„Frau von der Leyen gehört nicht an die EU-Spitze“

Die designierte Chefin der Europäischen Kommission Ursula von der Leyen.

Die designierte Chefin der Europäischen Kommission Ursula von der Leyen.

Foto: FRANCOIS LENOIR / Reuters

Zu „Von der Leyens Klima-Offensive“ vom 11. Juli:

Und wieder einmal wurde der Wähler betrogen. Herr Manfred Weber wurde hofiert und angepriesen – und dann einfach fallen gelassen wie eine heiße Kartoffel. Im Hinterzimmer hat Frau Merkel mit ihren Herren getrickst und geredet, bis es letztendlich herauskam: „Wir nehmen Frau von der Leyen.“ Das ist ein falsches Spiel, das man da treibt.

Wir brauchen keine Frau an der EU-Spitze. Frau von der Leyen gehört da nicht hin. Sie soll erst einmal ihre Sache als Ministerin ordentlich machen und nicht schon nach dem nächsten Posten schauen. Als Freundin von Frau Merkel hat sie die größere Chance Herrn Weber gegenüber.

Wenn ich bedenke, was so alles bei der Bundeswehr schiefgelaufen ist, dann frage ich mich, was dann beim nächsten Amt so kommen mag.

Christa Pape, Braunschweig

Maaßen ist jenseits aller Realität

Zu „Maaßen provoziert mit Tweet“ vom 11. Juli:

Die Entscheidung, Maaßen als Verfassungsschutzpräsident zu entlassen, entpuppt sich im Nachhinein immer mehr als richtige, aber auch zu späte Maßnahme. Sein Gedankengut zeigt permanent eine auffällige Nähe zur AfD. Seine Äußerungen, unsere freien Medien mit der staatlich kontrollierten Zensur der damaligen DDR-Presse zu vergleichen und auf eine Stufe zu stellen, zeugen von einer kompletten Verdrehung der Tatsachen und sind jenseits aller Realität.

Damit schwenkt er indirekt auch in den Lügenpresse-Chor der AfDler ein. Wenn man sich vorstellt, dass dieser Mann auch für die Bekämpfung des Rechtsradikalismus in Deutschland zuständig war, muss man sich nicht wundern, wenn dieser so lange „stiefmütterlich“ behandelt wurde.

Eher erweckt Maaßens Denken und Handeln den Eindruck, dass er eine Art „Maulwurf- Dasein“ im Verfassungsschutz fristete und durch eine latente Sympathie für diese politische Richtung auch die Nachhaltigkeit seiner Arbeit bewusst steuerte.

Jochen Eckolt, Braunschweig

Schlimmer geht’s nimmer

Zu „Plan: Bürger sollen ,Klimaprämie’ erhalten“ vom 6. Juli:

Dieser Artikel hat mich verwirrt. Es erschließt sich mir nicht, wie ich – Otto Normalverbraucher – durch die Zahlung einer Klimaabgabe den CO2-Ausstoß minimiere. Und es wird gesagt, dass ich eine Klimaprämie erhalten soll. Schlimmer geht’s nimmer.

Helga Hein, Vechelde

Höcke-Kult erinnert an finsterste Epoche

Zu „Vormarsch der Völkischen“ vom 9. Juli:

Der Fraktionsvorsitzende der Thüringer AfD, Björn Höcke, gilt als extrem rechter Flügelmann einer Partei, die immer häufiger von rechtsextremen Strömungen unterwandert wird. Wie lange wird diese Partei noch ihre scheinbar gut- beziehungsweise kleinbürgerliche Rechtstendenz bewahren können und nicht im braunen Sumpf landen?

Ob Flügelkämpfe in der Partei die Kräfte stärken, die ein einigermaßen objektives Geschichtsverständnis befürworten oder die rechten Kräfte mit ihrem wirren Weltbild die Oberhand gewinnen, ist jetzt die bange Frage. Höcke lässt inzwischen um seine Person einen Kult zu, der immer mehr an die für Deutschland finsterste Epoche seiner Geschichte erinnert. Seine Anhänger bejubeln ihn und Gauland hat die zum politischen Gemischtwarenladen degenerierte AfD nicht mehr im Griff.

Die große Frage für die Region Wolfsburg/Braunschweig heißt deswegen: Wo steht hier die AfD? Ist sie auch schon in Richtung Höcke unterwegs und hat deswegen ihren politischen Kompass auf den Müll geworfen?

Klaus Reisdorf, St. Paulet de Caisson (Frankreich)

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