Erweiterungsbau an Danndorfer Grundschule bereitet Probleme

Danndorf.  Die Arbeiten am Anbau für die Grundschule Danndorf sind fast ein Jahr in Verzug. Damit befasste sich der Schulausschuss der Samtgemeinde Velpke.

Der Anbau für die Grundschule in Danndorf macht der Verwaltung im Rathaus Velpke große Probleme. Der Bau ist ein Jahr in Verzug.

Der Anbau für die Grundschule in Danndorf macht der Verwaltung im Rathaus Velpke große Probleme. Der Bau ist ein Jahr in Verzug.

Foto: Erik Beyen

Auf der Baustelle des Schulanbaus in Danndorf läuft es nicht rund. Das zeigt der Verzug um beinahe ein Jahr. Nun hat sich der Schulausschuss der Samtgemeinde Velpke den Anbau vor seiner Sitzung am Dienstagabend angesehen. Der Lokaltermin fand unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Seine Eindrücke wertete das Gremium im öffentlichen Teil der Sitzung aus. Mit den politischen Vertretern sprachen wir am Telefon.

Schulleitung und Elternvertretung: Einschränkungen kaum weiter tragbar

Bauarbeiten bringen Einschränkungen. Doch diese seien kaum weiter tragbar. So lautete demnach das Fazit der Schulleitung und Elternvertretung im Rahmen der Auswertung zum Lokaltermin. Die Mensa etwa ist ein Klassenraum, weil ein anderer nicht genutzt werden kann. Kinder gehen über den Schulhof zur Toilette und bekommen ihr Essen verpackt ins Klassenzimmer geliefert. Die Nutzung der Mensa wäre unter Corona-Bedingungen wohl nicht möglich. Darauf wies Thorsten Tölg (WGD) am Telefon hin, aber: „Wenn der Bau nun im Zeitplan bleibt, wovon ich ausgehe, könnte sich räumlich Entspannung einstellen“, sagte er. Er hoffe auf diesen Zeitplan: Richtfest im Herbst, Gebäude dicht im Winter.

In den Raum gestellt wurde eine Containerlösung. „Angeblich gibt es aktuell keine Container am Markt“, gab der Ausschussvorsitzende Thorsten Fricke (SPD) die Aussage der Verwaltung dazu wieder. Immerhin: Dort wolle man die Sache erneut prüfen.

Probleme beim Danndorfer Schul-Anbau traten schon früh ein

Die Probleme im Zuge des Anbaus traten schon früh ein: Auf Ausschreibungen etwa bekam man für verschiedene Gewerke gar keine Angebote. Ursprünglich hatten die Planer den Anbau zudem auf eine vorhandene alte Bodenplatte setzen wollen, doch die hätte das Bauwerk statisch nicht getragen. Also musste mit Keller gebaut werden. Auch das sorgte für Verzögerungen.

Und es kommt noch dicker: Regen hatte den bestehenden Keller der Schule unter Wasser gesetzt. Der Grund dafür war wohl der Kelleranbau. Die Folge: Gelagerte Akten, Mobiliar und die Schulbibliothek wurden nass und schimmelten. „Ich habe zu Protokoll gegeben, die Möglichkeit zu prüfen, die verantwortliche Firma in Regress nehmen zu können“, erklärte Thorsten Fricke. Ebenso bleibe zu klären, ob in den Ausschreibungen Fristen für die Umsetzung bestimmter Leistungen gesetzt sind. „Wir sind ein Jahr im Verzug. Vor diesem Hintergrund ist das wichtig“, so Fricke.

Grüne: „Fast ein Jahr Verzögerung ist schon heftig“

Barbara Hansmann (Grüne), erklärte: „Wir sehen schon Zeitverzögerungen durch Corona. Allerdings will ich vorsichtig sein, weil wir noch auf Fakten von der Verwaltung warten. Von dort bekamen wir immer wieder den Hinweis auf Probleme, aber fast ein Jahr Verzögerung ist schon heftig.“

Die stellvertretende Ausschussvorsitzende Petra Wiedemann (CDU) konnten wir nicht für eine Stellungnahme erreichen.

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