„Landeselternrat schürt Vorurteile“

Eine Lehrerin unterrichtet in einem Gymnasium. Vor dem Hintergrund des Lehrermangels appelliert der Landeselternrat an die Pädagogen, ihren Beruf positiver zu sehen.

Eine Lehrerin unterrichtet in einem Gymnasium. Vor dem Hintergrund des Lehrermangels appelliert der Landeselternrat an die Pädagogen, ihren Beruf positiver zu sehen.

Foto: Julian Stratenschulte / dpa

Zu „Lehrer sollen weniger klagen“ vom 12. August:

Als ehemaliger und zukünftiger Vater von schulpflichtigen Kindern widerspreche ich dem Landeselternrat, also meiner Vertretung, entschieden für die Aussage, das ständige Klagen der Lehrer schrecke Abiturienten davon ab, sich für den Beruf des Lehrers zu entscheiden. Ich dachte immer, die Zeiten der „Faulen-Säcke-Kampagne“ von Gerhard Schröder, des „Vormittags-recht-Nachmittags-frei-Klischees“ oder andere vermeintlich lustige Diskriminierungen der Lehrer seien vorbei. Inzwischen würden sich Schüler, Eltern, Lehrer und Behörden ernsthaft über die beste Erziehung und Bildung der Schüler unter den speziellen Gegebenheiten und Anforderungen der heutigen gesellschaftlichen Bedingungen verständigen. Und dann knüpft der Landeselternrat nahtlos an diese alten Vorurteile an und ergänzt um eine weitere Diskriminierung, indem er feststellt: Natürlich seien diese larmoyanten Lehrer, diese Vorbild-Versager, diese weinerlich winselnden Wesen am Lehrermangel schuld und verhinderten darüber hinaus, dass sich junge Leute für den Lehrerberuf interessierten – Landeselternrat: Setzen, Sechs!

Karl-Erich Fehr, Braunschweig

Für 36.000 war es ein gelungener Tag

Zu „Wolfi geht’s guuu-huut“ vom
11. August:

Der Artikel zum NDR-2-Festival in Wolfenbüttel ist so subjektiv geschrieben, da frag ich mich, warum der Redakteur überhaupt zu diesem Event gegangen ist. Nicht zum ersten Mal stemmt die Stadt Wolfenbüttel diesen kostenlosen Tag für Familien und Menschen, die einfach einen schönen Tag mit Liveauftritten genießen möchten. Denn nicht jeder kann sich einen Konzertbesuch leisten. Für all diese, die Mitarbeiter von NDR 2 und die Helfer, ist dieser Artikel ein Schlag ins Gesicht. Ich hoffe, das Festival kommt nächstes Jahr wieder Ihr Redakteur bleibt dann besser zuhause. Schade, dass man sich nicht über kostenlosen Veranstaltungen freuen kann. Für 36.000 Menschen war es ein gelungener Tag.

Angela Meyer-Schlüter,
Wolfenbüttel

Ein kostenloses Festival für jedermann

Zum selben Thema:

Ich weiß nicht, auf welcher vermeintlich kostenlosen Dauer-Werbesendung der Redakteur war – ich war mit meinem Mann und meinem neunjährigen Sohn auf einer gut organisierten und sehr familienfreundlichen Veranstaltung. Das Festival war komplett kostenlos: Kein Eintritt, kostenlose Kinderaktionen, und im Gegensatz zu anderen Veranstaltungen in dieser Größenordnung durften größere Taschen mit Getränken und Essen mitgebracht werden. Zwei sympathische Moderatoren verkürzten dem Publikum zwischen den Musik-Acts die Zeit, es gab viel zu gewinnen. Das in den Musik-Pausen der Jingle des Senders lief, ist selbstverständlich – schließlich ist der Sender der Veranstalter dieses Events. Und wir Hörer des Dudelfunks bekommen für unsere GEZ-Gebühr doch mal etwas geboten. Immerhin zeigt sich am Ende des Artikels der Autor ein wenig selbstkritisch.

Andrea Michael, Braunschweig

Schuld haben die Monokulturen

Zu „Hornburger erstattet Strafanzeige gegen den Nationalpark Harz“ vom 13. August:

Ohne die Tragik des massenhaften Baumsterbens im Harz schmälern zu wollen, muss man doch feststellen, dass diese Monokulturen aus Fichten nichts mit Wald zu tun haben. Hierbei handelt es sich um Holzplantagen. Der Monokulturanbau von Holz reagiert sehr viel empfindlicher auf Wetterbedingungen als natürlicher Mischwald. Dieses Problem sollte Anlass genug sein, künftig von den Monokulturen Abstand zu nehmen und bei Aufforstung auf eine gute Mischung zu setzen.

Carola Schmidt, Didderse

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