Helmstedter Grüne hoffen auf den Bsirske-Effekt

Helmstedt.  Die Grünen im Kreis Helmstedt blicken optimistisch auf die Bundestagswahl 2021. Im Wahlkreis 51 ist Frank Bsirske ihr prominenter Kandidat.

Die Grünen wählten Frank Bsirske (Mitte) am 31. Oktober zum Bundestagskandidaten für 2021 im Wahlkreis 51.

Die Grünen wählten Frank Bsirske (Mitte) am 31. Oktober zum Bundestagskandidaten für 2021 im Wahlkreis 51.

Foto: Privat

Der frühere Chef der Gewerkschaft Verdi, in Helmstedt geboren und in Wolfsburg aufgewachsen, könnte über die Landesliste den Einzug in den nächsten Bundestag schaffen, meinen Rebekka Spanuth und Volker Möll, die den geschäftsführenden Kreisvorstand der Grünen bilden. „Das wären völlig neue Perspektiven für uns“, räumt Möll im Gespräch mit unserer Zeitung ein.

„Bis Platz 6 hat die Liste gezogen“

„Die Landesliste soll im März aufgestellt werden“, berichtet Spanuth. Die ungeraden Plätze seien für Frauen reserviert. De 32-Jährige aus Lehre traut Bsirske zu, auf Platz sechs der Liste zu kommen. „Bis Platz 6 hat die Liste bei der letzten Wahl gezogen“, ergänzt Möll. „Und damals lagen die Umfrage- und Abstimmungsergebnisse für die Grünen nicht so hoch, wie das aktuell der Fall ist.“

Möll versuchte es 2013 und 2017 selbst mit einer Direktkandidatur für die Grünen im Wahlkreis 51 (Wolfsburg, Helmstedt, Boldecker Land und Brome). Über 5,1 Prozent der Erststimmen im Jahr 2013 kam er nicht hinaus und die Grünen holten bei den Zweitstimmen auch nicht mehr als 6,8 Prozent (2013), im Jahr 2017 sind es nur 5,9 Prozent gewesen. Das lag jeweils unter dem Landesdurchschnitt.

„Schwäche endlich überwinden“

Erfolgsverwöhnt sind die Grünen im Wahlkreis 51 zuletzt also nicht gewesen. Um so verständlicher, dass sich Spanuth und Möll bezüglich der Kandidatur des 68-jährigen Bsirske einiges ausrechnen. „Die Schwäche der Grünen im Wahlkreis Helmstedt-Wolfsburg können wir hoffentlich endlich überwinden“, beschreibt Möll den erhofften Bsirske-Effekt.

„Wir haben die Zusage von Frank Bsirske, dass er im Wahlkampf auch im Kreis Helmstedt präsent sein wird und nicht etwa nur in Wolfsburg“, erläutert Spanuth. Natürlich sei Wolfsburg als gewerkschaftlich stark geprägter Standort ein wichtiges Pflaster für den früheren Verdi-Boss. Mit einer Zwei­drit­tel­mehr­heit ist Bsirske am 31. Oktober im Congress-Park in Wolfsburg zum Direktkandidaten von Bündnis90/Die Grünen gekürt worden.

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