„Staat kann nicht alles ausgleichen“

Die deutschen Automobilkonzerne sprechen sich für eine Kaufprämie aus, die vielerorts auch kritisch gesehen wird.

Die deutschen Automobilkonzerne sprechen sich für eine Kaufprämie aus, die vielerorts auch kritisch gesehen wird.

Foto: Oliver Berg / dpa

Zum Artikel „Autoländer rufen gemeinsam nach Kaufprämien“ vom 5. Mai:

Es haben wohl noch nicht alle begriffen, dass wir in Zukunft vor neuen Herausforderungen stehen, die unser Gemeinwohl betreffen. Jeder Unternehmer oder Freischaffende muss derzeit Verluste hinnehmen, und Vater Staat wird nicht in der Lage sein, all diese auszugleichen. Der Ruf nach einer Abwrackprämie zur Ankurbelung des Absatzes kann in dieser Situation nicht das richtige Mittel sein. Wie wäre es, wenn VW seine Produkte preiswerter verkauft und kostengünstiger produziert. Die Senkung des Kaufpreises sollte sich verkaufsfördernd auswirken – natürlich auch unter Verzicht auf Prämienzahlungen, Lohnerhöhungen oder Verlängerung der wöchentlichen Arbeitszeiten bei gleichem Lohn, Verzicht auf Dividendenzahlungen und Kürzungen der Boni für Vorstände. Jeder sollte bereit sein, Opfer zu bringen. Gewerkschaften werden auch nicht verhindern, dass es als Folge der Coronakrise Entlassungen geben wird.

Henning Müller, Braunschweig

Fakten werden geleugnet

Zur Kolumne „Kaufmanns Konter“ vom 2. Mai:

Johannes Kaufmann – mal wieder; er nennt sich selbst Wissenschaftsjournalist, jedoch ist davon in seinem Konter nicht viel zu merken. Was man klar merkt, ist sein Hass auf Grüne. So werden Anton Hofreiter, Biologe, und Martin Häusling, Mitglied des Europäischen Parlaments und praktizierender Ökolandwirt, diskreditiert. Dabei teilen sie die Befürchtungen vieler Land- und Forstwirte, Meteorologen und Klimatologen: dass nämlich aufgrund des Klimawandels und der damit einhergehenden Veränderungen der Wetterlagen ein erneuter Dürresommer bevorstehen könnte. Es zeugt nicht von tiefem Wissenschaftsverständnis, wenn Fakten geleugnet und die wissenschaftlich begründete Position der Mehrheit der mit Klimakunde befassten Fachleute nicht zur Kenntnis genommen werden.

Ulrike Siemens, Cremlingen

Spiele sollten kostenlos zu sehen sein

Zum Pro und Contra „Soll der Ball in der Bundesliga wieder rollen?“ vom 6. Mai:

Als Dauerkarteninhaber habe ich Verständnis für eine sportliche Lösung. In der Politik und ihrem Artikel unbeachtet liegt folgender Risikofaktor: Wenn Spiele nur noch im Bezahlfernsehen gezeigt werden und die Gaststätten mit TV-Übertragung geschlossen sind, werden viele Fans händeringend eine Möglichkeit zum Schauen suchen, auch wenn das gegen die gesetzlichen Auflagen verstößt. Das Risiko der Wiederausbreitung der Pandemie kommt nicht von den Profis, sondern von den Fans. Um das zu verhindern, sollten alle Spiele kostenlos zu sehen sein.

Uwe Wackerhagen, Braunschweig

Lieber deutsche Forschung fördern

Zum Artikel „Schub für Forschung“ vom 5. Mai:

Wieder wurden 525 Millionen Euro Steuergelder an Initiativen verschleudert. Diese Millionen wären für die deutsche Forschung besser angelegt, denn sie sorgen für hochwertige Arbeitsplätze und gesunde Firmen, die dann auch wieder Steuern zahlen.

Harro Jäger, Groß Schwülper

Kommentar-Profil anlegen
*Pflichtfelder
Leserkommentare (2)