Wo sollen Schwülpers Grundschüler künftig Sport treiben?

Meine.  Der Schulausschuss der Samtgemeinde Papenteich beriet über den künftigen Sportunterricht der Grundschüler.

Der besonders große Schulhof ist eine der größten Stärken der Grundschule Schwülper.

Der besonders große Schulhof ist eine der größten Stärken der Grundschule Schwülper.

Foto: Maximilian Wiescher

Wo sollen sich Schwülpers Grundschüler künftig im Schnellauf und Weitsprung messen? Diese Frage erhitzte die Gemüter im jüngsten Schulausschuss der Samtgemeinde Papenteich am Dienstagabend. Denn der Pachtvertrag der Gemeinde für den nahe gelegenen alten Sportplatz in Groß Schwülper läuft bald aus – die Privateigentümerin möchten ihn gern zu Bauland machen.

Alternativen gab es zunächst zwei: Entweder könnten die Schüler auf das Geländer Oberschule ausweichen oder die Samtgemeinde könnte direkt an der Schule eine neue Laufbahn und eine Sprunggrube bauen – für mehr als 50.000 Euro.

„Das ist ja wie an einer Dorfschule“

„Das an der Schule gefällt mir nicht“, sagte Ingrid Richter (CDU), „das ist ja wie an einer Dorfschule.“ Dort habe man nachher „für viel Geld viel Ärger“, allein wegen der Lärmbelästigung . „Und für mich ist es ein No-Go, dass die Schüler zur OBS laufen sollen“, warf Barbara Klausmeyer (SPD) ein, „allein der Weg ist ein Kilometer lang – statt 250 Meter. Kann man den alten Platz nicht aufkaufen ?“ Auch der Konrektor Peter Vogt würde „lieber den alten Platz weiternutzen“.

Genau das oder zumindest die weitere Pacht eines Teilstücks habe die Gemeinde vorgeschlagen, erinnerte sich Uwe-Peter Lestin (SPD) und griff die Bürgermeisterin Ines Kielhorn scharf an: „Ich bekam damals keine Antwort. Man müsste sich schnellstens darum bemühen.“ Die Verwaltungschefin war sich dagegen sicher: „Meine Information war, dass das Gelände nicht mehr zur Verfügung steht.“ Lestin bezweifelte das vehement. So oder so: Der Ausschuss empfahl einstimmig, das Gelände für 9300 Euro ein weiteres Jahr zu pachten und die Zeit zu nutzen, „alle Möglichkeiten auszuloten“.

Landkreis und Vereine sollen mit an den Verhandlungstisch

Zur Sanierung des Schulsportplatzes in Meine wiederholte Telse Dirksmeyer-Vielhauer (CDU) den SPD-CDU-Grüne-Antrag aus dem Bauausschuss: „Da partizipieren drei Institutionen: Grundschule, Gymnasium und der Breitensport. Uns ist wichtig, alle drei an einen Tisch zu bringen ... und sich über die Kosten zu einigen.“ Den von Hermann Schölkmann (WGP) ins Spiel gebrachten Sachverständigen lehnte das Gremium trotz sonstiger Einmütigkeit jedoch ab – aus Zeitgründen.

Wolfgang Stindl (Grüne) hatte eingangs noch wegen der unsicheren Haushaltslage gemahnt, dass jede Ausgabe – auch für Schulen – wohl eine bisher unnötige Kreditaufnahme nach sich ziehe. Trotzdem passierten fast alle Investionsvorschläge den Schulausschuss einstimmig: Eine Nestschaukel an der Grundschule Adenbüttel für 7500 Euro, der Umbau des Speiseraums in Vordorf (5000), die Umgestaltung des Pausenhofs in Schwülper (10.000), 8700 Euro für Software, 42.000 für Schulmöbel, 6800 für Hygienemaßnahmen, 5000 für Lehrerarbeitsstationen in der OBS, 9000 für das dortige W-Lan und 13.000 Euro für Kopien.

Oberschule soll bis zu 90 Schüler aufnehmen dürfen

Ebenfalls einmütig war die Abstimmung zum Vorschlag der Verwaltung, an der Oberschule künftig 90 statt 85 Schüler pro Jahrgang zuzulassen. Jüngst sei ein Rückgang an auswärtigen Schülern und Rückläufern aus Gymnasien zu verzeichnen gewesen, erklärte Schulamtsleiter Frank Jung. So wolle man das gymnasiale Angebot aufrechterhalten. Und zu wenig Platz, das gebe es nicht.

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