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Corona in Braunschweig: Alle Fakten auf einen Blick

Braunschweig.  Aktuell am Freitag: Sieben-Tage-Wert steigt auf 52,1. Das Impfzentrum erweitert auf fünf Impfstraßen. Auch Astrazeneca wird kräftig verimpft.

Lesedauer: 19 Minuten
Corona-Selbsttests vom Discounter - erste Zulassungen in Deutschland

In Deutschland soll es bereits in wenigen Tagen Corona-Schnelltests zur Eigenanwendung geben. Das zuständige Bundesinstitut erteilte Sonderzulassungen für drei Produkte zum Abstrich in der Nase. Die Selbsttests sollen unter anderem bei Discountern erhältlich sein.

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Die Zahl der Neuinfektionen bewegt sich weiterhin im zweistelligen Bereich. Die 7-Tage-Inzidenz in Braunschweig liegt am Freitag, 5. März, laut der Stadt bei 52,1 (+0,8). Das heißt: Innerhalb der letzten sieben Tage gab es rund 52 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner.

Grundlage für diese Berechnung ist inzwischen eine Gesamtzahl von 249.406 Einwohnern (laut der Landesstatistik), und nicht mehr 251.551 Einwohner nach dem Melderegister der Stadt (Stand Dezember 2019). Die Stadt hat die Zahl hier angepasst, um die Unterschiede bei der Berechnung des Inzidenzwerts zwischen Stadt und Landesgesundheitsamt zu verringern. Wenn es jetzt noch zu unterschiedlichen Angaben kommt, habe das mit dem zeitlichen Meldeverzug zu tun, heißt es.

Die aktuellen Zahlen am Freitag, 5. März

Infizierte: 3939 (+25)
Aktuell Erkrankte: 282
Genesene: 3529
Todesfälle: 128 (+2) Alle bisher Verstorbenen waren im Alter zwischen 54 und 106 Jahren. Bei den jüngsten Todesfällen handelt es sich um einen 89-jährigen Mann und eine 90-jährige Frau.

Sowohl im Januar als auch im Februar 2021 sind jeweils rund 40 Menschen im Zusammenhang mit dem Corona-Virus gestorben.

In Braunschweigs Krankenhäusern werden zurzeit 31 Patienten (-6 seit 3. März) im Zusammenhang mit Covid-19 behandelt (Stand 5. März). Dabei kann es sich auch um Patienten aus der Region handeln. Zudem werden in dieser Zahl auch Corona-Verdachtsfälle erfasst.

In den Krankenhäusern gelten Besuchsverbote.

Wer gilt als Kontaktperson und wer muss in Quarantäne? Alle Antworten auf einen Blick.

Der weitere Lockdown und die Lockerungen ab 8. März

Bund und Länder haben am 3. März neue Corona-Maßnahmen beschlossen. Angesichts wieder steigender Infektionszahlen wird der Lockdown grundsätzlich bis zum 28. März verlängert. Es soll aber abhängig von der Infektionslage eine Reihe von Öffnungsmöglichkeiten geben. Niedersachsen setzt den Corona-Kurs regional differenziert um. Bei Lockerungen und Verschärfungen der Corona-Beschränkungen soll die Infektionslage in den Landkreisen berücksichtigt werden. Dies solle aber nicht in Bereichen mit einem überregionalen Anziehungseffekt wie etwa im Handel geschehen. Vorstellbar sei ein Regionalisieren der Regeln aber bei den Kontaktbeschränkungen oder beim Breitensport.

ZUSAMMENKÜNFTE: Ab Montag, 8. März, sollen wieder private Zusammenkünfte des eigenen Haushalts mit einem weiteren Haushalt möglich sein – beschränkt auf maximal fünf Personen. Kinder bis 14 Jahre sind hiervon jeweils ausgenommen. Bisher darf sich ein Hausstand mit maximal einer Person eines anderen Hausstandes treffen.

KITAS: Am 8. März kehren die Kindertagesstätten zurück in den eingeschränkten Regelbetrieb. Sie sind damit im Grundsatz geöffnet und bieten Betreuung in Regelgruppengröße an, allerdings dürfen sich die Gruppen nicht durchmischen.

