„Mister Ringgleis“ ist gestorben

Braunschweig.  Willi Meister zählte zu den wichtigsten Förderern des Trassen-Umbaus und wurde mit Braunschweigs Bürger-Medaille ausgezeichnet.

Willi Meister.

Willi Meister.

Foto: Peter Sierigk

Willi Meister, einer der wichtigsten Ehrenamtlichen des Westlichen Ringgebiets, ist vergangenen Montag nach kurzer, schwerer Krankheit gestorben. Der Träger der Bürger-Medaille der Stadt Braunschweig machte sich besonders verdient als Förderer des Ringgleises.

Meister gehörte zu den Ersten, die erkannten, welches Potenzial in der aufgegebenen Eisenbahn-Trasse verborgen war und dass das Ringgleis für ein bundesweites Alleinstellungsmerkmal Braunschweigs sorgen könnte. 26 Jahre setzte sich „Mister Ringgleis“, wie ihn einst Oberbürgermeister Ulrich Markurth nannte, dafür ein, dass Braunschweig dieses Potenzial hob.

Bewahrer der Industriegeschichte

Meister stand dafür, dass kein Wandel um jeden Preis erfolgt, sondern Vergangenheit nicht in Vergessenheit gerät. Als Gründungsmitglied der Senioren-Initiative Antirost und Bürgermitglied des Sanierungsbeirats im Westlichen Ringgebiet sorgte er dafür, dass die Eisenbahngeschichte am Westbahnhof sichtbar blieb. Meister gehörte zudem zu den Organisatoren der ersten Draisinen-Rennen in Braunschweig. Als Mitglied des Braunschweiger Forums machte er Aberhunderte von Neugierigen während seiner Ringgleis-Führungen mit der Braunschweiger Industriegeschichte entlang der ehemaligen Trasse bekannt.

Sein Beharrungsvermögen sorgte dafür, dass das vergessene Naturdenkmal Jödebrunnen wieder ins rechte Licht gerückt wird und das benachbarte Kontorhaus Braunschweig erhalten blieb. Dass das neue Soziokulturelle Zentrum am Westbahnhof seine alte Backstein-Fassade behielt, daran hat er wesentlichen Anteil. Meister wurde 78 Jahre alt.

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