Corona in Braunschweig: Wer bietet Hilfe an? Wer sucht Hilfe?

Braunschweig.  Einkaufen, Masken nähen, Obdachlose unterstützen, Firmen und Künstler stärken, Geld spenden – ein Überblick über Angebote und Ansprechpartner.

Die Solidarität ist zur Zeit riesengroß.

Die Solidarität ist zur Zeit riesengroß.

Foto: Wavebreakmedia / Getty Images / iStockphoto

Die Solidarität angesichts der Corona-Krise ist immens. Unzählige Braunschweiger bieten ihre Hilfe an – und etliche sind genau darauf angewiesen. Wir stellen hier wichtige Ansprechpartner und Projekte vor (ohne Anspruch auf Vollständigkeit). Diese Übersicht für all jene, die Hilfe anbieten oder Hilfe suchen, wird permanent aktualisiert.

Spendenaktionen

Mit der Sonderaktion „Das Goldene Herz“ bittet unsere Zeitung gemeinsam mit dem Paritätischen Wohlfahrtsverband um Spenden. Vor besonderen Herausforderungen stehen die Helfer – sie werden noch mehr gebraucht und werden selbst von der Krise nicht verschont. Da sich die Corona-Hilfe sehr dynamisch entwickelt, stellt unsere Zeitung diesmal nicht vorab Projekte vor, sondern bittet die Helfer, sich um das Spendengeld zu bewerben. Damit die sachgerechte Mittelverwendung gesichert ist, müssen die Bewerber ihre Gemeinnützigkeit bereits nachgewiesen haben. Alle Infos finden Sie hier. Das Spendenkonto „Goldenes Herz“ des Paritätischen Wohlfahrtsverbands Braunschweig bei der Braunschweigischen Landessparkasse hat die IBAN DE53 2505 0000 0000 3006 16 und die BIC: NOLADE2HXXX. Der Paritätische stellt Spendenbescheinigungen aus. Bewerbungen von Helfern um Spenden sind ab sofort per E-Mail an kontakt@dasgoldeneherz-braunschweig.de möglich.

Um dringend benötigte Ausrüstung für Ärzte und Pflegepersonal auf Braunschweiger Intensivstationen herbeizuschaffen, organisierte der Braunschweiger Textilunternehmer Friedrich Knapp (New Yorker) Lufttransporte aus China für Braunschweig. Die erste Lieferung dieser Art ist bereits angekommen. Um die Transporte zu ermöglichen, hatte der Fördervereins der Freunde des Städtischen Klinikums Braunschweig um Spenden gebeten. Mehr Infos gibt’s hier.
Konto: Freunde und Förderer des Städtischen Klinikums Braunschweig e.V., Deutsche Apotheker- und Ärztebank unter dem Stichwort „Luftbrücke“. IBAN: DE 86 3006 0601 0003 3874 02

Der Unternehmerstammtisch Braunschweig/Wolfenbüttel ruft zur Unterstützung der Mitarbeiter des Klinikums Braunschweig und Wolfenbüttel auf. Über seinen Facebook-Account hat der Unternehmerstammtisch daher die „One-Euro-a-day Braunschweig/Wolfenbüttel Tip-Challenge“ gestartet.

Die Carolo-Wilhelmina-Stiftung vergibt angesichts der Corona-Krise Stipendien an Studenten, die in finanzielle Not geraten. Weil der Bedarf groß ist, startet die Stiftung auch eine Spendenkampagne. Spendenkonto der Carolo-Wilhelmina-Stiftung: IBAN DE77 2703 2500 0000 0124 75, Bankhaus Seeliger, Stichwort „Stipendium Corona“. Alle Infos gibt’s hier.

Die 9-jährige Lexi aus Braunschweig hat die Aktion „Backen mit Lexi“ gestartet. Sie will übers Backen zusammen mit anderen Kindern das Braunschweiger Kinderhospiz Löwenherz unterstützen. Wie das funktioniert?

