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Sechs Autoren haben auf unserer Regionsseite eine eigene Kolumne: Susanne Jasper, Jacqueline Carewicz, Birte Reboll, Harald Likus, Thomas Parr und Tessa Cordes.

Kürzen und Stutzen

„Und was machen wir nun in unserer Freizeit? Wir trimmen unseren Rasen und haben Spaß dabei!“

Sind wir nicht alle ein bisschen spießig? Wir auf jeden Fall, neuerdings, denn wir haben uns ein vermeintliches Relikt aus den 1970er oder 1980er Jahren zugelegt, dessen wir uns früher sicher verwehrt hätten: eine elektrische Grasschere. Und die Geschichte geht so: Seit wir einen eigenen Garten haben, erwischen wir uns bei einer nie dagewesenen Präzision: Wir zupfen Unkraut, stutzen die Büsche und mähen den Rasen – wenn möglich natürlich wöchentlich. Nur das Kürzen des Rasens an der Terrasse und am Zaun, das wollte uns nicht so recht gelingen. Immer war er hier und da zu lang. So erinnerten wir uns an unsere Eltern, denen wir früher unter Ächzen bei der Gartenarbeit helfen mussten, und wie sie das mit dem Rasen so handhabten: Sie verwendeten eine elektrische Grasschere. Es gibt sie in jedem Baumarkt für ein paar Euro und erlaubt dem Nutzer, den Rasen an fast jeder sonst unzugänglichen Stelle zu erreichen. Und was machen wir nun in unserer Freizeit? Wir trimmen unseren Rasen und haben Spaß dabei! Der Akku wird regelmäßig aufgeladen, damit die Grasschere womöglich nicht mitten in ihrem Einsatz den Geist aufgibt! Sind wir ein Einzelfall? Mitnichten! Der eine Nachbar besitzt ebenfalls eine Grasschere und die andere Nachbarin steht regelmäßig vor unserer Tür und möchte sich unser wertvolles Stück für ihren Garten ausleihen.

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