Corona in Niedersachsen

372.432 Corona-Infektionen in Niedersachsen – 6.327 Tote

| Lesedauer: 7 Minuten
Seit Beginn der Pandemie wurden bereits 100 Personen auf der Intensivstation des Wolfsburger Klinikums (hier nicht im Bild) behandelt.

Seit Beginn der Pandemie wurden bereits 100 Personen auf der Intensivstation des Wolfsburger Klinikums (hier nicht im Bild) behandelt.

Foto: Sebastian Gollnow / dpa

Hannover.  6.327 Menschen aus Niedersachsen sind mit Corona-Infektion verstorben, es gibt 372.432 bestätigte Fälle. Die 7-Tages-Inzidenz steigt auf 212,2.

  • Die Zahl der bestätigten Coronavirus-Infektionen in Niedersachsen ist laut den Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) von Sonntag, 28. November, auf 372.432 gestiegen. Das sind 2151 mehr als am Tag zuvor.
  • 6.327 mit Sars-Cov-2 infizierte Patientinnen und Patienten aus Niedersachsen sind in Zusammenhang mit dem Virus gestorben. Das sind 3 Todesfälle mehr als am Tag zuvor.
  • Auf Kreis- und Stadtebene liegt in Niedersachsen laut RKI derzeit keine Kommune unter dem 10er-Inzidenzwert.
  • Über dem 50er-Inzidenzwert liegen auf Kreis- und Stadtebene in Niedersachsen laut RKI derzeit alle 45 Kommunen: Die Kreise Gifhorn, Goslar, Helmstedt, Northeim, Peine, Wolfenbüttel, Göttingen, Region Hannover, Diepholz, Hameln-Pyrmont, Hildesheim, Holzminden, Nienburg (Weser), Schaumburg, Celle, Cuxhaven, Harburg, Lüchow-Dannenberg, Lüneburg, Osterholz, Rotenburg (Wümme), Heidekreis, Stade, Uelzen, Verden, Ammerland, Aurich, Cloppenburg, Emsland, Friesland, Grafschaft Bentheim, Leer, Oldenburg, Osnabrück, Vechta, Wesermarsch, Wittmund und die Städte Braunschweig, Salzgitter, Wolfsburg, Delmenhorst, Emden, Oldenburg (Oldb), Osnabrück und Wilhelmshaven.
  • Die gute Nachricht: Das Gesundheitsministerium schätzt, dass in Niedersachsen 335.432 der bislang gemeldeten und laborbestätigten Fälle wieder genesen sind.
  • In unserer Region sind bislang 912 Menschen am beziehungsweise mit dem Coronavirus gestorben.
  • Der Leitindikator "Hospitalisierung" liegt am Sonntag bei 7,2 (Vortag 6,9). Damit ist der Schwellenwert von 6 am fünften Tag hintereinander überschritten.
  • Beim Indikator "Intensivbettenbelegung" ist der Schwellenwert von 5 Prozent überschritten. Er liegt zurzeit bei 8,5 Prozent (Vortag 8,6 Prozent).
  • Damit gilt zurzeit Warnstufe 1!

Die Corona-Zahlen in unserer Region:

Kommune 7-Tage-Inzidenz (Vortagswert) Todesfälle
Braunschweig 228,9 (219,3) 201
Gifhorn 267,5 (266,3) 209
Helmstedt 205,4 (194,5) 100
Peine 222,3 (221,6) 106
Salzgitter 438,1 (438,1) 92
Wolfenbüttel 249,7 (227,9) 102
Wolfsburg 323,8 (312,5) 102

(Stand: Samstag,28. November, Dashboard des Robert Koch-Instituts).

Niedersachsen ist seit dem vergangenen Jahr fest im Griff der Corona-Pandemie. Wir haben hier zusammengefasst, welche Regeln aktuell gelten, wo es eine Maskenpflicht gibt und wie die Teststrategie aussieht.

Neue Corona-Verordnung für Niedersachsen

Seit Mittwoch, 24. November, gilt eine neue, verschärfte Corona-Verordnung für das Land Niedersachsen. Angesichts der steigenden Infektionszahlen bedeutet dies einen fast vollständigen Übergang zur 2G-Regel. Für den Besuch von Kultur-, Sport- und Freizeiteinrichtungen, Weihnachtsmärkten, Diskotheken, Gastronomie, Beherbergung und für körpernahe Dienstleistungen wie Friseurbesuche ist ein Nachweis über die Impfung oder Genesung (2G-Regel) notwendig.

Mehr zur Verordnung: Niedersachsen stellt neue Corona-Verordnung vor

Wann gelten Maskenpflicht und Abstand?

In sämtlichen Warnstufen wird die bisherige Privilegierung bei 2G zurückgenommen. Das bedeutet: Auch wer geimpft oder genesen ist, muss bei Veranstaltungen, auf dem Weihnachtsmarkt oder in Diskotheken Maske tragen und Abstand halten. Das gilt auch für bereits genehmigte Veranstaltungen.

Und: Auch Jugendliche müssen ab sofort bei 2G-Regel im Innenbereich einen Impf- oder Genesenennachweis vorzeigen. Das bedeutet laut Staatskanzlei, dass sich auch Jugendliche impfen lassen sollten.

Welche Masken sind in Niedersachsen erlaubt?

Erlaubt sind grundsätzlich sowohl OP-Masken als auch FFP2-Masken. Ab der Warnstufe 2 wird die Maskenpflicht in allen Innenbereichen auf FFP2 verschärft.

Wann tritt eine Warnstufe in Kraft?

