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Sechs Autoren haben auf unserer Regionsseite eine eigene Kolumne: Susanne Jasper, Jacqueline Carewicz, Birte Reboll, Harald Likus, Thomas Parr und Tessa Cordes.

Ssssss...

„Keine Zeit für Romantik. Mückensex dauert 16 Sekunden.“

Sie sind wieder da. Selbst wenn Sie sie nicht sehen, hören Sie doch ihr unheilvolles Ssssss... Da! Schon wieder! Ssssss... Das ist ihr Vorspiel. Fliegende Blutsauger, die sich in Stimmung summen. Auf Balkon und Terrasse. In Ihren vier Wänden. In Ihrem Schlafzimmer. Machen wir uns nichts vor: Die sind auf die ganz schnelle Nummer aus – quick and dirty. Keine Zeit für Romantik. Mückensex dauert 16 Sekunden. Höchstens! Gut, gerechterweise müsste man die Dauer in Relation zur Lebenserwartung der Tierchen setzen. Aber, bei aller Liebe, nicht in Ihrem Schlafzimmer! Wussten Sie, dass die Mücke ihr Ssssss... mit der Flugmuskulatur erzeugt oder dass sich der Klang der Männchen von dem der Weibchen unterscheidet? Der Flügelschlag versetzt die Luft in Schwingung, und genau 16 ekstatische Sekunden lang gleichen sich die beide Frequenzen einander an.

Englischen Forschern zufolge genügt übrigens schon ein wenig musikalische Vorbildung, um ganze Schwärme männlicher Mücken hinters Licht zu führen. Kommen Sie, meine Herren, den Versuch ist es wert! Sie bringen sich also in einer dieser lauen Nächte abseits ihres Heims in Stellung und stimmen das eingestrichene C an. Bewegt sich die Mückenwolke in Ihre Richtung, haben Sie den Ton getroffen. Die Jungs meinen wohl, dem Paarungsruf eines Mädels zu folgen. (Hihi!) Kosten Sie Ihren Triumph aber nicht zu lange aus. In so einer Mückenwolke fliegen nämlich immer auch ein paar Weibchen mit. Und die haben es nur auf eins abgesehen: Ihr Blut!

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