Hillerser wollen die Oker wieder hübsch machen

Hillerse.  Der Arbeitskreis „Alte Schleuse“ plant die Neugestaltung rund um die Okerbrücke, die allerdings durch Hochwasser ins Stocken gerät.

Frank Jäger (rechts) und Heinrich Pahlmann möchten, dass die Oker in Hillerse wieder so aussieht, wie auf diesem Vorkriegs-Bild, das im Haus der Vereine hängt.

Frank Jäger (rechts) und Heinrich Pahlmann möchten, dass die Oker in Hillerse wieder so aussieht, wie auf diesem Vorkriegs-Bild, das im Haus der Vereine hängt.

Foto: Reiner Albring

Frank Jäger und Heinrich Pahlmann sprechen von „unserem Tor zum Westen“, das sie gerne wieder ansehnlich gestalten möchten. Vor gut zwei Jahren hatten zehn Hillerser deshalb den Arbeitskreis „Alte Schleuse“ gegründet – mit dem Ziel, die Entwicklung der westlichen Ortszufahrt rund um die Okerbrücke sowie die alte Schleuse unter den Hauptgesichtspunkten Sicherheit, Nachhaltigkeit und Ansehnlichkeit voran zu treiben.

Allerdings stocken derzeit die Bemühungen, denn die Abholzarbeiten einer Rethener Firma wurden vom Hochwasser unterbrochen. „Dann sind wir in die Brut- und Setzzeit gerutscht, so dass es erst im Oktober weitergeht“, erklärt Jäger, Sprecher des Arbeitskreises. Jahrzehntelang habe die Natur die Kontrolle über Bewuchs und Erscheinungsbild der Oker übernommen, auch der Fluss selber habe erhebliche Veränderungen an Flussbett und Ufern verursacht.

Neben der Optik – beim alljährlichen Müllsammeln während des Umwelttages sei die Oker laut Jäger ein „Hotspot“ – gehe es auch um die Sicherheit. So würde in der Sommerzeit der Zugang am südwestlichen Brückenanfang gern von zahlreichen Bootstourern zum Be- und Entladen ihrer Kanus genutzt. In der zweiten Phase nach den „Aufräumarbeiten“ schlägt daher der Arbeitskreis für 2021 vor, die Gemeindefläche auf der nord-östlichen Brückenseite so anzulegen, dass dort eine Fläche für ein sicheres Be- und Entladen der Boote sowie eine Rampe mit Zugang zum Fluss entsteht.

„Anschließend können wir uns in der dritten Phase bei der dorfseitig süd-östlich angeschwemmten Ufer-Fläche, ebenfalls Eigentum der Gemeinde, einen Naturlehrpfad, Rundweg und anders mehr vorstellen“, ergänzt Pahlmann, der in seiner Jugend gerne in der Oker badete und sich freut: „Seit kurzem kommt auch wieder die Dorfjugend wie in alten Zeiten zum Baden an den verbliebenen kleinen Strand vor der Schleuse.“

Für die bisherigen (unterbrochenen) Maßnahmen hatte der Arbeitskreis im Sport- und Kulturausschuss der Gemeinde einen Antrag über 12.000 Euro Förderung gestellt und bewilligt bekommen. Generell habe man sehr viel Wert darauf gelegt, dass alle Beteiligten mit im Boot seien, betonen Jäger und Pahlmann. So habe es diverse Ortstermine und Fachgespräche unter anderem mit dem Anglerportverein, den Jägern, der TU Braunschweig, dem Unterhaltungsverband sowie Vertretern der Gemeinde, der Unteren Naturschutzbehörde und Unteren Wasserbehörde gegeben. „Große Unterstützung haben wir auch von unserem Gemeindedirektor Ralf Heuer erhalten“, so Jäger. Die bisherigen Erfahrungen des Arbeitskreises stimmen die beiden Hillerser sehr zuversichtlich, „dass wir eine schöne neue Haustür bekommen und die Bevölkerung von diesem wunderschönen Platz auch bei ihrer Freizeitgestaltung was hat.“

Kommentar-Profil anlegen
*Pflichtfelder