Die Braunschweiger Basketball-Löwen wollen per Crowdfunding 50.000 Euro eintreiben. Die Spenden-Aktion mit Bausteinen von 5 bis 5000 Euro begann am 24. April. Die Erstliga-Basketballer versuchen so, die coronabedingte Finanznot ein bisschen abzufedern. Es gibt attraktive Gegenwerte, zum Beispiel ein Individualtraining mit Cheftrainer Pete Strobl... Zum Crowdfunding geht’s über diesen Link: www.fairplaid.org/basketballloewen.

Die Initiative „Hey, Alter!“ bittet Unternehmen, ausrangierte Laptops und Tablets zu spenden. Die Geräte werden aufgearbeitet und an Schulen verteilt. Die Initiatoren Moritz Tetzlaff und Martin Bretschneider wollen dafür sorgen, dass Schüler, denen zu Hause kein Rechner fürs Homelearning zur Verfügung steht, schnellstmöglich einen erhalten. Alle Informationen finden Sie hier.

Cheer’s Kitchen: Braunschweiger Gastronomen kochen fürs Klinikum. Der Verein versorgt Ärzte und Pflegekräfte mit Mittagessen. Das Projekt soll ausgeweitet werden. Weitere Sponsoren werden gesucht.

Hilfe für Menschen mit geringem Einkommen und Wohnungslose

Die Braunschweiger Tafel ist wieder an ihrem normalen Standort in der Goslarschen Straße erreichbar.

Die Stadt zahlt armen Familien mit Kindern Soforthilfe. Es geht um rund 8000 Kinder und Jugendliche.

Am Gabenzaun am Karstadt-Parkhaus können Wohnungslose und Bedürftige mitnehmen, was spendenfreudige Braunschweiger für sie zusammentragen. Hinbringen kann man zum Beispiel Hygieneartikel wie Zahnpasta, Zahnbürste, Duschgel, Menstruationshygiene, Seife, Cremes und ähnliches. Besonders wichtig sind auch haltbar verpackte Lebensmittel wie Konserven, Müsliriegel, Kekse und so weiter. Auf Zetteln am Zaun ist auch vermerkt, was benötigt wird.

Der Malteser-Hilfsdienst und das Aktionsbündnis „Eintracht hilft“ haben das Gemeinschaftsprojekt „In Eintracht für Obdachlose“ gegründet. Sie versorgen die Menschen jeweils mittwochs und freitags von 18.30 bis 19.30 Uhr mit einer kostenlosen warmen Mahlzeit, Heiß- und Kaltgetränken sowie Produkten der täglichen Hygiene. Achtung, es gibt einen neuen Standort: Ab sofort findet die Ausgabe durch ehrenamtliche Helfer auf dem Parkplatz hinter dem Altstadtrathaus am Altstadtmarkt statt.

Ein weiterer Gabenzaun für Bedürftige wurde jetzt auf dem Festplatzgelände an der Ludwig-Winter-Straße in der Weststadt eingerichtet. Initiator ist die Gruppe Schrill, deren Mitglieder sich mit der Idee an die Stadt Braunschweig wandten. Spender können dort nun Hygieneartikel, Kleidung, Tierfutter und Lebensmittel – in Tüten verpackt – an den Zaun des Kinder- und Teenyklubs Weiße Rose (beim orangenen Bauwagen) hängen. Daran können sich Bedürftige, vorzugsweise wohnungslose Menschen, frei bedienen. Weitere Informationen zur Spende gibt der Kulturpunkt West unter Telefon (0531) 845000.

Die St.-Magni-Gemeinde und die Dom-Gemeinde haben mit der Diakonie die Aktion „Suppenspende“ gestartet. Die Suppenbar am Kohlmarkt stellt täglich mehrere Suppenportionen zur Verfügung. Die Kirchengemeinden bringen diese zum Tagestreff Iglu und zur Bahnhofsmission, wo sie Bedürftigen kostenlos mitgegeben werden.