SCHULEN: Am 15. März beenden die Klassen 5 bis 7 sowie der 12. Jahrgang das Homeschooling. Sie kehren im Wechselmodell in den Präsenzunterricht zurück. Eine Woche später, vom 22. März an, sollen dann alle Schulen und Jahrgänge in den Wechselunterricht zurückkehren. Für Grundschüler und Abschlussklassen gilt zudem bereits vom kommenden Montag (8. März) an wieder die Präsenzpflicht. Bisher konnten die Eltern dieser Schüler entscheiden, ob sie ihre Kinder in die Schule schicken oder von zu Hause aus lernen lassen wollen.

HANDEL: Ab Montag, 8. März, dürfen Buchhandlungen öffnen. Außerdem wird es dann die Möglichkeit des Terminshoppings geben, also des Einkaufens nach der Vereinbarung eines Termins in dem jeweiligen Geschäft. Die Baumärkte sollen zunächst geschlossen bleiben. Über Modellprojekte für eine weitere Öffnung des Handels wird nachgedacht.

FREIZEIT: Auch Museen, Galerien, Zoos, botanische Gärten und Gedenkstätten dürfen ab 8. März mit Terminbuchung für Besucher öffnen. Erlaubt sein soll dann auch Individualsport alleine oder zu zweit sowie Sport in Gruppen von bis zu zehn Kindern bis 14 Jahren im Außenbereich. Öffnungsschritte darüber hinaus sollen davon abhängig gemacht werden, dass die vorherige Stufe 14 Tage lang nicht zu einer Verschlechterung der Sieben-Tage-Inzidenz geführt hat. Dann geht es zunächst etwa um die Öffnung der Außengastronomie, von Kinos, Theatern, Konzert- und Opernhäusern sowie um kontaktfreien Sport im Innenbereich und um Kontaktsport im Außenbereich. Im nächsten Schritt sind weitere Sportmöglichkeiten und Freizeitveranstaltungen dran. Auch hier gilt: Bis zu einer 100er Inzidenz soll es höhere Auflagen wie tagesaktuelle Tests oder einen Buchungszwang geben, die bei einer Sieben-Tage-Inzidenz bis 50 Neuinfektionen wegfallen.

TOURISMUS: Die Landesregierung hält an einer Perspektive für einen Tourismus über die Ostertage fest. „Ich will noch nicht die Osterferien an der Küste, im Harz und in der Heide und allen anderen niedersächsischen Feriengebieten aufgeben“, sagte Wirtschaftsminister Bernd Althusmann (CDU) am Donnerstag in Hannover. Von einem spontanen Restaurantbesuch oder einer Reise sei man aber noch ein Stück entfernt. Allerdings öffnet in Niedersachsen wie im Bund-Länder-Beschluss zur Corona-Krise am Mittwochabend vereinbart noch vor Ostern – frühestens ab dem 22. März – die Außengastronomie.

SCHNELLTESTS: Bund und Länder haben vereinbart, dass Ende März/Anfang April die haus- und fachärztlichen Praxen umfassend in die Impfkampagne eingebunden werden. Kostenlose Schnelltests – mindestens einer pro Woche für jeden Bürger – sollen von nächster Woche an kommen. Der Bund will die Kosten übernehmen. Bund und Länder erwarten zudem, dass auch Unternehmen als gesamtgesellschaftlichen Beitrag ihren in Präsenz Beschäftigten pro Woche das Angebot von mindestens einem kostenlosen Schnelltest machen.

Eine Maskenpflicht gilt in Braunschweig weiterhin in der Fußgängerzone und im Magniviertel sowie unter anderem auch auf dem Schlossplatz – und zwar unabhängig vom Inzidenzwert. Sie gilt ebenso grundsätzlich auf Märkten und im ÖPNV (auch an Haltestellen), in geschlossenen Räumen, die öffentlich oder im Rahmen eines Besuchs- oder Kundenverkehrs zugänglich sind, in den Eingangsbereichen sowie auf den zugehörigen Parkplätzen. Die Maskenpflicht gilt auch überall dort, wo der Abstand von 1,50 Meter nicht einzuhalten ist, auch am Arbeitsplatz, wenn es dort eng wird (es sei denn, die Tätigkeit lässt dies nicht zu).

