Rund um den Dom leuchtet’s und duftet’s nun vorweihnachtlich

Braunschweig.  Oberbürgermeister Ulrich Markurth eröffnete den Weihnachtsmarkt. 151 Schausteller bieten bis zum 29. Dezember rund um den Dom ihre Produkte an.

Tolle Stimmung: Ina, Ann-Kristin, Nadine und ihre Freundinnen feierten am Burglöwen.

Tolle Stimmung: Ina, Ann-Kristin, Nadine und ihre Freundinnen feierten am Burglöwen.

Foto: Norbert Jonscher

Nussknacker Bruno hatte den besten Platz. Der 5,95 Meter-Geselle überragte sie alle gestern Abend an der Burgplatz-Bühne. In seinem Rücken legten sich Domkantor Witold Dulski und seine Blechbläser ins Zeug. Heilige Nacht, O du fröhliche, Kling Glöckchen, klingelingeling – sie sorgten für den feierlichen Rahmen bei der Eröffnung des Weihnachtsmarktes.

Der Auftakt war besinnlich. Mehrere Tausend Besucher verharrten bereits gegen 17.30 Uhr vor dem Eingang – bis Oberbürgermeister Ulrich Markurth Punkt 18 Uhr auf den roten Knopf drückte, der die Lichter mit einem Schlag zum Leuchten brachte. Dann gab’s kein Halten mehr. Alles drängte und stürmte an die Stände.

Bis Sonntag, 29. Dezember, bieten 151 Schausteller rund um den Dom und die Burg Dankwarderode ihre Produkte an.

Ulrich Markurth mahnte an, die Zeit des Weihnachtsmarktes, der Advent, sei auch eine Zeit des Nachdenkens „über das, was gewesen ist und was nicht im ablaufenden Jahr“. Es habe eindeutig zu viel Unfrieden in der Welt geherrscht, befand er und wünschte den Anwesenden eine gesegnete und friedvolle Vorweihnachtszeit.

Dompredigerin Kornelia Götz zeigte sich fasziniert von der Wirkung des roten Knopfes. Noch heute Morgen habe sich niemand vorstellen mögen, dass Weihnachten schon bald vor der Tür steht und die Glühweinzeit beginnt. „Dann drückt jemand auf so einen roten Knopf – und von einem Moment auf den anderen finden es alle herrlich.“ Sie persönlich würde sich manchmal auch so einen Knopf wünschen, auf den man drückt – „und schon wird alles heiter und freundlich um einen herum“.

Braunschweiger Weihnachtsmarkt – alles was man wissen muss

Zum Markt. Zwölf neue Stände sollen in diesem Jahr frischen Glanz in die Budenlandschaft bringen. Das freut viele. Doch angesagt bleiben die guten alten „Platzhirsche“ auf dem Markt. Bei „Mandel-Meier“ standen einige schon um halb sechs Schlange, eine halbe Stunde vor Öffnung des Standes, und beobachteten Mandel- „Guru“ Markus Meier, der sich schon mal einrührte, frische Mandelvorräte produzierte.

Den begehrten Tisch unterm Burglöwen hatten um diese Zeit schon Ina, Ann-Kristin und Nadine erobert. Motto: früher Vogel... Wie jedes Jahr, übrigens. „Die anderen kommen um 18 Uhr. Wir sehen uns nur einmal im Jahr und feiern dann, bis hier die Lichter ausgehen.“

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