Corona in Braunschweig

Braunschweig impft am Aufstiegswochenende auch im Stadion

| Lesedauer: 9 Minuten
Lauterbach: Alle Ungeimpften werden sich jetzt anstecken

Lauterbach- Alle Ungeimpften werden sich jetzt anstecken

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) hat erneut einen eindringlichen Appell an alle Ungeimpften gerichtet, sich immunisieren zu lassen. Die Fallzahlen seien aktuell so hoch, dass Ungeimpfte einer Infektion nicht mehr entgehen könnten, sagte Lauterbach.

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Braunschweig.  Aktuell am Freitag: Die Inzidenz sinkt weiter. Hier können Sie sich impfen lassen. Vier Corona-Patienten liegen auf der Intensivstation.

  • Die Inzidenz in Braunschweig sinkt weiter und liegt am Freitag, 13. Mai, bei 644,9.
  • Die Zahl der Menschen, die sich seit Beginn der Pandemie in Braunschweig nachweislich mit dem Corona-Virus infiziert haben, liegt laut dem Robert-Koch-Institut (RKI) jetzt bei 64.817. Braunschweig hat rund 250.000 Einwohner. Somit hat sich bislang mehr als jeder vierte Braunschweiger infiziert. Innerhalb der letzten sieben Tage wurden 1603 Infektionsfälle in Braunschweig gemeldet. Die Dunkelziffer ist vermutlich höher.
  • 278 Menschen sind bislang an oder mit Corona in Braunschweig gestorben. Die Zahl der Patienten in den drei Krankenhäusern liegt aktuell bei 34, davon vier auf der Intensivstation. Inzwischen werden die meisten Patienten nicht wegen Corona eingewiesen, sondern es handelt sich um Menschen mit anderen Beschwerden, die jedoch auch mit dem Virus infiziert sind.
  • Achtung: Niedersachsen übermittelt am Wochenende keine Zahlen mehr ans RKI. Daher werden sonntags und montags keine aktuellen Inzidenzen ausgewiesen.

Die Impftermine für die nächsten Tage

In der Stadthalle werden alle Arten von Impfungen angeboten, auch für Kinder ab 5 Jahren. Achtung: Das Impfzentrum hat seine Öffnungszeiten erweitert und ist jeweils Montag bis Freitag jeweils von 8.30 bis 18.30 Uhr geöffnet. Impfungen sind mit und ohne Termin möglich. Mitzubringen sind ein Ausweisdokument und, wenn vorhanden, der Impfpass sowie möglichst auch die ausgefüllten und unterschriebenen Aufklärungs- und Einwilligungsbögen. Diese stehen auf www.braunschweig.de/mobiles-impfen zum Download bereit. Es stehen die Impfstoffe von BionTech, Moderna sowie Novavax zur Verfügung.

  • Die mobilen Impfteams sind hier zu finden (ohne Terminvereinbarung):
  • Samstag, 14. Mai, und Sonntag, 15. Mai, 9 bis 14 Uhr, Flohmarkt Harz & Heide-Gelände (nicht bei schlechtem Wetter)
  • Samstag, 14. Mai, 11 bis 14.30 Uhr, Eintracht-Stadion
  • Montag, 16. Mai bis Freitag, 20. Mai, jeweils von 10 bis 18 Uhr, Schlossplatz und E-Center Görge Rautheim
  • Dienstag, 17. Mai von 9 bis 16 Uhr, Donauknoten
  • Mittwoch, 18. Mai von 9 bis 18 Uhr, Hochschule für Bildende Künste, Pippelweg 77
  • Donnerstag, 19. Mai und Freitag, 20. Mai von 10.30 bis 18.30 Uhr, IKEA Braunschweig, Hansestraße 27
  • An allen Tagen stehen die Impfstoffe von BionTech (ab 12 Jahren) sowie Moderna zur Verfügung.

Impfungen zu Hause

Als weiteren Service bietet das Impfzentrum jetzt auch Impfungen zu Hause an. Dieses Angebot richtet sich an Personen ab 60 Jahren bzw. mobilitätseingeschränkte Personen. Die Anmeldung und Terminvereinbarung ist möglich unter (0531) 470 8170 oder unter .

Wichtig: 175 Arztpraxen bieten nach Angaben der Kassenärztlichen Vereinigung in Braunschweig Impfungen an. Auch etliche Apotheken haben die Zulassung zum Impfen.

Alles Wichtige zum Impfen finden Sie auf der Internetseite der Stadt.