In Niedersachsen greifen die Warnstufen künftig schneller. Welche Stufe gilt, wird an den Faktoren Hospitalisierungsinzidenz, Neuinfektionen (Sieben-Tage-Inzidenz) und Intensivbetten (Anteil Covid-19-Patienten) gemessen.

Warnstufe 1 tritt nun bereits ab einem Hospitalisierungswert von 3 in Kraft. Ab einem Wert von 6 gilt Warnstufe 2, ab 9 Warnstufe 3. In der höchsten Warnstufe wurde der Schwellenwert für die Intensivbettenbelegung durch Covid-19-Patienten zudem von 20 auf 15 Prozent gesenkt.

Was gilt bei Warnstufe 1?

Bei allen Veranstaltungen, in Kultur-, Sport- und Freizeiteinrichtungen, in Diskotheken, Gastronomie, bei der Beherbergung und körpernahen Dienstleistungen ist 2G vorgeschrieben. Messen dürfen mit 3G-plus-Regel durchgeführt werden. Am ersten Tag ist ein negativer PCR-Test erforderlich, danach reicht ein Antigen-Test pro Tag.

Bei Veranstaltungen unter freiem Himmel gilt 3G. Eine Ausnahme sind allerdings Weihnachtsmärkte: Hier gilt draußen wie drinnen die 2G-Regel und Maskenpflicht. Die Maske darf nur zum Essen und Trinken kurz abgenommen werden.

Was gilt bei Warnstufe 2?

Bei Warnstufe 2 wird in allen Bereichen, wo vorher 2G galt, auf 2G plus verschärft. Das bedeutet, dass zusätzlich zum Impf- oder Genesenennachweis auch ein aktueller negativer Test vorgelegt werden muss. Diese Vorgabe erstreckt sich auf alle Veranstaltungen im Innenbereich, Kultur-, Sport- und Freizeiteinrichtungen, Diskotheken, Gastronomie, Beherbergung und körpernahe Dienstleistungen. Für Messen gilt weiterhin 3G mit täglichen PCR-Tests.

Außerdem müssen in allen Innenbereichen grundsätzlich FFP2-Masken getragen werden. Generell gilt, dass bei Warnstufe 2 nur noch bis zu 15 Personen ohne 2G plus in Innenbereichen (2G unter freiem Himmel) zusammenkommen dürfen. Bei Veranstaltungen draußen gilt die Beschränkung auf 2G. Eine Ausnahme sind Weihnachtsmärkte: Hier gilt 2G plus.

Was gilt bei Warnstufe 3?

Bei Warnstufe 3 dürfen nur maximal zehn Personen ohne 2G plus in Innenbereichen (ohne 2G draußen) zusammenkommen. Für Veranstaltungen gelten dann deutlich höhere Auflagen. Wie genau die aussehen, steht derzeit noch nicht fest. Die Ausgestaltung von Warnstufe 3 wird laut Landesregierung noch erfolgen.

Was gilt, wenn keine Warnstufe ausgerufen wird?

Ab einer 7-Tage-Inzidenz von 35 dürfen an Veranstaltungen mit mehr als 25 Personen in Innenräumen nur noch geimpfte, getestete oder genesene Menschen teilnehmen (3G), auch wenn keine Warnstufe gilt. Im Innenbereich gilt das auch für alle Kultur-, Sport- und Freizeiteinrichtungen, Discotheken, Gastronomie, Hotels und für körpernahe Dienstleistungen. Die 3G-Regel gilt außerdem für Weihnachtsmärkte.

Bei Veranstaltungen in Innenräumen mit mehr als 1000 Personen gilt die 2G-Regel.

Was gilt in Bussen und Bahnen?

Auch in Bussen und Bahnen gilt am dem 24. November die 3G-Regel. Das heißt: Nur wer genesen, geimpft oder getestet ist, darf mitfahren. Stichprobenartig wird dann etwa bei der Fahrscheinkontrolle überprüft, ob ein Fahrgast die 3G-Regel einhält. Ist das nicht der FAll, können Bußgelder verhängt werden. Bei Fahrtantritt darf die Testabnahme nicht länger als 24 Stunden zurückliegen. Verantwortlich für die Kontrollen sind nach dem Gesetz die Unternehmen.

Lesen Sie auch: Testnachweise, bitte! 3G in Bussen und Bahnen gilt ab Mittwoch

Habe ich ihn Niedersachsen Recht auf Homeoffice?

Ab dem 25. November gilt bundesweit wieder die Homeoffice-Pflicht. Das bedeutet: Der Arbeitgeber hat den Beschäftigten im Fall von Büroarbeit oder vergleichbaren Tätigkeiten anzubieten, diese Tätigkeiten in deren Wohnung auszuführen.

Gibt es betrieblich bedingte Gründe, die gegen die Arbeit im Homeoffice sprechen, kann die Regelung umgangen werden. Auch die Arbeitnehmer selbst können Gründe anführen, aus denen sie weiterhin im Büro arbeiten müssen.

Für Menschen, die nicht im Homeoffice Arbeiten können, gilt 3G am Arbeitsplatz.

Was bedeutet 3G am Arbeitsplatz?

Die 3G-Regel am Arbeitsplatz bedeutet, dass Beschäftige entweder geimpft, genesen oder negativ auf das Coronavirus getestet sind. Ausgenommen davon ist man, wenn man im Homeoffice arbeitet. Auch Arbeitsplätze in Fahrzeugen gelten laut Bundesarbeitsministerium nicht als Arbeitsstätte, das Betriebsgelände hingegen schon.

Alle Infos: 3G-Regel am Arbeitsplatz: Alle Fragen und Antworten

Dieser Artikel wird aktualisiert.

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