Die Studenteninitiative „schrill“ sammelt Lebensmittel- und Sachspenden für bedürftige Menschen, um sie gezielt zu verteilen. Dazu wird das „schrill“ in der Wendenstraße 60/61 zurzeit immer dienstags und samstags von 12 bis 14 Uhr als Spendenabgabestelle geöffnet. Immer gebraucht werden dem Team zufolge haltbare Lebensmittel (Pasta, Reis, Konserven, Kaffee, Milch ...) und Hygieneartikel (Slipeinlagen, Tampons, Seife, Shampoo, Duschgel, Zahnpasta). Nicht überlebenswichtig, trotzdem hilfreich und begehrt: Töpfe, Geschirr, Waschmittel, Spülmittel, Waschschwämme, Süßigkeiten, Zigaretten/Stopftabak… Wenn die Abgabezeiten nicht passen: Die Eingangstür wurde zum Spendenregal umfunktioniert, und man dort Sachen ablegen.

Die New-Yorker-Stiftung des Braunschweiger Unternehmers Friedrich Knapp will in der Corona-Krise konkret helfen. Das Bad Gliesmarode, das von Knapp betrieben wird, öffnet seinen Duschbereich für Obdachlose. Geöffnet ist immer montags bis freitags von 9 bis 12 Uhr, solange der Badebetrieb eingestellt ist. Der Zugang sei durch die hinter dem Haupteingang liegende Eingangstür (Richtung Tagesbetreuungsstätte) möglich, die direkt in den Duschbereich führe.

Unterstützung für die Wirtschaft

Braunschweiger Gastronomen und Einzelhändler weisen auf der Internetseite www.braunschweig.de/bestellen-liefern auf ihre Liefer- und Abholangebote hin. Betriebe können sich schnell und einfach über ein Kontaktformular in die Übersicht aufnehmen lassen.

Die „Lieferliste38“ bei Instagram zeigt eine Vielzahl von Händlern aus der Region, die ihre Ware jetzt online anbieten und per Post oder persönlich liefern. Initiiert wurde die Lieferliste von der Braunschweiger Journalistin Julia Perkowski.

Auch der Instagram-Account supportyourlocal_bs soll ebenfalls Händlern und Gastronomen eine Plattform bieten, um ihre Produkte vorzustellen oder Angebote zu platzieren. Ins Leben gerufen wurde er vom Arbeitsausschuss Innenstadt und dem Braunschweiger Stadtmarketing.

Das Projekt #wirzusammen unterstützt Firmen, die jetzt finanziell in Not geraten. Auf der Internetseite wirzusammen.jetzt kann jeder Spendierfreudige eine oder mehrere Tassen kaufen – bedruckt mit den Logos von Unternehmen, die Unterstützung brauchen. Man sucht sich also sein „Lieblingsunternehmen“ heraus und gibt die Bestellung auf. Pro Tasse sind 20,20 Euro fällig, angelehnt an das Jahr 2020. Und wie das Ganze dann weitergeht, ist hier erklärt.

Einige Braunschweiger haben eine Plattform ins Leben gerufen, um hiesige Gastronomen und Einzelhändler zu unterstützen: www.braunschweig-help.de. Auf der Seite können Kunden Gutscheine ab fünf Euro kaufen, die sie dann, wenn die Läden wieder öffnen, vor Ort einlösen können. „Wir möchten dazu beitragen, dass die vielen Bars, die kulinarische Vielfalt, die gemütlichen Cafés und all die besonderen Geschäfte in dieser Stadt erhalten bleiben“, schreibt die Gruppe auf ihrer Website.

Das Braunschweiger Software-Unternehmen Cay Solutions möchte die ansässige Gastronomie unterstützen. Restaurant-, Café- und Barbesitzer können kostenlos bis zu 1000 To-Go-Speisekarten, Online-Karten und Gutschein-Vorlagen gestalten und bestellen, teilt das Unternehmen mit. Mehr Infos gibt es hier.