Aktuelle Nachrichten aus Braunschweig

Hat der „Braunschweiger Weg“ noch eine Chance? Der Oberbürgermeister und Arbeitgeber-Vertreter kritisieren starren Blick auf Inzidenzwert.

Das Impfzentrum erweitert auf fünf Impfstraßen. Auch der Astrazeneca-Impfstoff ist kein Ladenhüter und wird kräftig verimpft. „Priorisierte Gruppen“ sind jetzt am Zug.

Stadt und Arbeitgeberverband stellen Öffnungsplan vor: Der Braunschweiger Weg soll durch Schnelltests der Kunden, digitale Kontakt-Erfassung und Hygienekonzepte Betriebe aus dem Lockdown führen.

In Braunschweig können sich Beschäftigte in Kitas und Schulen seit Montag einmal wöchentlich testen lassen. Die Stadt rechnet mit 100 Schnelltests pro Woche.

Jede Woche werden über das LADR-Laborzentrum in Braunschweig rund 3300 Proben für Arztpraxen, Kliniken und Gesundheitsämter aus der ganzen Region per PCR-Analyse untersucht. Seit März 2020 sind es 110.000.

Bis Ende März sollen alle Braunschweiger über 80 Jahren geimpft sein. In fast allen Alten- und Pflegeheime ist inzwischen die Zweitimpfung abgeschlossen.

Bei fast 100 Braunschweigern wurde bislang eine Virus-Mutation nachgewiesen. Ein Spezialteam des Braunschweiger Gesundheitsamtes sucht in diesen Fällen Kontaktpersonen auch im weiteren Umfeld.

Die Braunschweiger Tafel hat wieder geöffnet – aber anders als bisher. Es gibt Lebensmittel für Bedürftige jetzt als „Lieferservice“.

Die Corona-Ausbrüche im Städtischen Klinikum und im Senioren- und Pflegezentrum Bethanien waren trotz negativer Schnelltests möglich. Das habe die Nachverfolgung der Infektionsketten ergeben, melden bei Einrichtungen.

Mit „Sofakultur“ bringt die Bürgerstiftung Braunschweig Kultur in die heimischen Wohnzimmer – und gibt den Künstlern eine Plattform und Einnahmen.

Wie werden Impfreste in Braunschweig verteilt? Die Stadt antwortet auf Fragen der Redaktion: Wir halten uns an die Empfehlungen der Ständigen Impfkommission.

Der Inzidenzwert in Braunschweig sinkt kontinuierlich und liegt unter 50. Was bedeutet das für die Stadt? Zunächst tatsächlich nicht viel. Es kommt darauf an, dass die Infektionszahlen weiter stabil und dauerhaft nach unten gehen.

Der Braunschweiger Onkologe Dr. Oliver Marschal richtet einen Hilferuf an die Politik: Risikopatienten und Praxispersonal müssen geschützt werden.

Klinikum-Arzt Christoph Duesberg spricht über die medizinische Behandlung von Covid-19-Patienten. Seine Sorge: Es gibt seit Kurzem wieder weniger allgemeine Notfälle in der Notaufnahme.

Mehr jüngere Corona-Patienten in Braunschweig als im Frühjahr

Online bestellen, abholen oder liefern lassen und dabei die lokalen Betriebe unterstützen: Unter www.braunschweig.de/bestellen-liefern finden Interessierte eine Übersicht der Abhol- und Lieferangebote von Cafés und Restaurants sowie Dienstleistern und Geschäften in Braunschweig.

Verdacht auf Corona – was tun?

Wer die unten aufgeführten Kriterien erfüllt, sollte seinen Hausarzt anrufen. Bitte NICHT in die Notaufnahmen der Kliniken gehen. Hörgeschädigte können eine Mail an buergertelefon@braunschweig.de schicken.

