Trotz Corona-Krise: Baubranche in Niedersachsen bleibt robust

Hannover.  Die Baubranche hat sich in der Krise gut gehalten. Mit circa 17.000 genehmigten Wohnungen bewegt sie sich auf dem Vorjahresniveau.

Trotz Krise wird gebaut. Mit 17.000 genehmigten Wohnungen im ersten Halbjahr befindet sich die Baubranche ungefähr auf dem Vorjahresniveau. Sie gilt als robust.

Trotz Krise wird gebaut. Mit 17.000 genehmigten Wohnungen im ersten Halbjahr befindet sich die Baubranche ungefähr auf dem Vorjahresniveau. Sie gilt als robust.

Foto: Julian Stratenschulte / dpa

In Niedersachsen haben die Behörden im ersten Halbjahr trotz der wirtschaftlichen Eintrübung durch die Viruskrise deutlich mehr Baugenehmigungen für Wohngebäude erteilt. Von Januar bis Juni wuchs die Zahl verglichen mit dem Vorjahreszeitraum um 10,1 Prozent. Dies teilte die landeseigene Investitions- und Förderbank (NBank) unter Berufung auf Daten des Statistischen Landesamtes mit.

17.000 genehmigte Wohnungen im ersten Halbjahr: Die Baubranche gilt als stabil

Insgesamt wurden damit über 17.000 Wohnungen im Halbjahr genehmigt - die meisten in neu errichteten Gebäuden (knapp 15.400). Unter den Häusern mit mehr als einer Wohnung war die Steigerung bei Gebäuden mit drei oder mehr Wohneinheiten besonders groß (16 Prozent).

Die Zunahme der Bautätigkeit geht gegen den allgemeinen Trend einer sich stark abschwächenden Konjunktur vor allem infolge der Corona-Pandemie. Die Bauwirtschaft gilt derzeit als relativ stabil, viele Unternehmen melden hier nach wie vor robuste Zahlen. Düsterer sieht es in zahlreichen Dienstleistungs- und Industriebetrieben aus.

54.000 Menschen arbeiten im Baugewerbe

Auch im vergangenen Jahr hatte die Baubranche kräftig zugelegt. Bei den Wohnbaugenehmigungen war 2019 eine Steigerung gegenüber 2018 um knapp 10 Prozent auf 35.074 verzeichnet worden. Die Bauherren stellten 3,6 Prozent mehr Wohnungen in Niedersachsen fertig als im Jahr zuvor, in der Summe waren es 28.356 Stück. Allerdings gab es bei Wohnheimen starke Rückgänge, ebenso wie im ersten Halbjahr 2020.

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Der Umsatz im niedersächsischen Bauhauptgewerbe war im vorigen Jahr um 10 Prozent auf 10,4 Milliarden Euro gewachsen. Dabei stiegen die Wohnungsbauerlöse um 8 Prozent auf 2,38 Milliarden Euro. Die gesamte Branche beschäftigte 54.000 Menschen, 3,5 Prozent mehr als 2018.

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