Grippe-Impfungen: Wer am lautesten kräht

„Eines muss ich zugeben: Ich lasse mich nicht gerne impfen.“

Die Nachfrage nach Grippe-Impfungen ist höher als das momentane Angebot an Impfdosen – das ist eine gute Nachricht , denn Nachschub kommt ganz sicher. Nicht immer habe ich in den vergangenen Monaten an die Solidarität unter Menschen glauben können. Zu laut haben die Aluhut-Träger gekräht, Bill Gates würde Computer-Chips in Impfseren unterbringen, um Menschen zu steuern. Manchmal wird der Krach, der in den Blasen des Internets entsteht, betäubend laut. Da tun nüchterne, belegbare Zahlen wie die in Niedersachsen gut und zeigen: Wer am lautesten kräht, hat nicht immer recht! Eines muss ich zugeben: Ich lasse mich nicht gerne impfen.

Ich mag es nicht, zum Arzt zu gehen, weil ich sonst nur da bin, wenn ich krank bin. Der Gedanke an Spritzen lässt meine Fingerspitzen kribbeln. Panik habe ich nicht, aber unrein fühle ich mich nach der Spritze irgendwie doch. Und in den 24 Stunden danach begleitet mich eine hypochondrische Gedankenspirale. Sind das nur Nebenwirkungen oder war ich schon vor der Impfung infiziert? Das ist eine emotionale Reaktion. Aber ich weiß, dass ich den Expertinnen und Experten vertrauen kann. Es ist wichtig, dass eine Herdenimmunität aufgebaut wird. Denn auch das gebe ich zu: Ich helfe gerne, die Welt etwas zu verbessern. Wenn ich dazu beitragen kann, die Grippe zu stoppen, dann mache ich das.

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