Im Zentrum Königslutters leuchtet es jetzt stimmungsvoll

Königslutter.  Still und leise wurden die Weihnachtslichter in der Innenstadt angeschaltet. Auch der Weihnachtsbaum steht schon.

Die Weihnachtsbeleuchtung in Königslutter hängt. Damit das so bleiben kann, rufen (von links): Frank Kolbe, Peter Krajewski, Gisela Scharping und Ortsbürgermeister Kurt Bötel zu Spenden auf.

Die Weihnachtsbeleuchtung in Königslutter hängt. Damit das so bleiben kann, rufen (von links): Frank Kolbe, Peter Krajewski, Gisela Scharping und Ortsbürgermeister Kurt Bötel zu Spenden auf.

Foto: Hans-Jürgen Trommler / regios24

Festlich erleuchtet und geschmückt zeigt sich die Innenstadt Königslutters . Am Dienstag wurde die Weihnachtsbeleuchtung eingeschaltet – ganz leise und im kleinsten Kreis und nicht wie in den vergangenen Jahren üblich, mit einem geselligen Startschuss und anschließendem Beisammensein bei Glühwein.

„Da kommen sonst immer so 100 Freunde und Förderer zusammen, das konnten wir in diesem Jahr natürlich nicht machen“, erläuterte Frank Kolbe von der Interessensgemeinschaft Weihnachtsbeleuchtung , der auch Gisela Scharping angehört. In der aktuellen Pandemie-Lage wäre das undenkbar gewesen. Dennoch solle ein Zeichen gesetzt und adventliche Stimmung verbreitet werden.

Weihnachtsbaum gespendet

Zum einen mit der Beleuchtung, aber auch mit dem Weihnachtsbaum , der ebenfalls schon auf dem Marktplatz steht. Der ist wie immer eine private Spende , in diesem Jahr von Marco Faber , berichtete Königslutters Ortsbürgermeister Kurt Bötel . Mitarbeiter des städtischen Baubetriebshofes hatten ihn gefällt und zusammen mit einer Dachdeckerfirma auf dem Marktplatz aufgestellt.

Jetzt werde er noch geschmückt und beleuchtet. „Wir sind froh, dass wir den Baum mit allen Sicherheitsvorkehrungen hinstellen konnten. Aber das wollten wir uns nicht nehmen lassen, denn es soll in diesen Zeiten ein kleines, aber stetiges Zeichen sein “, machte Bötel deutlich. Eben genau wie die Weihnachtsbeleuchtung.

Nicht alle wollen die Beleuchtung

Diese sei mittlerweile komplett, berichtete Frank Kolbe, auch mit den Herrnhuter Sternen . „Über allen Eingängen in Richtung Markt hängt jetzt einer.“ In den Girlanden wurde lediglich noch Grün ergänzt oder ausgetauscht, wo notwendig. Aufgehängt und installiert wurde die Beleuchtung wieder von Peter Krajewski und seinem Elektro-Geschäft. Dabei musste auch einiges beachtet werden, wie Kolbe erzählt.

„Es gibt Anwohner, die möchten nicht, dass wir die Ketten an ihren Häusern installieren , da müssen wir dann gucken, wie wir es machen“, sagte er. Dies sei allerdings nur ein kleiner Wermutstropfen, die positiven Erlebnisse überwogen. Beispielsweise die Spenden- und Unterstützungsbereitschaft .

Viele Paten und Spenden

Um die Weihnachtsbeleuchtung zu retten, hatte die Interessengemeinschaft Patenschaften ins Leben gerufen. Mit einem jährlichen Betrag von 10, 20 oder 50 Euro leisten die Unterstützer einen Beitrag, damit die Beleuchtung finanzierbar bleibt . Im vergangenen Jahr habe es 88 Patenschaften gegeben, informierte Kolbe. Für dieses Jahr werde die Abrechnung erst noch gemacht.

Die Formulare für eine Patenschaft gibt es in dessen Buchhandlung. Dort hätten Königslutteraner auch schon persönlich Spenden für die Weihnachtslichter abgegeben. „Das hat mich besonders gefreut. Die größte Spende waren 100 Euro verbunden mit einer Patenschaft“, stellte Frank Kolbe heraus.

Sparschweine in den Geschäften

Als weiteres Standbein werde die Interessengemeinschaft auch wieder die roten Sparschweine in Geschäften aufstellen, in die ebenfalls gespendet werden kann. Die breite Unterstützung jedenfalls zeige, dass die Beleuchtung den Einwohnern am Herzen liege.

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