Rettungswache Schöningen: Mögliche Fertigstellung Frühjahr 2022

Der Landkreis Helmstedt will in diesem Jahr mit dem Bau der Rettungswache im Schöninger Gewerbegebiet „Vor dem Kloster“ beginnen.

Die neue Schöninger Rettungswache soll im Gewerbegebiet „Vor dem Kloster“ unterhalb des Autohauses gebaut werden.

Die neue Schöninger Rettungswache soll im Gewerbegebiet „Vor dem Kloster“ unterhalb des Autohauses gebaut werden.

Foto: Markus Brich

Drei Jahre schon wartet Schöningen auf den Neubau einer Rettungswache durch den Landkreis Helmstedt. Sie soll im Gewerbegebiet „Vor dem Kloster“ an der Straße Am Galgenberg entstehen. Mehrfach verzögerte sich der ursprünglich schon für 2018 avisierte Baubeginn. Nun ist Burghard Täger, Leiter des Geschäftsbereichs Ordnung, Verkehr, Veterinärwesen und Verbraucherschutz beim Landkreis Helmstedt, zuversichtlich, dass das Gebäude spätestens bis Frühjahr 2022 fertiggestellt sein wird.

Nach ersten Verzögerungen hatte der Landkreis im Januar 2019 die Kreiswohnungsbau (KWG), deren Gesellschafter alle kreisangehörigen Kommunen sind, mit der Bau-Planung zweier identischer Gebäude in Schöningen sowie in Groß Twülpstedt beauftragt. Das Auftragsvolumen belief sich zu diesem Zeitpunkt auf mindestens 1,5 Millionen Euro (wir berichteten). Doch auch der bei der Vertragsunterzeichnung erhoffte neue Zeitplan, beide Objekte im Frühjahr 2020, spätestens aber im Sommer fertiggestellt zu haben, ging nicht auf: Erst im Dezember vergangenen Jahres erfolgte der „erste Spatenstich“ in Groß Twülpstedt.

„In Groß Twüplstedt werden zeitnah die Versorgungsleitungen gelegt und die Bodenplatte gegossen“, skizziert Geschäftsbereichsleiter Täger auf Anfrage unserer Zeitung den aktuellen Stand des Doppel-Projekts. Sobald die Arbeiten an der Bodenplatte im Nordkreis beendet sind „und das Wetter es zu zulässt“, solle der Neubau in Schöningen angegangen werden. „Die Teilbaugenehmigung, die wir für den Komplex im Südkreis benötigen, steht unmittelbar vor der Erteilung.“

„Die Verzögerungen im vergangenen Jahr ergaben sich durch nachträgliche Veränderungen an der Grundplanung“, erklärt Täger. „Ursprünglich war in Groß Twülpstedt mit einem Satteldach geplant worden, doch dann haben wir uns für eine Flachdachvariante entschieden, die im Endeffekt etwas günstiger ausfällt.“ Hinzu seien, bedingt durch Corona, Behinderungen bei den Baufirmen gekommen.

Wache in Groß Twülpstedt dieses Jahr noch fertig

Mit der Fertigstellung der Rettungswache in Groß Twülpstedt in der Straße Am Alten See rechnet Täger nun für August bis September diesen Jahres. Bei einer geschätzten Bauzeit von einem Dreivierteljahr „wäre es im groben Zeitraster zwar wünschenswert, auch die Wache in Schöningen bis Ende 2021 fertig zu haben, doch aufgrund der bisherigen Erfahrungen bin ich vorsichtig und gehe eher vom Frühjahr 2022 aus“.

Der für den Bereich Schöningen provisorisch eingerichtete Rettungsdienst-Standort befindet sich derzeit auf dem Gelände des städtischen Bauhofs am Ohrsleber Weg. Dort steht für die Notfallrettung ganztägig ein RTW bereit. Für die Wahl des neuen Standorts im Gewerbegebiet „Vor dem Kloster“ war die gewünschte kurze Anbindung an die Bundesstraßen 82 und 244 unter anderem ausschlaggebend. Die Rettungswache Nord ist seit 2016 interimsweise in der Friedrich-Gauss-Oberschule in Velpke untergebracht.

Rettungswagen sollen spätestens 15 Minuten nach Alarmierung ankommen

Auch dort ist ein RTW im 24-Stunden-Schichtsystem rund um die Uhr zur Sicherstellung der bedarfsgerechten Versorgung der Bevölkerung eingesetzt. Mit dem Neubau der beiden Rettungswachen und der damit verbundenen Stationierung jeweils eines zweiten Rettungswagens soll gewährleistet werden, dass in 95 Prozent aller Einsätze die Rettungswagen spätestens 15 Minuten nach der Alarmierung am Zielort eintreffen. Das hatten die kommunalen Träger des Rettungsdienstes in Kooperation mit den Krankenkassen und den Trägern der gesetzlichen Unfallversicherungen im Jahr 2017 in einem geränderten Bedarfsplan festgeschrieben.

Die Baumodule der Wachen sind nahezu deckungsgleich. Beide Gebäude bieten zwei Stellplätze, von denen jeweils einer der Rund-um-die Uhr-Bereitschaft zur Verfügung stehen soll. Der andere Wagen befindet sich in einem Raum, der in Kombination auch als Wasch- und Desinfektionshalle genutzt werden kann.

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