Umfrage: CDU liegt in Niedersachsen vor SPD und Grünen

Hannover.  Ministerpräsident Weil kann seine Beliebtheit aber ausbauen. Die FDP fällt unter 5 Prozent.

Stephan Weil (rechts, SPD), Ministerpräsident von Niedersachsen, und Bernd Althusmann (CDU), Wirtschaftsminister von Niedersachsen, kommen im Mai zu einer Pressekonferenz im niedersächsischen Landtag. Laut einer Umfrage hat Weil seine persönliche Beliebtheit bei den Wählern ausgebaut.

Stephan Weil (rechts, SPD), Ministerpräsident von Niedersachsen, und Bernd Althusmann (CDU), Wirtschaftsminister von Niedersachsen, kommen im Mai zu einer Pressekonferenz im niedersächsischen Landtag. Laut einer Umfrage hat Weil seine persönliche Beliebtheit bei den Wählern ausgebaut.

Foto: Foto: Julian Stratenschulte / dpa

Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) gewinnt weiter an Beliebtheit, aber die CDU gilt bei vielen Themenfeldern als kompetenter als die SPD: Das geht aus dem aktuellen „Niedersachsen-Trend“ von infratest dimap für den NDR/„Hallo Niedersachsen“ hervor. Die CDU legt allerdings bei der „Sonntagsfrage“ zu: Sie liegt nun mit 35 Prozent vor SPD (27) und Grünen (20). Einen ersten Teil mit Fragen zur Corona-Politik hatte der NDR am Vortag veröffentlicht.

66 Prozent sind laut Umfrage zufrieden mit der Arbeit der Landesregierung, weitere vier Prozent sogar sehr zufrieden. Der CDU bescheinigen nun aber 52 Prozent der Befragten gute Regierungsarbeit. Bei einer Umfrage vor zwei Jahren waren es nur 42 Prozent gewesen. Die SPD liegt weiterhin bei 48 Prozent. Im Ländervergleich liegt Niedersachsens SPD-CDU-Koalition mit 70 Prozent Zustimmung mit an der Spitze.

Weil vor Althusmann

Bei der persönlichen Beliebtheit der beiden Spitzenpolitiker liegt Weil klar vor dem CDU-Landesvorsitzenden und Wirtschaftsminister Bernd Althusmann. 57 Prozent würden bei einer Direktwahl Weil wählen, 23 Prozent Althusmann. Vor zwei Jahren waren 53 Prozent für Weil, 26 Prozent für Althusmann. Auch bei CDU-Anhängern gibt es eine Mehrheit für Weil. Bei den sogenannten Parteienkompetenzen traut man der SPD zwar zu, für soziale Gerechtigkeit zu sorgen. In der Wirtschafts- und Finanzpolitik sowie der Inneren Sicherheit liegt aber die CDU vorne. Das gilt auch in der Flüchtlings- und Ausländerpolitik. Die Grünen schneiden wie in früheren Umfragen beim Thema Umwelt und Energie gut ab. Die FDP kann sich demgegenüber kaum durchsetzen. Sie sinkt auch in der Sonntagsfrage auf unter 5 Prozent - wäre also nicht im nächsten Landtag, der 2022 gewählt werden soll. Dagegen hält sich die AfD trotz der jüngsten Konflikte und Verlusten bei 6 Prozent. Die Linke hätte ebenfalls eine Chance, im nächsten Parlament wieder dabeizusein. Sie kommt auf 5 Prozent.

Althusmann: Klarer Regierungsauftrag

Zu den Ergebnissen sagte Althusmann: „Stand jetzt hätte die CDU einen klaren Regierungsauftrag.“ Althusmann schloss eine Koalition mit den Grünen nach der nächsten Landtagswahl nicht aus, ganz nach dem Vorbild Hessens. „Die hessischen Grünen sind allerdings pragmatischer als die in Niedersachsen“, sagte er. Außerdem seien noch zwei Jahre bis zur Landtagswahl zu gehen, da könne noch viel passieren. Althusmann bedauerte das schwache Ergebnis der FDP. Weil hatte als Wunschkombination wiederholt Rot-Grün angegeben. Eine Neuauflage von Rot-Schwarz wollen beide Seiten offiziell eher vermeiden. SPD-Generalsekretärin Hanna Naber hatte erkärt: „Die Ergebnisse des Niedersachsen-Trend zeigen erneut die große und wachsende Zustimmung für unseren Ministerpräsidenten Stephan Weil und seine Arbeit für Niedersachsen.“

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