Beratung rund ums Impfen

Impfberatung per Telefon: Die Stadt bietet auch eine telefonische Beratungssprechstunde an. Jeweils dienstags und donnerstags zwischen 14 und 17 Uhr ist es unter (0531) 470 8844 möglich, direkt mit einem Arzt oder einer Ärztin zu sprechen.

Impfberatung per Mail: Unter der Mailadresse können Menschen alle Fragen stellen und Vorbehalte im Zusammenhang mit der Corona-Schutzimpfung äußern. Ein Arzt oder eine Ärztin befasst sich damit.

Das sind die aktuellen Regeln

Nach den engen Vorgaben des Infektionsschutzgesetzes sind nur noch sehr begrenzte Test- und Maskenpflichten möglich.

Maskenpflicht: Eine offiziell vorgegebene Pflicht zum Tragen einer medizinischen Maske besteht nur noch in Arztpraxen und vergleichbaren Einrichtungen, in Kranken- und Pflegeeinrichtungen und sonstigen Heimen. Das gleiche gilt für Obdachlosenunterkünfte, Flüchtlingsunterkünfte und Justizvollzugsanstalten. Eine Maske muss zudem auch weiterhin im ÖPNV getragen werden.

In allen anderen Bereichen entfällt die staatlich vorgegebene Maskenpflicht, beispielsweise im Einzelhandel oder in Gaststätten. Und es gibt im Infektionsschutzgesetz und in der Niedersächsischen Corona-Verordnung keine 2G- oder 3G-Zugangsbeschränkungen mehr und auch keine Personenobergrenzen.

Testpflicht: Vor dem Betreten von Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen, Asylbewerberheimen und Justizvollzugsanstalten muss auch zukünftig ein negativer Test vorgelegt werden.

NEU: Ab 2. Mai ist für den Kita- oder Schulbesuch kein negativer Test mehr notwendig. Wer sich testen möchte, erhält dafür im Mai drei Testkits pro Woche.

Das empfiehlt die Landesregierung

Die Landesregierung appelliert an die Eigenverantwortung. Die neue Corona-Verordnung enthält deswegen allgemeine Verhaltensempfehlungen:

Maske in geschlossenen Räumen von Einrichtungen und Anlagen mit Publikumsverkehr und an Orten mit hohem Personenaufkommen

Abstand von mindestens 1,5 Metern zu anderen Personen

Hygienemaßnahmen zum Schutz vor Infektionen und Belüftung insbesondere geschlossener Räume, in denen sich mehrere Menschen aufhalten

Ausblick zu den Quarantäneregeln ab 1. Mai

Corona-Infizierte müssen sich weiterhin in Isolation begeben – für mindestens fünf Tage geben. Für Kontaktpersonen von Infizierten gelte die „dringende Empfehlung“, selbstständig Kontakte zu reduzieren, hieß es – vor allem mit Menschen, die Risikogruppen für schwere Corona-Verläufe angehören. Sie sollten zudem täglich Selbsttests machen.

Bisher dauern die Absonderungen in der Regel zehn Tage und können mit einem negativen Test nach sieben Tagen vorab beendet werden. Hintergrund der Lockerungen ist die aktuelle Omikron-Welle mit vielen, aber meist eher leichter verlaufenden Infektionen. Damit sollen nun auch massenhafte Personalausfälle bei hohen Infektionszahlen vermieden werden.

Das Schaubild zeigt die aktuell geltenden Regeln zur Quarantäne.

Aktuelle Nachrichten aus Braunschweig

Pflege und Medizin: 475 Ungeimpfte in Braunschweig gemeldet. Die Impfpflicht in Einrichtungen gilt seit Mitte März. Gesundheitsamt setzt Fristen zur Nachimpfung. Im Extremfall droht befristetes Tätigkeitsverbot.

So kommt die Testpflicht in Braunschweigs Kitas an: Seit einiger Zeit müssen Kita-Kinder auf Corona getestet werden. Wie entwickeln sich die Infektionszahlen?

Braunschweiger Klinikum: Zunehmend milde Verläufe. Personalausfälle mehren sich, die Belastung in den Krankenhäusern bleibt trotzdem hoch. HEH senkt Zahl planbarer Eingriffe um zehn Prozent.

Wer erhält einen kostenlosen PCR-Test?

PCR-Tests werden nur noch gemacht, wenn ein positiver Schnelltest von einer Teststelle vorliegt. Die rote Warnmeldung auf der App reicht nicht mehr für einen kostenlosen PCR-Test. Für das Freitesten, also das vorzeitige Beenden einer Isolierung beziehungsweise Quarantäne, reicht ein überwachter Antigen-Schnelltest von einer Teststelle aus.