Das BZV-Medienhaus bietet eine Seite an, auf der Nachbarschaftshilfe und Unterstützung für die lokale Geschäftswelt gebündelt werden: https://gemeinsamstark.bzv.de

Die Stadt hat einen Härtefallfonds für Unternehmen, Freiberufler, Kulturschaffende und weitere Einrichtungen gestartet, die von der Corona-Pandemie betroffen sind und nicht oder nur ungenügend auf die Förderprogramme von Bund und Land zurückgreifen können. Der Fördertopf umfasst zunächst drei Millionen Euro: www.braunschweig.de/corona-hilfsfond

Coronavirus in Niedersachsen- Alle Fakten auf einen Blick

Unterstützung für Künstler

Das Corona-Sonderprogramm für gemeinnützige Kultureinrichtungen und Kulturvereine des Landes ist am 19. Mai an den Start gegangen. Zielgruppe sind die vielen Kultureinrichtungen in der Fläche, sei es das soziokulturelle Zentrum, der Heimatverein oder die Freilichtbühne. Das Programm ist zunächst mit sechs Millionen Euro hinterlegt und richtet sich an all jene, die durch das Raster der laufenden Programme fallen. Antragsberechtigt sind ausschließlich als gemeinnützig anerkannte Einrichtungen, die durch Corona in Liquiditätsengpässe oder in eine existenzbedrohliche Wirtschaftslage geraten sind. Zuschussfähig sind z. B. Betriebskosten, Mieten und andere unvermeidbare Zahlungsverpflichtungen. Personalkosten dagegen können nicht gefördert werden. Eine Antragstellung ist bis zum 15. Juli 2020 möglich. Förderanträge bis zu 8000 Euro werden direkt bei den Landschaften, Landschaftsverbänden und der Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz gestellt. Weitere Informationen, die Richtlinie, das Antragsformular und die Ausfüllhilfe gibt es auf der Homepage www.sbk-bs.de. Förderanträge, die mehr als 8000 Euro umfassen, werden beim Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur beantragt. Weitere Informationen gibt es hier.

Der Braunschweiger Dom nimmt eine CD mit Lieblingsmusiken von Zuschauern auf – zugunsten freischaffender Musiker. Domkantor Gerd-Peter Münden und sein Kollege Witold Dulski wollen eine Benefiz-CD einspielen, deren Erlös jenen Musikern und Sängern zugute kommt, die freischaffend sind und in diesen Tagen mit ihnen musiziert hätten – etwa bei Buxtehudes Passionskantate ,Membra Jesu nostri’ am Karfreitag oder der monatlichen Bach-Kantate.

Die Kreativregion und der Internetfernsehsender snale.tv haben eine interaktive Bühne für Kreativschaffende eingerichtet: Stage38. Braunschweiger Künstlerinnen und Künstlern haben dort in Zeiten der Krise eine virtuelle Plattform. „Ohne Bühne, ohne Publikum wird die Kultur auch nach der Krise in eine starke Schieflage geraten“, so die Organisatoren. „Gemeinsam wollen die Kreativen der Region die Herausforderung annehmen und mit ihren Talenten nicht nur die triste Zeit der Isolierung, sondern auch die finanzielle Last der Betroffenen lindern.“ Man kann online virtuelle Tickets kaufen oder Geld spenden. Die Band Maniax ist bereits aufgetreten, der Schriftsteller Hardy Crueger hat Gruseliges vorgelesen, der Schnellzeichner Ferdinand Georg hat sein Geschick präsentiert… Mehr Infos gibt’s hier.

Die Initiative „Leeres Haus“ hat Künstlern und Kulturschaffenden geholfen und Spenden gesammelt. Dahinter standen die Konzertkasse und der Verein „Musical Ensemble Braunschweig“. Gespendet werden konnte in Form eines Spendengutscheines im individuellen Wert. Die Spendensumme wird unter allen angemeldeten Künstlern und kulturellen Einrichtungen aufgeteilt und ausgezahlt. Die Künstler konnten mit ihrem individuellen Aufruf an die Öffentlichkeit auf diese Initiative aufmerksam machen. Als Dankeschön an alle Spender gab es zum Abschluss ein großes Online-Wohnzimmerkonzert in Form eines Videozusammenschnittes aller künstlerischen Darbietungen der angemeldeten Kulturschaffenden. Infos: www.leereshaus.de

Die Stadt hat einen Härtefallfonds für Unternehmen, Freiberufler, Kulturschaffende und weitere Einrichtungen gestartet, die von der Corona-Pandemie betroffen sind und nicht oder nur ungenügend auf die Förderprogramme von Bund und Land zurückgreifen können. Der Fördertopf umfasst zunächst drei Millionen Euro: www.braunschweig.de/corona-hilfsfonds

Hilfe im Alltag: Einkaufen, Medikamente holen...

