„Aus Freiheit folgt Verantwortung“

Vielerorts gab es Demonstrationen gegen die Anti-Corona-Maßnahmen der Regierung.

Vielerorts gab es Demonstrationen gegen die Anti-Corona-Maßnahmen der Regierung.

Foto: Felix Hörhager / dpa

Zum Thema Corona und der dazugehörigen Berichterstattung:

Unsere Bundesregierung hat die Corona-Krise bisher gut gemeistert. Die Einschränkungen waren nicht so streng wie etwa in Österreich, dafür dauerte es bis zur Lockerung länger – das ging wohl nicht anders. Wer sich darüber aufregt oder dagegen demonstriert, sollte auf unsere Nachbarländer schauen. Es macht mich wütend, zu erleben, wie hemmungsloser Egoismus sich mit einer leichtsinnigen „Mir-wird-schon-nichts-passieren-Mentalität“ verbindet. Auch wenn die Infektionsrate derzeit stabil scheint, ein nächster Lockdown – vielleicht sogar schon bald und nicht erst im Herbst – gilt beinahe als sicher. Dann sind wir alle die Dummen, auch die Mehrheit der Menschen, die sich einsichtig und rücksichtsvoll verhält. Wer jetzt größere Freiheit fordert, muss auch Verantwortung tragen. Natürlich sind die Einschränkungen erheblich. Nur was ist die Alternative? Es wird Zeit, dass die Leute wieder in Lohn und Brot kommen, dann geht es ihnen hoffentlich besser.

Günter Prüße, Braunschweig

Danke an alle Pflegekräfte

Zum Leserbrief „Pflegekräfte sollten mehr erhalten“ von Michael Thomke vom 16. Mai:

Ich empfinde es als Unverschämtheit, dass erst 1500 Euro und jetzt nur 1000 Euro Bonus gezahlt werden sollen. Als Corona anfing, haben alle nach Hilfe geschrien, am Fenster gesungen und geklatscht. Jetzt hat man sich an Corona gewöhnt, jetzt wird zurückgerudert. Wäre ich Krankenschwester oder Pflegerin, würde ich hinschmeißen und denen sagen, die jetzt weniger zahlen wollen: „Na dann macht mal.“ Aber ich weiß, dass die tollen Menschen trotzdem weitermachen. Danke an euch alle und Pfui an die, die ihre Versprechen nicht halten wollen.

Katharina Bosse,Braunschweig

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