Polizeiüberblick Niedersachsen

Frau sticht mit Messer auf Lebensgefährten ein

| Lesedauer: 8 Minuten
In Hannover hat eine Frau auf ihren Lebensgefährten mit einem Messer eingestochen.

In Hannover hat eine Frau auf ihren Lebensgefährten mit einem Messer eingestochen.

Foto: Daniel Karmann / dpa

Emmerthal.  An der Elbe stürzt ein Arbeiter von einer Baustelle in den Tod. Im Emsland kommt ein Pferd bei einer Kollision mit einem Auto ums Leben.

Eine 25 Jahre alte Frau soll am Donnerstag in Hannover auf ihren schlafenden Lebensgefährten eingestochen haben. Wie die Polizei mitteilte, ermittelt sie wegen des Verdachts der versuchten Tötung. Nach ersten Erkenntnissen schlief der 34-Jährige am Morgen, als seine Partnerin ihn mit einem Messer angriff.

Der Mann konnte weitere Stiche abwehren und flüchtete laut Polizei verletzt aus der Wohnung zu einem Nachbarn. Die Frau wurde vorläufig festgenommen und wird vermutlich am Freitag einem Haftrichter vorgeführt. Der Mann konnte das Krankenhaus wieder verlassen. Die Hintergründe für die Tat waren zunächst unklar. Neben den beiden Tatbeteiligten stießen die Einsatzkräfte auf drei minderjährige Kinder, die das Jugendamt in Obhut nahm.

Flucht, Unfall und ein halbes Dutzend Anzeigen für einen Mann in Bremerhaven

Mit gut einem halben Dutzend Straf- und Bußgeldverfahren ist ein Mann nach einer Unfallfahrt in Bremerhaven konfrontiert. Die Polizei wollte nach eigenen Angaben den 32-Jährigen und sein Fahrzeug am Donnerstagmorgen kontrollieren. Doch der Fahrer floh, sein Wagen touchierte einen Transporter und krachte schließlich in einen Metallzaun.

Es erwies sich, dass der 32-Jährige keinen gültigen Führerschein hatte und unter Drogen stand. Auch im Auto fanden sich Drogen. Überdies war der Wagen nicht zugelassen und trug Kennzeichen, die nicht zum Auto gehörten. Das gilt als Urkundenfälschung. Weil gegen den Mann ein Haftbefehl vorlag, wurde er in Gewahrsam genommen.

18-Jährige stirbt neben gleichaltriger Beifahrerin bei Autounfall – Beifahrerin überlebt

Eine 18-Jährige ist nach einem Unfall mit ihrem Auto in Emmerthal (Landkreis Hameln-Pyrmont) gestorben. Wie die Polizei am Donnerstag mitteilte, kam die Frau am Donnerstagmorgen von der Straße ab und überschlug sich mit dem Wagen. Demnach starb die Fahrerin aus Hehlen (Landkreis Holzminden) noch an der Unfallstelle. Eine 18-jährige Beifahrerin wurde mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht. Die Unfallursache ist nach Polizeiangaben noch unklar. Für die Dauer der Unfallaufnahme war die zwischen den Ortschaften Hajen und Latferde verlaufende Straße voll gesperrt.

Auto versinkt in Ems-Jade-Kanal – Niemand verletzt

Ein Auto ist bei Aurich in Ostfriesland in den Ems-Jade-Kanal gerollt und im Wasser fast vollständig versunken. Niemand wurde bei dem Unfall verletzt, wie die Polizei am Donnerstag mitteilte. Nach ersten Erkenntnissen sei der Wagen beim Abstellen auf einer leicht abschüssigen Auffahrt eines Grundstücks in der Nähe des Kanals nicht ausreichend gesichert gewesen, sagte eine Polizeisprecherin. Daraufhin sei der Wagen dann über eine Straße in den Kanal gerollt.

Eine Spaziergängerin hatte am Mittwochabend das aus dem Wasser ragende Heck des Wagens bemerkt und einen Anwohner alarmiert. Dieser erkannte laut Feuerwehr, dass bei seinem Nachbarn das Auto fehlte und setze einen Notruf ab. Der Nachbar gab an, dass niemand in dem Auto saß. Feuerwehr, DLRG und ein Abschleppdienst rückten an, um die Unfallstelle zu sichern und den Wagen zu bergen.