Die Stadt baut einen zentralen Helferpool auf, auf den die verschiedenen Freiwilligendienste (z.B. die Freiwilligenagentur) ohne großen Aufwand zurückgreifen können. Auf der Webseite www.braunschweig.de/corona-hilfe können sich Interessenten registrieren lassen. Voraussetzung ist, dass sie über 18 Jahre alt sind und einmal pro Woche für einen Einsatz zur Verfügung stehen. Es könnte sich um Aufgaben wie Einkäufe oder das Ausführen des Hundes handeln für Menschen, die an Corona erkrankt sind oder die unter Quarantäne stehen und das Haus nicht verlassen dürfen. Mehr Infos gibt’s hier. Übrigens: Schon mehr als 230 Freiwillige haben sich bei der Corona-Hilfe registriert. Wer Unterstützung benötigt, sollte keine Scheu haben, sich zu melden. Stadt, Hilfsorganisationen, Freiwilligendienste und andere machen viel möglich.

Die Freiwilligenagentur Jugend-Soziales-Sport koordiniert Helfer und Hilfesuchende. Mögliche Aufgaben: Einkäufe, Runden mit dem Hund oder das Herunterbringen von Müll. Wer sich als Helfer in der Corona-Krise melden möchte, tut das am besten über den Helferpool der Stadt (siehe oben): www.braunschweig.de/corona-hilfe. Wer Hilfe sucht, erreicht die Freiwilligenagentur montags bis freitags von 10 bis 16 Uhr unter Telefon (0531) 4811020 und per E-Mail an info.bs@freiwillig-engagiert.de. Weitere Infos gibt es hier: www.freiwillig-engagiert.de

Eintracht Braunschweig und die Fans organisieren Unterstützung für Menschen aus Risikogruppen. Blau-gelbe Helfer packen beim Einkaufen und der Rezept- und Medikamentenbeschaffung an. Von Montag bis Samstag können Interessierte jeweils zwischen 10 bis 12 Uhr über die Hotline (0531) 2323042 Einkaufsbestellungen abgeben. Der Bestellwert darf 50 Euro nicht überschreiten, es kann nur Ware in handelsüblichen Mengen bestellt werden, Tiefkühlware ist ausgeschlossen. In der Zeit von 16 Uhr bis 19 Uhr liefern die ehrenamtlichen Helfer und Mitarbeiter die Waren aus. Mehr Infos gibt’s hier.

Das Sandkasten-Team der TU Braunschweig unterstützt über das Projekt „Coronavirus Einkaufshilfe für Ältere & Gefährdete“. Die Helfer sind montags bis samstags von 10 bis 16 Uhr telefonisch erreichbar unter (0531) 18059703. Mehr Infos gibt es hier: www.sandkasten.tu-braunschweig.de/projekte/coronavirus-einkaufshilfe-fuer-aeltere-gefaehrdete

Das Kulturzentrum Nexus im Westlichen Ringgebiet bietet Hilfe an, etwa bei Gängen zu Post, Apotheke und Supermarkt. Kontakt: Montags bis samstags von 10 bis 18 Uhr, unter Telefon (0531) 2809066 oder per E-Mail an: nachbarschaft@dasnexus.de

Der SV Kralenriede bietet Alltagshilfen an. „Wir stehen Ihnen und Ihren Angehörigen gerne tatkräftig zur Seite, wenn es um so alltägliche Dinge wie Lebensmitteleinkauf oder den Gang zur Apotheke geht“, teilt der Verein mit. Unter der Mailadresse svkfueralleda@web.de kann die Hilfe angefordert werden. Um so schnell wie möglich helfen zu können, werden diese Daten erbeten: Name, Adresse, Telefonnummer (damit sich der Helfer direkt melden kann), Aufgabe – beim Einkaufen den Markt und eine möglichst präzise Einkaufsliste nennen.