Außerhalb der Hausarzt-Sprechzeiten: Ärztlicher Bereitschaftsdienst116117 (Montag, Dienstag und Donnerstag ab 19 Uhr, Mittwoch und Freitag ab 15 Uhr sowie Sonnabend, Sonntag und Feiertag ab 8 Uhr und jeweils bis 7 Uhr des darauffolgenden Tages). Beim ärztlichen Bereitschaftsdienst gibt es zurzeit lange Wartezeiten. Bitte nur in dringenden Fällen anrufen!

Das RKI hat am 3. November die Kriterien für Covid-19-Tests verändert. Damit soll eine Überlastung der Arztpraxen und Labore verhindert werden – diese wäre zu befürchten, wenn alle Menschen mit Erkältungssymptomen wie Huste, Schnupfen oder Halsschmerzen getestet würden. Das RKI betont: Testen dient nicht der Erfassung aller Covid-19-Fälle in Deutschland. Aber oberstes Ziel sei es, gefährdete Menschen zu schützen.

Ein Test ist durchzuführen, wenn mindestens eines der folgenden Kriterien erfüllt ist:

- schwere respiratorische Symptome (bspw. durch akute Bronchitis oder Pneumonie, Atemnot oder Fieber)

- Störung des Geruchs- und Geschmackssinns

- ungeklärte Erkrankungssymptome und Kontakt (K1) mit einem bestätigten Covid-19-Fall

- akute respiratorische Symptome (wie Husten, Schnupfen, Fieber) jeder Schwere UND Zugehörigkeit zu einer Risikogruppe ODER Tätigkeit in Pflege, Arztpraxis, Krankenhaus ODER erhöhte Expositionswahrscheinlichkeit (etwa im Rahmen eines Ausbruchs, bei Veranstaltungen mit mehr als zehn Personen in geschlossenen und unzureichend durchlüfteten Räumen und unzureichender Anwendung der AHA+L-Regeln) ODER Kontakt im Haushalt oder zu einem Cluster von Personen mit akuten respiratorischen Symptomen ungeklärter Ursache sowie eine Sieben-Tages-Inzidenz von mehr als 35 ODER während des Zeitraums der Symptomatik bestand die Möglichkeit einer Weiterverbreitung an viele weitere Personen ODER weiterhin enger Kontakt zu vielen Menschen (als Lehrer, Chorleiter, Trainer, Sexarbeiterinnen, etc.) beziehungsweise zu vulnerablen Gruppen/Risikopatienten (in Familie, Haushalt, Tätigkeit)

- klinische Verschlechterung bei bestehender Symptomatik

Wichtig: Auch ein alleiniger Schnupfen oder leichter Husten kann Ausdruck einer Corona-Infektion sein. Wer mit diesen Symptomen aufgrund der obigen Kriterien NICHT getestet wird, sollte sich laut dem RKI möglichst trotzdem für fünf Tage zu Hause isolieren und mindestens 48 Stunden symptomfrei sein, bevor wieder Kontakte aufgenommen werden.

Alles Wichtige rund um Kita, Schule und Uni

Schon im Frühjahr hatten Lehramtsstudierende der TU Braunschweig Schülern während der Homeschooling-Zeit geholfen. Jetzt ist das Projekt „Lern-Buddies“ erneut gestartet. Eltern und Schüler können sich melden.

Lern-Buddies der TU Braunschweig bieten Schülern Hilfe an

Das Verwaltungsgericht hat entschieden, dass es kein grundsätzliches Anrecht auf Homeschooling gibt. Geklagt hatten zwei Braunschweiger Schüler, deren Eltern einer Risiko-Gruppe angehören.

Braunschweiger Gericht- Kein Anspruch auf Corona-Homeschooling

Der Stadtschülerrat hatte noch im alten Schuljahr ein Video gedreht mit Tipps, wie sich Schüler am besten vor einer Infektion schützen können. Fünf Regeln werden insgesamt aufgestellt. Inzwischen gibt es auch ein Video für Grundschulen.

