungsgebühren, die die Ausrichter der Veranstaltungen tragen müssten.
Lob erntete der Heimatpfleger von Ortsbürgermeister Hennig Maasberg: "Schön, dass endlich mal jemand den ersten Schritt macht und nicht nur redet." Warf Maasberg dann vor 25 Bürgern einen Blick zurück auf das vergangene Jahr, so richtete Wendeburgs Bürgermeister Hans Peter Reupert sein Augenmerk in die Zukunft: "Der Gemeindehaushalt ist wieder ausgeglichen und wurde vom Rat verabschiedet." Die Konjunktur habe angezogen, Einkommen seien gestiegen, "und davon partizipiert die Gemeinde". Für Bortfeld bedeute das unter anderem ein neues Buswartehaus, eine Aufwertung des Sanitärbereiches in der Sporthalle und die Verbesserung der Straßenbeleuchtung im Bereich Katzhagen/Klint. Zudem unternehme die Gemeinde nach Reuperts Worten weitere Anstrengungen zum Bau des Radwegs zwischen Bortfeld und Wedtlenstedt: 10 000 Euro seien dafür in den Haushalt eingestellt worden, aber vor 2009 sei nicht mit der Umsetzung zu rechnen.
Vom Tisch ist laut Reupert der Neubau einer Kreissporthalle: "Für den Schulbetrieb reichen die Kapazitäten. Probleme ergeben sich beim Vereinssport, wofür der Landkreis aber nicht zuständig ist. Wir müssen das Thema weiter diskutieren: Eine neue Halle ist derzeit jedoch nach Ansicht der Verwaltung und Sport AG nicht sinnvoll finanzierbar."


