Politik für Weiterplanung der Turnhalle in Parsau trotz Corona

Brome.  Die CDU riet angesichts der noch unklaren Steuereinnahmeverluste zu Zurückhaltung, doch die Mehrheit des Bromer Samtgemeinderates will weitermachen.

Der Samtgemeinderat Brome tagte coronabedingt in der Großturnhalle Rühen.

Der Samtgemeinderat Brome tagte coronabedingt in der Großturnhalle Rühen.

Foto: Daniela König

Wie soll mit der Planung für den Bau einer Einfeldhalle für die Parsauer Grundschüler weiterverfahren werden, wo sich die finanzielle Situation bei erwarteten Steuereinnahmeeinbußen durch Corona verschärfen wird?

Die Mitglieder des Samtgemeinderates Brome hatten da ganz unterschiedliche Meinungen. Während das Credo des Großteils „Weitermachen“ war, mahnte die CDU zur Zurückhaltung. Heino Meyer (CDU) signalisierte zwar, die Notwendigkeit der Turnhalle zu sehen. Die finanzielle Lage werde sich aber derart verändern, dass das Projekt zunächst auf Eis gelegt werden solle, bis aktuelle Erkenntnisse über die tatsächlichen Einnahmeausfälle der Samtgemeinde vorlägen. Erst wenn die Verwaltung Klarheit habe über die Finanzen, soll das Projekt „bei Zeiten wieder angeschoben werden“, riet Meyer. Gerhard Borchert schloss sich an: „Ich wünschte, wir hätten das Geld.“

Karl-Peter Ludwig (SPD) sah das anders und erinnerte daran, dass die Parsauer schon seit 26 Jahren mit dem Bau einer Turnhalle vertröstet würden. Er appellierte daher, die Planungskosten in Höhe von 70.000 Euro noch in diesem Jahr einzustellen und alle Unterlagen soweit zu erarbeiten, dass ein Bauantrag gestellt werden könne. Fraktionskollege Fred Marhenke hob hervor, dass die Gemeinde immerhin 500.000 Euro des 2-Millionen-Euro-Vorhabens selbst in die Hand nehmen wolle und gab zu bedenken, dass der Transport der Schüler nach Rühen, wo die Kinder auf die Großturnhalle zum Schulsport ausweichen, jährlich fast 30.000 Euro verschlinge. „Wenn wir nichts machen, wird die Turnhalle entweder teurer oder gar nichts.“ Auch Peter Albrecht (SPD) betonte, er halte es „für grob fahrlässig, wenn wir gar nichts machen. Wir sollten die Baureife vorantreiben.“ FWG und Grüne pflichteten dieser Meinung bei.

Samtgemeinde stehen andere kostspielige Projekte bevor

Samtgemeindebürgermeisterin Manuela Peckmann erinnerte daran, welche Bauvorhaben in der Prioritätenliste die Samtgemeinde noch vor der Brust hat. Allein in den Schulstandort Rühen werden 20 Millionen Euro investiert. Gegen Stimmen der CDU votierte die Mehrheit dafür, die Planungskosten für dieses Jahr einzustellen.

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