Gifhorn bekommt fünf neue Ladestationen für E-Autos

Gifhorn.  Drei neue ersetzen die am Parkplatz Torstraße. Ein Schnellader an B4/B188 ist in Planung.

Elektriker verlegten schon die Leitungen für die neuen Ladestationen am Parkplatz Torstraße.

Elektriker verlegten schon die Leitungen für die neuen Ladestationen am Parkplatz Torstraße.

Foto: Reiner Silberstein

In Sachen Ladeinfrastruktur für Elektroautos hängt Gifhorn relativ zu anderen Städten noch hinterher. Doch die Stadtwerke Gifhorn arbeiten daran, dass die Stadt aufholt. Derzeit entstehen im Stadtgebiet fünf neue Ladestationen mit bis zu 22 Kilowatt Leistung. Für eine Schnellladesäule ist ein Förderantrag gestellt.

Die Ladestation am Parkplatz Torstraße in Gifhorn war bisher die erste Anlaufstelle für alle E-Fahrer, die citynah eine Portion Energie brauchen. Demnächst wird sie entfernt, wie Stadtwerke-Geschäftsführer Rainer Trotzek auf Anfrage verkündet. Denn: „Das Gerät ist nicht eichkonform“ – das Gesetz verlangt aber kilowattstundengenaue Abrechnung. Somit habe die Station keine Zukunft. Ihr muss jedoch nicht nachgetrauert werden, denn stattdessen werden daneben drei neue Lader aufgestellt: wieder mit jeweils zwei Wechselstrom-Ladepunkten (AC) à 22 kw. Elektriker verlegten vergangene Woche bereits die nötigten Leitungen und installierten einen Anschlusskasten. Das Unternehmen Innogy liefert die Geräte und die Abrechnungs-Software, die Stadtwerke sind Besitzer und Betreiber, die Stadt gibt einen Investitionszuschuss. „Wir regeln die Abrechnung und die Stationen sind mit Stadtwerke gebrandet“, so Trotzek.

Das Gratisladen für E-Autos hat ein Ende

Ab Mitte Juli sollen die Lader in Betrieb genommen werden. Mit dem Wechsel der Hardware erfolge für die Kunden auch ein Wechsel in der Freischaltung und Abrechnung. Der Ladestart erfolgt dann per Smartphone-App von Innogy, ganz unabhängig davon, ob die Nutzer Kunden der Stadtwerke sind oder nicht. „Der Förderantrag verlangt, dass die Ladesäulen für alle diskriminierungsfrei rund um die Uhr zur Verfügung stehen. Wir wollten aber auch keine Insellösung mehr, denn an den vielen verschiedenen Ladekarten krankt ja die Ladeinfrastruktur. Die bisherigen RFID-Chipkarten verlieren ihre Gültigkeit, somit hat auch das Gratisladen für deren Inhaber ein Ende. Man habe den Start der Elektromobilität gern mit dem kostenlosen Strom gefördert, sagt Trotzek, aber: „Strom hat einen Wert, also muss er auch einen Preis haben.“ Welchen, das werde gerade noch einmal neu kalkuliert, was auch mit der Umstellung von 19 auf 16 Prozent Umsatzsteuer zusammenhänge. Fest steht aber: Aus den Steckern fließt ausschließlich grüner Naturstrom.

Zwei baugleiche Ladestationen sollen am Schillerplatz und an der Allerwelle installiert werden, sagt Trotzek. Somit gibt es dann rund um die Fußgängerzone verteilt Lademöglichkeiten.

Eine Schnellladestation an B4/B188 ist in Planung

Das soll aber nicht alles bleiben: Gestellt ist zudem ein erneuter Förderantrag für eine Schnellladestation in Gifhorn, ebenfalls in Kooperation mit Innogy. „Dafür war gerade Abgabeschluss.“ Zurzeit müssen Gifhorner immer noch nach Isenbüttel, Tappenbeck, Weyhausen und neuerdings Groß Schwülper fahren, wenn sie es mit dem Laden eilig haben. Als Standort sei der Bereich rund um die Kreuzung von B4 und B188 am besten geeignet, sagt der Geschäftsführer. Sprich: bei Hotel Isetal, Mühlenmuseum oder Helios Klinik.

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