Niedersachsen: 2 Prozent der Gewässer erfüllen Qualitätsvorgaben

Hannover.  Ursache für den schlechten Zustand seien nicht nur bauliche Maßnahmen, sondern auch Schadstoffe oder zu hohe Nährstoffeinträge.

ARCHIV - Die Elbe bei Bleckede (Niedersachsen). Nur zwei Prozent der Flüsse, Bäche und Seen in Niedersachsen erreichen nach Angaben des Landesumweltministeriums die von der Europäischen Union vorgegebene gute Qualität (Archivbild).

ARCHIV - Die Elbe bei Bleckede (Niedersachsen). Nur zwei Prozent der Flüsse, Bäche und Seen in Niedersachsen erreichen nach Angaben des Landesumweltministeriums die von der Europäischen Union vorgegebene gute Qualität (Archivbild).

Foto: Philipp Schulze / dpa

Nur zwei Prozent der Flüsse, Bäche und Seen in Niedersachsen erreichen nach Angaben des Landesumweltministeriums die von der Europäischen Union vorgegebene gute Qualität. Ursache für den schlechten Zustand der anderen Oberflächengewässer seien nicht nur bauliche Maßnahmen wie Begradigungen, Wanderungshindernisse oder massive Ufereinfassungen aus Beton, sagte Umweltstaatssekretär Frank Doods am Montag beim „Gewässerforum“ in Hannover. „Sondern eben auch Funde von Schadstoffen wie Pestiziden und Industriechemikalien oder zu hohe Nährstoffeinträge.“

Niedersachsen muss Stickstoffeinträge um etwa 37.000 Tonnen verringern

Bei den in die Gewässer gelangenden Nährstoffe handelt es sich vor allem um Stickstoff und Phosphor. Um die gesetzlichen Vorgaben zu erfüllen, müsse das Bundesland die Stickstoffeinträge um etwa 37.000 Tonnen im Jahr verringern, sagte die Direktorin des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN), Anne Rickmeyer. Beim Phosphor liege die einzusparende Menge bei rund 1.400 Tonnen im Jahr. epd

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