Die Herkunft der Spieler ist kein Grund

Wenn über deinen Auftritt geschrieben wird, dass du im Vergleich zu den Vorwochen ja „ganz gut“ mitgehalten hättest und eine Steigerung zu erkennen sei, die besagte Partie aber mit 1:4 verloren gegangen ist, spätestens dann ist klar, dass du ein richtig dickes Problem hast. So wie Schalke 04, das am Samstag gegen Mönchengladbach „ganz gut“ mitgehalten hatte. Das klingt schon fast wie die Bewertung nach einem Duell zwischen Erstligist und Amateurklub, wie man es aus dem DFB-Pokal kennt.

Der Niedergang der Königsblauen hat viele Gründe – zu viele für diesen Text. Woran es sicher nicht liegt, ist die Herkunft der Spieler. Diesen rassistischen Zusammenhang stellte Ex-Nationalspieler Steffen Freund in der Talksendung „Doppelpass“ am Sonntag her, als er über Nabil Bentaleb und Amine Harit sprach. Seine steile These: Wenn man Franzosen mit algerischen oder marokkanischen Wurzeln holt, sei doch klar, dass es „Aggressivität und Disziplinlosigkeiten“ gibt (über Bentaleb). Und auch ein Harit könne aufgrund seiner „Wurzeln“ ja gar nicht „malochen“ wie auf Schalke gefordert. Blödsinnige Aussagen, die man nicht unkommentiert lassen darf.

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