IG Metall zeichnet das Autohaus Rosier in Braunschweig aus

Braunschweig.  Das Unternehmen mit Filialen in Peine, Goslar, Helmstedt, Wolfsburg erhält als eines der ersten Autohäuser landesweit das Siegel „AutohausFAIR“.

Die Übergabe des Siegels (von links): Eva Stassek (1. Bevollmächtigte IG Metall Braunschweig), Alexander Reise (Gewerkschaftssekretär IG Metall Vorstandsbereich Handwerk/KMU), Michael Steffens (Betriebsratsvorsitzender Autohaus Rosier), Michael Cordes (Gewerkschaftssekretär IG Metall Braunschweig) und Stefan Becker (Niederlassungsleiter Autohaus Rosier).

Die Übergabe des Siegels (von links): Eva Stassek (1. Bevollmächtigte IG Metall Braunschweig), Alexander Reise (Gewerkschaftssekretär IG Metall Vorstandsbereich Handwerk/KMU), Michael Steffens (Betriebsratsvorsitzender Autohaus Rosier), Michael Cordes (Gewerkschaftssekretär IG Metall Braunschweig) und Stefan Becker (Niederlassungsleiter Autohaus Rosier).

Foto: Peter Frank / d&d

Als eines der ersten Autohäuser in Niedersachsen hat das Autohaus Rosier an der Frankfurter Straße von der IG Metall Braunschweig das Siegel „AutohausFAIR“ erhalten. Rosier ist auch in Peine, Goslar, Helmstedt und Wolfsburg mit Zweigbetrieben vertreten.

Eva Stassek, Erste Bevollmächtigte der IG Metall Braunschweig, überreichte vor wenigen Tagen das Siegel. In einer Pressemitteilung erläutert sie die Gründe: „Das Autohaus Rosier erfüllt unsere wichtigsten Kriterien für faire Arbeitsbedingungen – Tarifbindung, Mitbestimmung mit Betriebsrat und Zukunftssicherung durch Ausbildung. Indem wir gute Beispiele herausstellen, erhöhen wir gleichzeitig den Druck auf diejenigen, die geltende Tarifverträge umgehen und auf Kosten der Beschäftigten Dumpingpreise anbieten.“

Qualifizierte Arbeit setze voraus, dass die Bedingungen dafür stimmen. Das sähen viele Inhaber von Autohäusern leider nicht ein. Laut der IG Metall waren die Einkommen im Handwerk noch vor 20 Jahren kaum niedriger als in der Industrie – inzwischen lägen sie jedoch rund 30 Prozent darunter. Auch die Ausbildungsvergütungen seien deutlich niedriger, was die Suche nach Nachwuchs deutlich erschwere.

Michael Steffens, Betriebsratsvorsitzender des Autohauses, sieht in der Auszeichnung eine Win-Win-Win-Situation: „Die Kundinnen und Kunden profitieren von motivierten Fachleuten, die qualifizierte Dienstleistungen erbringen können. Die Beschäftigten profitieren von fairen Arbeitsbedingungen und Löhnen. Und gleichzeitig können die Betriebe mit dem Label ‚AutohausFAIR‘ um Kunden werben.“ Niederlassungsleiter Stefan Becker: „Um die aktuellen und künftigen Herausforderungen zu meistern, werden immer mehr qualitative Themen eine Rolle spielen. Tarifverträge sind für uns wichtig, um heute und auch in Zukunft qualifizierte Mitarbeiter gewinnen zu können, denn gute Leute erwarten gute Arbeitsbedingungen. Wir haben gemerkt, dass wir gemeinsam mit unserem Betriebsrat und der IG Metall gut aufgestellt sind.“

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