Richtig radeln: Braunschweiger Polizei dreht Videoclips

Braunschweig.  Wer darf wann wo fahren? Manchmal ist die Verkehrssituation unübersichtlich, sind Regeln nicht bekannt. Die Polizei klärt jetzt digital auf.

Eines der Schulungs-Videos hat das Präventionsteam der Polizei an der Kreuzung Rebenring/Hamburger Straße gedreht: Wir sehen hier Julia Mispelhorn und Martin Opiela an den Kameras, Jens Weidemann fährt Fahrrad.

Eines der Schulungs-Videos hat das Präventionsteam der Polizei an der Kreuzung Rebenring/Hamburger Straße gedreht: Wir sehen hier Julia Mispelhorn und Martin Opiela an den Kameras, Jens Weidemann fährt Fahrrad.

Foto: Bernward Comes / Braunschweiger Zeitung

Wer hat Vorfahrt? Muss ich mit dem Fahrrad auf dem Radweg fahren? Was ist der Unterschied zwischen einem Schutzstreifen und einem Radfahrstreifen?

Mancher Verkehrsteilnehmer greift ratlos zum Telefonhörer und fragt bei denen nach, die es wissen müssen: bei der Polizei. „Bei uns landen immer wieder Anfragen zu besondern Verkehrsführungen, zu Fahrradampeln oder Vorfahrtsregeln“, sagt Martin Opiela, Verkehrssicherheitsberater der Polizeiinspektion Braunschweig. Zusammen mit seinen Kollegen im Präventionsteam, Julia Mispelhorn und Jens Weidemann, geht er nun neue Wege: Die Drei haben in den vergangenen Wochen eine ganze Reihe von Videoclips zum Thema „Radfahren in Braunschweig“ gedreht.

18.000 Mal wurden die Videos zur Radfahrprüfung bei Facebook aufgerufen

Den Anstoß dazu hatte der landesweite Verkehrssicherheitstag am 20. Juni gegeben: Die Vorbereitungen dafür waren entfallen, da die üblichen Info-Stände und Aktionen aufgrund der Corona-Bestimmungen in diesem Jahr ausfallen mussten. „Wir haben überlegt, was wir stattdessen anbieten können und haben uns für den digitalen Weg entschieden“, so Opiela.

Mit der Digitalkamera war das Präventionsteam ohnehin schon vertraut: Ihre Videos für Eltern von Grundschülern, die mit ihren Kindern eigenständig das Radfahren und die Verkehrsregeln üben wollen – die Radfahrprüfung der Viertklässler an den Grundschulen musste in diesem Jahr abgesagt werden – wurden bei Facebook rund 18.000 Mal aufgerufen.

Radfahrer häufiger von schweren Unfallfolgen betroffen

Vor diesem Hintergrund beschloss man, Videos über das Radfahren zu drehen. „Der Radverkehr in Braunschweig hat deutlich zugenommen. Dieser Trend hält an“, sagt Opiela. Und: Radfahrer waren zuletzt laut Unfallstatistik überproportional von schweren Unfallfolgen betroffen. Bei 651 Unfällen, an denen Radfahrer beteiligt waren, starben im vergangenen Jahr fünf Menschen.

Komplizierten Verkehrsführungen im Stadtgebiet wie am Leonhardplatz widmen die Beamten eigene Clips. Die Reihe sei beliebig erweiterbar, sagt Opiela – und Videoclips zu weiteren Themen wie E-Scootern seien angedacht.

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Die Videoclips der Polizei zum Thema „Radfahren in Braunschweig“ sind ab Mittwoch, 1. Juli, auf der Internetseite der Polizei Braunschweig abrufbar. Einzelne Videos postet die Polizei zudem auf Facebook.

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