Gifhorner Team und Helfer retten mehr als 10.000 Hühner

Vollbüttel.  Der Vollbütteler Verein Stark für Tiere arbeitet bundesweit mit Unterstützern zusammen – und gehört zu den Kandidaten für unseren Gemeinsam-Preis.

Jennifer Breit (rechts) und Çagla Canidar auf der Weide für gerettete Tiere bei Druffelbeck mit den Schwarzkopfschafen Mariechen, Mathilda und Maite, dem Texelmix Mulan, den  Tinker Pan und Freja und dem Shetlandpony Janosch. 

Jennifer Breit (rechts) und Çagla Canidar auf der Weide für gerettete Tiere bei Druffelbeck mit den Schwarzkopfschafen Mariechen, Mathilda und Maite, dem Texelmix Mulan, den Tinker Pan und Freja und dem Shetlandpony Janosch. 

Foto: Dirk Kühn

Kuhkuscheln – das ist der Publikumsrenner. Vor allem, wenn es so eine liebe Kuh wie Mia ist. Sie lebt zusammen mit Benjamin auf einer Weide bei Göttingen. Dass die beiden überhaupt noch leben und nicht den Weg aus der industriellen Mast zum Schlachthof gehen mussten, verdanken sie dem Verein Stark für Tiere, der in Vollbüttel, Kreis Gifhorn, zu Hause ist.

Jedes gerettete Tier hat einen Namen und eine Geschichte

Der Vereinsname ist Programm. Die Mitglieder und Unterstützer des Vereins machen sich stark für Tiere, sind mittlerweile im gesamten Bundesgebiet unterwegs, um Hühner oder Schafe oder Rinder und viele andere Tiere vor dem sicheren Tod zu retten. Beispielsweise Freija und Pan, zwei Tinker, die das Pferde-Leben auf einer Weide bei Vollbüttel genießen. Als acht Monate alte Fohlen standen sie bei einem Schlachter in Süddeutschland. „Er hat uns angerufen, wir sind losgefahren und haben sie abgeholt“ erzählt Jennifer Breit, Vorsitzende des Vereins.

In ihrem Garten tummeln sich um die 20 Hühner, mehr als ein Dutzend Meerschweinchen, Kaninchen und einige Enten. Sie haben alle einen Namen und alle eine Geschichte. Die einen konnten dem sicheren Tod aus einer Legebatterie entkommen, andere wurden aus einem verwahrlosten Haushalt gerettet. Die Grundschullehrerin liebt die Tiere und die Tiere lieben sie – vor allem, wenn sie Möhren mit
auf die Weide bringt. Dann lassen sich die sonst eher scheuen Freja und Pan gern aus der Reserve locken.

Vor zehn Tagen waren Breit und andere Tierretter unterwegs zu einem Hof, der Freilandhühner hält. 200 Hennen haben sie dort abgeholt. Denn so schön Freiland auch klingt, nach gut einem Jahr Eier legen, sind die Tage der Hennen auch dort gezählt. „Wir arbeiten mit Höfen in der Region aber auch in ganz Deutschland zusammen“, erzählt Breit.

Vor fünf Jahren gründete die Vollbüttelerin den Verein Stark für Tiere. Zunächst begann die Tierrettung im Kreis Gifhorn und der Region, doch schnell fanden sich bundesweit Unterstützer. Mittlerweile gibt es Helfer in Braunschweig, Peine, Göttingen, Berlin, Bamberg und anderen Städten. Sie haben es sich zur Aufgabe gemacht, Tiere, deren Leben bedroht ist, in Obhut zu nehmen, sie medizinisch zu versorgen und ihnen ein tiergerechtes neues Zuhause zu vermitteln. Mehr als 10.000 Hühner haben sie schon gerettet, haben die manchmal geschundenen Tiere aus Mastbetrieben oder Legebatterien getragen, sind zu Treffpunkten gefahren, wo die neuen Besitzer schon warteten – auch in Zeiten des Shut-Downs. „Tierschutz kennt kein Corona“, erzählt Çagla Canidar, Vorstandsmitglied im Verein. „Wir achten generell sehr auf Hygiene, tragen bei den Einsätzen Mundschutz, Handschuhe und Schutzanzüge.“

Über Crowdfunding werden Spenden für eine Winterunterkunft gesammelt

Natürlich nicht beim Kuhkuscheln. Für Benjamin und Mia, die im Dezember ein Kalb erwartet, benötigt der Verein dringend Unterstützung. Über Crowdfunding
werden Spenden für eine Winterunterkunft gesammelt. Damit das kleine Kalb es auch schön kuschelig hat...

Hier geht es zum aktuellen Spendenprojekt für Mia

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