Braunschweigs Stadtschülerrat dreht Video zur Schul-Hygiene

Braunschweiger Schüler drehen Hygiene-Video für Grundschüler

So sind die Stadtverwaltung und andere wichtige Einrichtungen erreichbar

Das Bürgerbüro wurde vorübergehend in die Reichsstraße 3 verlegt. Zu den Leistungen zählen zum Beispiel die Anmeldung von Haupt- und Nebenwohnsitz, die Beantragung von Reisepässen und Personalausweisen sowie die Entgegennahme von Anträgen auf Grundsicherung und Wohngeld. Voraussetzung ist eine Terminvereinbarung.

Die Abteilung Allgemeine Bürgerangelegenheiten in der Friedrich-Straße-Seele 7 sowie die Bezirksgeschäftsstellen in Wenden, Stöckheim und Broitzem haben geöffnet. Überall gilt: Alles läuft nur eingeschränkt und mit Auflagen.

Die KFZ-Zulassungsstelle und die Führerscheinstelle in der Porschestraße sind geöffnet. Auch die Kassenautomaten können genutzt werden. Wichtig: Es muss vorher ein Termin vereinbart werden. Lediglich Abmeldungen können weiterhin nur auf schriftlichem Weg erfolgen.


Hilfe und Unterstützung in der Corona-Krise

Braunschweig will die Hilfe für die Kulturszene ausweiten. Kulturdezernentin Anja Hesse erläutert die Initiative der Stadt und kritisiert die Förderpolitik von Land und Bund.

Braunschweig will Hilfe für Kulturszene ausweiten

Ein Projektbündnis, zu dem auch Eintracht Braunschweig gehört, macht sich für die Prostituierten in der Bruchstraße stark.

Die Freiwilligenagentur Jugend-Soziales-Sport bietet nach wie vor eine Corona-Hilfsbörse an. Menschen, die Unterstützung brauchen, bekommen unbürokratisch eine Helferin oder einen Helfer vermittelt. Die Hilfsaktionen werden ausschließlich ehrenamtlich ausgeführt und sind kostenfrei. Helfer und Hilfsbedürftige können sich melden: www.freiwillig-engagiert.de

Im Corona-Härtefallfonds ist noch Geld für Kultureinrichtungen und Kulturschaffende. Die Kulturdezernentin weist darauf hin, dass auch bildende Künstler Anspruch auf die städtische Förderung haben, die Einnahmeausfälle aus coronabedingt abgesagten Ausstellungen haben. Für die Wirtschaft ist der Härtefallfonds zurzeit nur eingeschränkt nutzbar. Der Grund: Es gibt neue Förderbedingungen bei Land und Bund. Bislang wurden 1,25 Millionen Euro an die Wirtschaft ausgezahlt. Alle Infos dazu gibt es hier: www.braunschweig.de/corona-hilfsfonds

Das Projekt #wirzusammen ist beendet: Rund 100.000 Euro sind laut den Initiatoren zusammengekommen. Der Erlös kommt jetzt 115 Unternehmen und Künstlern zugute.

Braunschweigs Gabenzaun ist umgezogen: Weiterhin können Spenden für Wohnungslose und andere Bedürftige abgegeben werden: jetzt ein paar Meter weiter am „Lebensmittelpunkt“ vor dem Theologischen Zentrum in der Schützenstraße.

Die Solidarität angesichts der Corona-Krise war und ist immens. Unzählige Braunschweiger bieten ihre Hilfe an – und etliche sind genau darauf angewiesen, ältere und kranke Nachbarn, Obdachlose, arme Familien mit Kindern, Pflegeheime, Gastronomen und Händler, Künstler, Studenten und viele mehr. Eine Übersicht über alle wichtigen Ansprechpartner und Projekte finden Sie hier. Inzwischen hat sich etliches normalisiert. Die Aufstellung zeigt dennoch etliche Ansprechpartner, Projekte und Spendenaktionen.