Die Dorfgemeinschaft Geitelde hat ein Gratis-Hilfsangebot für Menschen, die der Corona-Risiko-Gruppe angehören. Das Team erledigt Einkäufe und liefert Lebensmittel, Hygieneartikel und Medikamente nach Hause. Bestellungen bitte telefonisch unter (0531) 22436410 oder per Mail an info@dorfgemeinschaft-geitelde.de. Bestellungen werden von Montag bis Freitag zwischen 11.30 und 12.30 Uhr sowie zwischen 14 und 15.30 Uhr entgegengenommen (Telefonnummer hinterlassen). Tiefkühlware kann nicht bestellt werden. Die Bezahlung wird individuell geregelt. Bei der Waldschänke kann Mittag- und oder Abendessen bestellt werden: (05300) 933119. Bei Bedarf wird das Essen geliefert. Die Speisekarte im Internet: www.dorfgemeinschaft-geitelde.de

Der Dorfverein Leiferde bietet Hilfe an, zum Beispiel beim Einkaufen. Auch „Zaungespräche“ werden ermöglicht: (05341) 268889 (täglich von 16 bis 19 Uhr) und .

Das Netzwerk Stöckheim, eine Aktion von vielen Vereinen und Organisationen, hilft beim Einkaufen und Besorgungen vom Arzt oder aus der Apotheke. Außerdem werden Balkongespräche angeboten. Kontakt: (0531) 611272.

Das Kinder- und Jugendzentrum Kiez und die Jugendkirche im Östlichen Ringgebiet bieten an, für Menschen ab 70 Jahren oder mit Vorerkrankungen Medikamente oder Lebensmittel einzukaufen. Auf maximale Hygiene werde geachtet. Wer Interesse an Unterstützung hat, kann montags bis freitags zwischen 9 und 11 Uhr unter (0531) 48292755 anrufen und seinen Namen, die Adresse und die Einkaufsliste durchgeben. Die Auslieferung erfolge nach Absprache, und erst dann, nach Erhalt des Kassenbons, soll das Geld übergeben werden. Dazu werden Briefumschläge bereitgestellt. Zu erkennen seien die Helferinnen und Helfer an einem offiziell bestätigten Ausweis der Propstei Braunschweig.

Etliche evangelische und katholische Kirchengemeinden engagieren sich und bieten zum Beispiel einen Einkaufsservice an. Ein Blick auf die jeweiligen Internetseiten lohnt sich.

Muslimische Gemeinden in Braunschweig bieten Nachbarschaftshilfe an. Alle Details dazu: http://rdm-bs.de/startseite/aktuelles-covid-19/

Das BZV-Medienhaus bietet eine Seite an, auf der Nachbarschaftshilfe und Unterstützung für die lokale Geschäftswelt gebündelt werden: https://gemeinsamstark.bzv.de

Das Engagementzentrum will Hilfesuchende mit Menschen zusammenzubringen, die ihre ehrenamtliche Unterstützung anbieten. Auf der Homepage www.engagementzentrum.de ist dafür jetzt im Bereich Service eine Pinnwand zu finden. „Um sicherzustellen, dass sich nur seriöse Hilfsangebote und Hilfegesuche auf unserer Pinnwand finden, prüfen wir alle Einsendungen vor der Veröffentlichung“, teilt das Engagementzentrum mit. Gewerbliche Anbieter sind von der Veröffentlichung ausgeschlossen.

