Jeder 65. Gifhorner hatte schon Corona

Gifhorn  Der Landkreis Gifhorn bleibt weiterhin der Corona-Hotspot in Niedersachsen. Das Gesundheitsamt meldet vier weitere Todesopfer.

Das Helios-Klinikum in Gifhorn meldet eine Entspannung der Lage auf der Covid-19-Station.

Das Helios-Klinikum in Gifhorn meldet eine Entspannung der Lage auf der Covid-19-Station.

Foto: Reiner Silberstein

Der Landkreis Gifhorn bleibt weiterhin der Corona-Hotspot in Niedersachsen: Weiterhin als einzige Gebietseinheit im Land hat Gifhorn eine Sieben-Tage-Inzidenz von über 200 pro 100.000 Einwohner (228,3) – auch wenn sie am Dienstag um mehr als 30 Zähler gesunken ist. Die Lage am Helios-Klinikum entspannt sich zunehmend. Dennoch sind am Dienstag weitere vier Tote Covid-19-Patienten zu beklagen.

14 Neuinfektionen meldete das Gifhorner Gesundheitsamt am Dienstag – damit steigt der Gesamtwert aller seit Pandemiebeginn infizierten Gifhorner auf 2712. Das ist umgerechnet jeder 65. Einwohner des Landkreises.

Die Rate der an oder mit Corona Verstorbenen stieg am Dienstag auf 48. „Alle Personen gehören der Gruppe der älteren Mitbürgerinnen und Mitbürgern an“, teilt Pressesprecher Jan-Niklas Schildwächter mit. Seit März vergangenen Jahres hat der Kreis 10.687 Corona-Tests registriert (+89). Die Positivrate der Ergebnisse lag im Durchschnitt bei etwas mehr als 25 Prozent – in den vergangenen sieben Tagen allerdings bei 37 Prozent.

Derweil entspannt sich die Lage auf der Covid-19-Station des Helios-Klinikums seit Anfang vergangener Woche: Statt 65 infizierter Patienten liegen zurzeit noch 34 in den Betten, allerdings weiterhin etwa gleich viele unter Intensivbetreuung: 14.

Erste Impfcharge für Krankenhausmitarbeiter reich noch nicht

Das bestätigte Helios-Pressesprecherin Lisa Iffland auf Nachfrage unserer Zeitung: „Das liegt daran, dass wir einige Patienten über das Wochenende entlassen konnten, da sich ihr Krankheitsverlauf stabilisiert hat.“ Behandelt würden nach wie vor überwiegend ältere Patienten – in dieser Hinsicht sei keine Änderung zu erkennen. Aber: „Die niedrigere Auslastung entspannt auch die personellen Kapazitäten etwas.

Positiv wird ebenfalls der Impfstart unserer Mitarbeiter angenommen.“ Die erste Charge von 105 Impfdosen reiche aber noch lange nicht aus – das Unternehmen hat laut eigener Internetseite 850 Mitarbeiter. "Ein Nachschub an Impfdosen ist beantragt. Wann diese geliefert werden, ist jedoch noch unklar. Aus neusten Evaluierungen ergab sich eine Impfbereitschaft von mehr als 70 Prozent unserer Mitarbeiter."

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