Die Stadt entlastet Unternehmen, die von der Corona-Pandemie betroffen sind. Auf Antrag kann die Gewerbesteuer gestundet werden. Vorauszahlungen sollen angepasst und Vollstreckungsmaßnahmen aufgeschoben werden.

Braunschweiger Gastronomen und Einzelhändler können auf der städtischen Internetseite auf ihre Abhol- und Lieferangebote hinweisen. Unter www.braunschweig.de/bestellen-liefern werden entsprechende Angebote gesammelt. Außerdem gibt es auf Instagram die Accounts supportyourlocal_bs und die „Lieferliste38“ eingerichtet.

Die IHK Braunschweig hat eine Beratungshotline für ihre Mitgliedsunternehmen geschaltet: Unter der Telefonnummer (0531) 4715-222 beraten die IHK-Mitarbeiter zu Fragen rund um Liquiditätshilfen, Gespräche mit Lieferanten und Vermietern, Staatliche Hilfen/Unterstützungsangebote von Bund und Land.

Auf der Internetseite der Stadt gibt es eine Übersicht zu allen Hilfspaketen und Ansprechpartnern für Unternehmen: www.braunschweig.de/wirtschaft-corona. Arbeitgeberverband, IHK, Handwerkskammer, Wirtschaftsförderung, Stadtmarketing und weitere Verbände und Einrichtungen wollen damit den Unternehmen vor Ort bei der Bewältigung der Corona-Krise bestmöglich zur Seite zu stehen.

Was die Braunschweiger Wissenschaft in der Corona-Pandemie beiträgt

Braunschweiger wollen Corona-Medikament testen: Die Firma Corat Therapeutics plant bereits die klinische Studie. Diese Tests an Freiwilligen sollen bald starten.

Wissenschaftler der TU Braunschweig haben sich mit der Frage befasst, wie effizientere Corona-Tests möglich sind. Simulationen zeigen ihnen zufolge: Ein Zehntel der Bevölkerung Deutschlands könnte innerhalb von rund zehn Tagen getestet werden – mit Proben-Pooling.

Wissenschaftler des Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung (HZI) warnten Mitte April davor, die Beschränkungen zu lockern. Sie regten sogar an, zu überlegen, ob die Einschränkungen im sozialen Leben kurzfristig noch verstärkt werden sollten, um die Ausbreitung weiter zu verlangsamen.


Wichtige Telefonnummern

Die Corona-Hotline der Stadt unter (0531) 470-7000 ist montags bis freitags zwischen 7 und 18 Uhr sowie ab dem 7. November zusätzlich auch samstags und sonntags von 10 bis 15 Uhr erreichbar. Da auch die Hotline unter Corona-Bedingungen arbeiten muss und zeitweise viele Anrufe eingehen, wird es laut der Stadt nicht immer möglich sein, jedes Gespräch sofort entgegenzunehmen. Wichtig: Bei medizinischen Fragen oder Fragen zu einem Corona-Test sind weiterhin die Hausärzte oder außerhalb der Praxisöffnungszeiten der ärztliche Bereitschaftsdienst unter 116117 zu kontaktieren. Die Hotline des Landes ist unter (0511) 120-6000 erreichbar.

Hilfe bei häuslicher Gewalt: In einer großangelegten Kampagne macht das Braunschweiger Gleichstellungsreferat auf das bundesweite Hilfe-Telefon aufmerksam: (0800) 0116016

Bei psychischen und familiären Problemen stehen die bekannten Braunschweiger Beratungsstellen auch jetzt grundsätzlich telefonisch zur Verfügung, etwa der Sozialpsychiatrische Dienst des Gesundheitsamtes unter (0531) 470-7272 und der Psychosoziale Krisendienst unter (0531) 470-7777.

Seit Kurzem gibt es den Physiotherapeuten-Notdienst. Der Eintrag auf der Seite www.physiotherapeuten-notdienst.de ist für alle Praxen kostenlos, egal ob Verbandsmitglied oder nicht. Patienten oder Kliniken können durch eine Suchfunktion schnell und einfach weiterhin geöffnete Praxen in der Nähe des Wohnortes des Patienten finden.


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