Asse-Gesamtkonzept soll bald kommen

Remlingen.  Landrätin Christiana Steinbrügge fordert vom Bund, das Konzept in der Asse-2-Begleitgruppe vorzustellen.

Am 4. April 1967 wurden die ersten 20 Fässer in der Kammer 4 eingelagert. Im März soll ein vorläufiges Gesamtkonzept zur Stillegung der Asse vorgestellt werden. Es schließt das Bergen des Atommülls ein.

Am 4. April 1967 wurden die ersten 20 Fässer in der Kammer 4 eingelagert. Im März soll ein vorläufiges Gesamtkonzept zur Stillegung der Asse vorgestellt werden. Es schließt das Bergen des Atommülls ein.

Foto: Foto: Bundesamt für Strahlenschutz

Das mit Spannung erwartete vorläufige Gesamtkonzept der Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) zur Stilllegung der Asse samt Bergung des Atommülls sorgt im Vorfeld weiter für Auseinandersetzungen.

Nach Informationen unserer Zeitung hat sich Wolfenbüttels Landrätin Christiana Steinbrügge in einer mail an die parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium Rita Schwarzelühr-Sutter gewandt. Darin bittet die Landrätin, die „Rückholungsplanung“ am 20. März in der Asse-2-Begleitgruppe vorzustellen.

Offenbar hatte die Staatssekretärin vorgeschlagen, dies zunächst vor den kommunalen Vertretungen zu tun. Dies entspreche nicht der Struktur des Begleitprozesses, so Steinbrügge nun. In der Begleitgruppe arbeiteten Kommunale Vertretung - Kreistag und Räten der Stadt Wolfenbüttel - sowie der Samtgemeinden Elm-Asse und Sickte - sowie zivilgesellschaftliche Vertretung konstruktiv zusammen. Auf Grundlage der Vorstellung des Konzepts in der Asse-2-Begleitgruppe würden sich dann die politischen Gremien damit befassen, heißt es weiter. „Ihre persönliche Teilnahme wäre ein gutes Signal der Würdigung des Engagements zur Rückholung des Atommülls aus der Asse“, so die Landrätin.

Ursprünglich sollte der Asse-Plan schon 2019 vorgelegt werden. Die Verzögerung hatte erhebliche Verunsicherung ausgelöst. Um den Rückholplan zu vollenden, fehlten noch die „Verbindungsstücke zwischen den einzelnen Elementen“, hatte BGE-Chef Stefan Studt bei einer Diskussion des Asse-2-Koordinationskreises im Januar erklärt. „Einen Plan, der unveränderlich ist und alle Eventualitäten berücksichtigt, wird es nicht geben. Darauf müssen wir uns einlassen“, hatte Landesumweltminister Olaf Lies (SPD) betont.

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