Bei Labor-Auswertungen kommen PCR-Tests von Risikopatienten und Menschen in Einrichtungen wie Pflegeheimen, Praxen, Kliniken und Rettungsdiensten vorrangig zum Zuge. Auch sie müssen aber einen positiven Antigen-Schnelltest haben.

WICHTIG: Wer nach einem positiven Schnelltest keine Symptome hat, wird gebeten, den PCR-Test nicht in einer Arztpraxis machen zu lassen, sondern bei einer der 19 Teststellen, die ebenfalls kostenlose PCR-Tests anbieten.

Wer gilt als genesen?

Als vollständig genesen gelten alle, die eine Corona-Infektion überstanden haben und dies mit einem positiven PCR-Labortest nachweisen können, der mindestens 28 Tage und höchstens 90 Tage (drei Monate) alt ist.

Genesene können sich bereits vier Wochen nach einer überstandenen Corona-Infektion gegen das Corona-Virus impfen lassen. Sie gelten dabei bereits mit nur einer Impfung als vollständig immunisiert und geschützt.

Wann springt die Corona-Warnapp auf Rot?

Grundsätzlich gilt: Die Berechnung des Infektionsrisikos basiert auf der Dauer der Begegnung mit einer (später positiv getesteten) Person, dem Abstand bei dieser Begegnung, der Zeit, die seit der Begegnung vergangen ist, und der Infektiosität (abhängig davon, wann und ob die Symptome eingesetzt haben). Überschreitet der daraus ermittelte Risikowert den vom Robert Koch-Institut vorgegebenen Schwellwert, erhalten die Benutzer eine Benachrichtigung über ein erhöhtes Infektionsrisiko.

Die Corona-Warnapp zeigt zum Beispiel ein „erhöhtes Risiko“ an, wenn man sich mindestens 9 Minuten oder länger im Umkreis bis zu fünf Metern bei einer Person aufgehalten hat, die jetzt mit Corona infiziert ist.

Außerdem springt die App auf „rot“, wenn man mindestens zwei Einzelkontakte zu einer infizierten Person hatte, in deren Nähe man sich bis zu fünf Minuten in einem Abstand von 5 bis 10 Metern aufgehalten hat.

Verdacht auf Corona – was tun?

Wer die unten aufgeführten Kriterien erfüllt, sollte seinen Hausarzt anrufen. Bitte NICHT in die Notaufnahmen der Kliniken gehen. Hörgeschädigte können eine Mail an buergertelefon@braunschweig.de schicken. Außerhalb der Hausarzt-Sprechzeiten: Ärztlicher Bereitschaftsdienst116117.

Die Testkriterien des Robert-Koch-Instituts:

- schwere respiratorische Symptome (bspw. durch akute Bronchitis oder Pneumonie, Atemnot oder Fieber)

- Störung des Geruchs- und Geschmackssinns

- Erkrankungssymptome und Kontakt mit einem bestätigten Covid-19-Fall

- Verschlechterung des klinischen Bildes nach anhaltenden akuten respiratorischen Symptomen (wie Husten, Schnupfen, Fieber)

- Akute respiratorische Symptome jeder Schwere insbesondere bei Zugehörigkeit zu Risikogruppe ODER Tätigkeit in Pflege, Arztpraxis, Krankenhaus ODER möglicher Exposition (z.B. Veranstaltungen mit unzureichender Einhaltung der AHA+L-Regeln) ODER Kontakt zu Personen mit akuter respiratorischer Erkrankung (im Haushalt oder Cluster ungeklärter Ursache UND 7-Tages-Inzidenz > 35/100.000) ODER erfolgtem Kontakt zu vielen Personen ODER weiterhin (prospektiv) engem Kontakt zu vielen Personen oder Risikopatienten.

Mehr zum Thema

Die aktuelle Corona-Verordnung des Landes sowie weitere Grafiken und ausführliche Informationen finden Sie auf der Internetseite des Landes.

Wichtige Corona-Regeln und Infos für die Region

Alle wichtigen Fragen und Antworten zu Corona in Niedersachsen gibt's hier . Welche Regeln zurzeit in Braunschweig gelten, erfahren Sie hier.

Die Corona-Lage in der Region

Unsere Redaktionen sammeln alle wichtigen lokalen Infos zum Coronavirus auf FAQ-Seiten, die stets aktualisiert werden. Online sind die Überblicke aus Braunschweig, aus Wolfsburg, aus Wolfenbüttel, aus Gifhorn, aus Salzgitter, aus Peine und Helmstedt sowie aus .

Hier finden Sie eine Übersicht über die Corona-Lage im gesamten Bundesland Niedersachsen.

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