Wilde Müllkippen ein Problem in Königslutter

Königslutter.  An bestimmten Punkten in Königslutter wird immer wieder illegal Müll abgeladen. Die beiden Bürgermeister suchen nach Lösungen für das Problem.

Königslutter und das Müll-Problem. Regelmäßig entsorgen Unbekannte ihren Hausmüll an öffentlichen Containern und Eimern, wie hier auf dem Parkplatz des E-Centers.

Königslutter und das Müll-Problem. Regelmäßig entsorgen Unbekannte ihren Hausmüll an öffentlichen Containern und Eimern, wie hier auf dem Parkplatz des E-Centers.

Foto: Privat

Wohlwollend könnte man die illegalen Müllhaufen einfach als unschön bezeichnen. Doch sowohl für Königslutters Bürgermeister Alexander Hoppe als auch für Ortsbürgermeister Kurt Bötel sind sie mehr als nur ein Ärgernis im Stadtbild. Sie ziehen eine Menge Arbeit nach sich und gehen auf Kosten der Allgemeinheit.

Unsere Zeitung wurde auf einen neuralgischen Punkt aufmerksam gemacht, an dem offenbar immer wieder entsorgt wird, was zu Hause überflüssig geworden ist. An den Altkleider- und Altglas-Containern auf dem Parkplatz des E-Centers waren zu dem Zeitpunkt volle Plastiktüten, Dosen, Gläser und sogar ein Abfallbehälter zu finden.

Zeugen für solche wilden Ablagerungen gibt es nur selten, weshalb es schwierig sei, jemanden dafür zu belangen, sagen die beiden Bürgermeister. Nichtsdestotrotz wollen sie sich nicht mit der Situation abfinden. „Zunächst muss ich sagen, dass ich es in der Tat bemerkenswert finde, dass einzelne Mitbürger so ihren Hausmüll entsorgen“, stellte Alexander Hoppe fest, als wir ihn auf die Problematik ansprechen.

Es sei ein Thema in der Kernstadt, machte er weiter deutlich, zu dem er aktuell mit Kurt Bötel nach Lösungsmöglichkeiten suche. Denn Bötel habe noch ein anderes Phänomen festgestellt: In und an bestimmten öffentlichen Mülleimern wird regelmäßig Hausmüll entsorgt. Verstärkt seit etwa einem viertel Jahr. „Da ist alles zu finden, von Windeln, über gefüllten Säcken bis hin zu Gartenmöbeln“, zählt er auf.

Viele Fälle habe er dokumentiert und fotografiert. In einem Fall habe tatsächlich jemandem das illegale Müllabladen wegen einer darin enthaltenen Adresse nachgewiesen werden können. „Da hat jemand vom Stadtrand seinen Müll bewusst ins Zentrum gefahren, das muss man sich mal vorstellen.“

Kurt Bötel könne es kaum glauben. Auch deshalb, weil dies auf Kosten der Allgemeinheit gehe, schließlich zahlen alle dafür. Der Bauhof fahre überall hin und entsorgt den Unrat. Zumindest, wenn es sich um einen öffentlichen Bereich handelt. Handelt es sich um Privatgelände oder -besitz, erläutert Alexander Hoppe, dann ist der jeweilige Eigentümer in der Verantwortung. So wie an den Containern am E-Center. Sie würden vom Ordnungsamt aufmerksam gemacht und hätten einen gewissen Zeitraum, um zu reagieren.

Wie sie überhaupt auf diese wilden Müllkippen reagieren können, wissen die beiden Bürgermeister auch noch nicht so richtig. „Wir sind noch am Anfang unserer Überlegungen“, sagen beide übereinstimmend. Hoppe appelliert zunächst an die Vernunft der Müllablader, dies zu unterlassen. Und dann an mögliche Zeugen, ihre Beobachtungen beim Ordnungsamt zu melden. Denn: „Was wirkt ist, wenn frisch Ertappte Bußgeld zahlen müssen.“

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