Helmstedt wird im Mai 2019 Ort der Europa-Aufführung

Helmstedt.  Etwa 20 Schüler und Schülerinnen aus Lyon, Mailand, Ermelo und Helmstedt trafen sich jetzt in Lyon zu einem europäischen Theaterprojekt.

Die Teilnehmer am Treffen in Lyon.     

Die Teilnehmer am Treffen in Lyon.     

Foto: privat

Organisiert wurde das Treffen von der französischen Schule Lycée Professionnel Sermenaz. Bei dem Treffen erarbeiteten die Schüler/innen unter Anleitung eines Schauspielers eine Reihe von szenischen Darstellungen, die zum Schluss zu einer Theatervorstellung verknüpft wurden. Diese Vorstellung, die am letzten Abend des Treffens in englischer Sprache vor Publikum aufgeführt wurde, ist laut Mitteilung des teilnehmenden Helmstedter Gymnasiums am Bötschenberg (GaBö) ein Erfolg gewesen.

An dem Treffen in Lyon nahmen fünf Mädchen und zwei Jungen aus dem 11. Jahrgang des GaBö teil. Den sieben Schülerinnen und Schülern aus Helmstedt machte die gemeinsame Arbeit sehr viel Spaß und sie berichteten, dass man gerade durch den Kontakt mit anderen Kulturen viele Anregungen erhalte und für sich selbst wichtige Entwicklungsschritte machen könne.

Das Projekt, an dem verschiedene Schülergruppen beteiligt sind, trägt den Titel „Stolz Europäer zu sein!“. Es ist eine gemeinsame strategische Partnerschaft, die im Rahmen von „Erasmus plus“ stattfindet, einem Programm, das von der Europäischen Union gefördert wird. Während der zweijährigen Projektdauer beschäftigen sich Schüler und Lehrer der beteiligten Schulen bei vier Treffen, die an den verschiedenen Schulstandorten stattfinden, mit vier Leitfragen zur europäischen Identität.

Bei dem Treffen in Lyon ging es laut Mitteilung schwerpunktmäßig um die Erfassung der gemeinsamen europäischen Werte und des europäischen kulturellen Erbes. Die Workshops zu den einzelnen Leitfragen würden stets in eine szenische Interpretation münden.

„Die Sensibilisierung der Schüler für die Herausforderungen der europäischen Identität erfolgt bei diesem Projekt nicht durch Aufsätze oder andere schriftliche Aufgaben, sondern durch kreative Formen des darstellenden Spiels und des Theaters“, teilt das GaBö mit. „Dabei lernen die Schülerinnen und Schüler neben den unterschiedlichen kulturellen Facetten bei jedem Treffen auch neue Techniken und Methoden des Theaterspielens kennen.“

Den Abschluss bildet im Mai 2019 ein gemeinsames Theaterfestival mit einer multinationalen Aufführung im Juleum in Helmstedt. Zu dieser Aufführung mit dem Leitthema Eurotopia, die unter der Schirmherrschaft von Landrat Gerhard Radeck steht, wird jedes Partnerland einen szenischen oder filmischen Beitrag zur gemeinsamen europäischen Zukunft beisteuern. Hauptaufgabe des Projektes, das unter Federführung des GaBö als koordinierende Schule durchgeführt wird, ist es nach Auskunft der zuständigen Lehrerkräfte Anne-Marie Herlt, David Perner und Thomas Müssiger, die Schüler nicht nur mit anderen europäischen Identitäten und Kulturen bekannt zu machen, sondern auch ihr gemeinsames kulturelles Erbe zu erfassen. Darüber hinaus würden sich durch das Projekt die Sprachkompetenzen, die rhetorischen Fähigkeiten und das Selbstbewusstsein der Schüler und Schülerinnen verbessern. Und ganz nebenbei werde auch noch der Spaß am Theaterspielen vermittelt.

Für dieses Projekt hat das GaBö den Label Award EYCH (Europäisches Jahr des Kulturerbes 2018) der Europäischen Kommission erhalten.

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