„Strenge Corona-Maßnahmen sind die richtige Entscheidung“

In einem Krankenhaus in Istanbul operieren die Ärzte einen Covid-19-Patienten.

In einem Krankenhaus in Istanbul operieren die Ärzte einen Covid-19-Patienten.

Foto: YASIN AKGUL / dpa

Zum Artikel „25.000 Grippetote? Die Zahl basiert auf einer Schätzung“ vom 12. April:

In Ihrem Beitrag zum Corona-Faktencheck vermisse ich ein ganz wesentliches Argument, das den Corona-Zweiflern entgegen gehalten werden muss: Die Zahl der Corona-Toten in Deutschland ist nur deshalb relativ niedrig, weil die strengen Maßnahmen ergriffen und befolgt wurden. Hätte die Regierung nicht so gehandelt, wäre die Zahl der Corona-Toten aufgrund des deutlich höheren Ansteckungsrisikos schätzungsweise ein Vielfaches höher als die der Grippe. Hier ist das Prinzip von Ursache und Wirkung zu beachten. Wir können ja auch nicht die Polizei abschaffen, nur weil die Kriminalitätsrate relativ niedrig ist.

Burkhard Schröder, Braunschweig

Langzeitfolgen sind nicht absehbar

Ebenfalls dazu:

Mir greift die Antwort ein wenig zu kurz, wenn nur der fehlende Impfstoff für die größere Gefährlichkeit herangezogen wird. Wir können mittlerweile eine höhere Sterblichkeit feststellen – es sterben mehr Menschen in einem Monat als ohne Covid-19. Zudem sollte man sich Berichte anschauen, die aufzeigen, dass man ohne Symptome Schäden davontragen kann. So können Taucher aufgrund zurückgebliebener Lungenschäden Beruf oder Hobby nicht mehr ausüben. Außerdem werden wohl viele Organe in Mitleidenschaft gezogen. Und nur weil man nicht zur Risikogruppe zählt, heißt es nicht, dass man nicht an Covid-19 sterben kann.

Michael Beck, Wolfenbüttel

Verbreitung bleibt oft unbemerkt

Ebenfalls dazu:

Das Coronavirus ist gefährlicher als eine Influenza. Was viele Leute noch nicht begriffen haben, ist dass jeder Coronaviren verbreiten kann, ohne es zu wissen. Und bis zur Erkrankung vergehen drei Tage, oder die Menschen bleiben Virenschleuder, ohne es zu bemerken.

Fritz Hiltner, Cramme

Weidetiere lieber besser schützen

Zum Leserbrief „Wir brauchen keine Wölfe“ von Eva-Maria Dopslaff vom 12. Mai und zur vorangegangenen Berichterstattung:

Wer Mitleid mit unseren Schafen hat, sollte nicht nur ein Wolfsgegner, sondern auch ein Menschengegner sein. Im Herbst wird ein Teil der Schafherde getötet, vorzugsweise junge Lämmer, da viele Fleischesser den spezifischen Lammfleischgeschmack ablehnen. Wie unvorstellbar qualvoll muss es also sein, von seiner Mutter entrissen zu werden. Hinzu kommt der Stress dieser Tierkinder während langer Transportwege und das leidvolle Warten auf den Bolzenschuss im Schlachthof. In Deutschland gibt es genügend Lebensräume für Wölfe. Diese wichtigen Prädatoren benötigen keine Wildnis – und bereits effektive Schutzmaßnahmen von Weidetieren sollten gefördert und umgesetzt werden, um Nutztierübergriffe dauerhaft zu reduzieren. In Niedersachsen werden Materialkosten für Wolfschutzzäune gefördert und Schäden vom Land erstattet, aber dies nur bei ausreichender Prävention. Außerdem ist davon auszugehen, dass einige Schafe eher von wildernden Hunden als von Wölfen gerissen werden, da erstere bei weitem nicht so scheu sind. Durch nicht ausgeführte DNA-Analysen werden aber auch diese Tötungen dem Wolf angelastet.

Martina Ludwig, Hillerse

Egoistisches Denken zum Thema Wolf

Ebenfalls dazu:

Vielleicht sollte man sich mal einen Betrieb mit Nutztierhaltung ansehen, einschließlich eines Schlachthofes. Männliche Küken werden lebendig geschreddert. Schweine werden eng eingepfercht. Rinder oder Kälber sind ohne Kontakt zum Muttertier. Alles ist von den Behörden genehmigt. Wer leidet mehr beziehungsweise länger? Einem hier vorkommenden Lebewesen seine Daseinsberechtigung abzusprechen, finde ich schon sehr egoistisch. Dann kämen wir bald dazu, noch andere „unerwünschte“ Tierarten, die nicht in unser Lebenskonzept passen, parallel zum stattfindenden Artensterben zu dezimieren.

Heinrich Kampani, Lengede

Kein Wolf greift grundlos Menschen an

Ebenfalls dazu:

Da ist er wieder, der Ruf nach der Ausrottung des Wolfes. Erstmal nur die Hälfte des Wolfsbestands töten, später alle. Der Wolf handelt nach seinem Instinkt, geht nur auf Jagd, um das Rudel am Leben zu erhalten. Das machen alle fleischfressenden Tiere. Ob Wolf, Löwe – sogar die schöne Libelle. Kein Wolf greift grundlos einen Menschen an und frisst ihn auf. Solange Menschen Tiere abschlachten, um sich gemütliche Grillabende zu machen, Tiere quälen und aus Lust am Töten in den Wald gehen, um ihr eigenes Ego aufzupolieren, sollte kein Mensch ein Tier verurteilen, das nur seinem Instinkt folgt. Was die getöteten Schafe angeht, der Schäfer bekommt eine Entschädigung und Geld trocknet ja bekanntermaßen alle Tränen.

Sylvia Lippe, Salzgitter

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