Corona in Braunschweig- Alle Fakten auf einen Blick

Medizinische Versorgung und Schutzmasken

Corona-Schutzvisiere aus dem 3D-Drucker werden zurzeit von vielen Ehrenamtlichen hergestellt. Auch TU, DLR und Ostfalia sind aktiv und produzieren Schutzschilde. Großabnehmer sind unter anderem die Kliniken in Braunschweig, Wolfsburg und Salzgitter, auch Arztpraxen profitieren davon. Mehr über die Aktion findet man im Internet unter https://stratum0.org/blog/ und unter www.makervsvirus.org. Wer sich beteiligen will, kann sich dort melden. Arztpraxen, Altenheime, Apotheken, Kliniken etc. aus unserer Region, die Bedarf an Schutzvisieren aus dem 3D-Drucker haben, können sich per Mail melden unter: makervsvirus@stratum0.org. Aus Spenden wird das Material für die Schutzvisiere finanziert. Dafür hat das Braunschweig Hub ein Paypal-Konto eingerichtet: www.paypal.com/pools/c/8nIcxOA4h8

Coronavirus in der Region – hier finden Sie alle Informationen

Neben den hier genannten Mundschutz-Initiativen gibt es noch viele Einzelnäherinnen und -näher, die sich in der ganzen Stadt engagieren – für ihre Nachbarn ebenso wie beispielsweise für Altenheime und Arztpraxen. Einige Beispiele sind hier zu finden.

Das Awo-Fanprojekt näht mit vielen Ehrenamtlichen Mundschutze für Braunschweiger Grundschulen. Die Nibelungen Wohnbau und die Braunschweiger Baugenossenschaft unterstützen das Projekt. Weitere ehrenamtliche Helfer werden gesucht. Wer mitmachen will, kann sich melden: Ralf Schönherr (0176) 11264853, ralf.schoenherr@fanprojekt-braunschweig.de, und Jörg Seidel (0176) 11264893, joerg.seidel@fanprojekt-braunschweig.de.

Die IAB Reinraum-Produkte GmbH und die Kurth-Manufaktur fertigen gemeinsam Masken, stärken sich somit gegenseitig – und Arbeitsplätze werden gesichert. Außerdem handelt es sich um ein Non-Profit-Projekt namens „Löwenmaske“. Überschüsse, die durch das Projekt generiert werden, sollen komplett gespendet werden.

Der Sozialverband Deutschland (SoVD) in Braunschweig hat die niedersachsenweite SoVD-Aktion „Helfende Hände“ gestartet. Ehrenamtliche der neun Ortsverbände der Stadt nähen Masken, machen regelmäßige Wohlfühlanrufe und leisten Einkaufshilfe für die knapp 6000 Mitglieder, unter denen häufig ältere, bedürftige und auch isolierte Menschen sind. Wer sich beteiligen möchte, kann sich direkt an Reiner Knoll wenden: (0531) 480760 oder reiner.knoll@sovd-email.de.

Wichtige Telefonnummern

Krankheitssymptome: Wer grippeähnliche Symptome hat, sollte seinen Hausarzt anrufen! Bitte NICHT in die Notaufnahmen der Kliniken gehen. Hörgeschädigte können eine Mail an buergertelefon@braunschweig.de schicken.

Außerhalb der Hausarzt-Sprechzeiten: Ärztlicher Bereitschaftsdienst 116117 (Montag, Dienstag und Donnerstag ab 19 Uhr, Mittwoch und Freitag ab 15 Uhr sowie Sonnabend, Sonntag und Feiertag ab 8 Uhr und jeweils bis 7 Uhr des darauffolgenden Tages). Beim ärztlichen Bereitschaftsdienst gibt es zurzeit lange Wartezeiten. Bitte nur in dringenden Fällen anrufen!

Allgemeine Fragen zum Virus: Die Stadtverwaltung hat eine Hotline für Fragen an das Gesundheitsamt eingerichtet: (0531) 470-7000 (erreichbar montags bis freitags von 7 bis 18 Uhr, samstags und sonntags von 10 bis 18 Uhr). Die Stadtverwaltung bittet auf ihrer Facebook-Seite darum, genau zu überlegen, welche Frage wirklich dringend ist.

Die Telefon-Seelsorge ist gebührenfrei rund um die Uhr erreichbar: 0800/1110111 und 0800/1110222. Anrufende werden nicht nach Ihrem Namen gefragt. Das Gespräch bleibt anonym. Es gibt auch die Möglichkeit, sich per Chat oder Mail auszutauschen: www.telefonseelsorge-braunschweig.de

Kommentar-Profil anlegen
*Pflichtfelder