Zuletzt waren immer wieder Autos, etwa wegen nicht angezogener Handbremse, im Nordwesten Niedersachsens in Kanäle gerollt. Erst am Dienstag war bei einem ähnlichen Fall ein abgestelltes Auto in Papenburg von einer abschüssigen Auffahrt in einen Kanal gerollt.

Weitere Polizeinachrichten lesen Sie hier:

60-Jähriger fährt im Kreis Uelzen mit Auto gegen Baum und stirbt

Ein 60-jähriger Mann ist am Mittwoch mit seinem Auto auf der Kreisstraße 20 im Landkreis Uelzen von der Fahrbahn abgekommen, frontal gegen einen Baum geprallt und noch an der Unfallstelle bei Ebstorf gestorben. Die Ursache war zunächst unklar, wie die Polizei am Mittwoch mitteilte. Weitere Beteiligte gab es nicht. Wegen der Bergung des Autos und der Unfallaufnahme war die Kreisstraße bis in die frühen Abendstunden gesperrt.

Arbeiter stürzt auf Schleusenbaustelle in die Tiefe – und stirbt

Auf einer Schleusenbaustelle in Otterndorf an der Elbe ist ein Arbeiter am Mittwoch ums Leben gekommen. Der 53-Jährige stürzte etwa 15 Meter in die Tiefe, wie die Polizei im Landkreis Cuxhaven mitteilte. Trotz aller Wiederbelebungsversuche starb er noch am Unglücksort. Die Ermittlungen zur Unfallursache dauerten an, hieß es. Daran sei auch das Gewerbeaufsichtsamt Cuxhaven beteiligt. Notfallseelsorger kümmerten sich um die Kollegen des Verunglückten.

Ausgebüxtes Pferd stirbt bei Kollision mit Auto

Ein Pferd ist in Meppen (Landkreis Emsland) mit dem Wagen einer 30 Jahre alten Autofahrerin kollidiert und gestorben. Das Tier war mutmaßlich am Mittwochabend von einer Weide ausgebrochen und auf die Straße gelaufen, wie eine Polizeisprecherin am Donnerstagmorgen mitteilte. Die Fahrerin blieb nach Angaben der Polizei unverletzt. Die Halterin des Pferdes sei informiert worden und habe sich um den Transport des toten Tieres gekümmert. Zur Höhe des Schadens konnte die Polizei zunächst keine Angaben machen.

Geldbörse mit mehreren Hundert Euro kehrt zu Besitzer zurück

Eine verlorene Geldbörse mit mehreren hundert Euro hat in Nienburg den Weg zurück zu ihrem Besitzer gefunden. Wie die Polizei am Mittwoch mitteilte, hatte die Mitarbeiterin eines Restaurants am Montagabend das gefundene Portemonnaie abgegeben. Darin waren neben dem Geld auch Dokumente, doch sie ließen nicht auf die Adresse des Besitzers schließen. Es bedurfte noch weitergehender Ermittlungen, um ihn ausfindig zu machen. Am Mittwochmorgen holte der 40-Jährige seine verlorene Geldbörse freudestrahlend bei der Polizei ab. Er versprach, sich bei der Finderin mit einem Präsent zu bedanken.

Raubüberfall auf Spielhalle in Uelzen

Bei einem Raubüberfall auf eine Spielhalle in Uelzen sollen drei Männer in der Nacht zum Donnerstag einige Tausend Euro erbeutet haben. Gegen 1.40 Uhr betraten die dunkel gekleideten Täter mit Kapuzen und FFP2-Masken die Halle und bedrohten eine Mitarbeiterin, wie die Polizei mitteilte. Die Männer, die gebrochen deutsch mit osteuropäischem Akzent sprachen und zwischen 20 und 30 Jahre alt sein sollen, beschädigten mit Axt, Hammer und Bohrhammer Automaten und Terminals. So sei ein Sachschaden von gut 30.000 Euro entstanden

Die Täter flohen erst zu Fuß und stiegen dann vermutlich in ein im Umfeld abgestelltes Fahrzeug, wie es weiter hieß. Erste Fahndungsmaßnahmen verliefen ohne Erfolg. Hinweise – auch zu verdächtigen Fahrzeugen nahe der Spielhalle in der Hansestraße - nimmt die Polizei Uelzen entgegen.

Betrunkener Lokführer will mit Dieseltransport fahren

Die Bundespolizei hat einen betrunkenen Lokführer aus dem Verkehr gezogen. Der 36-Jährige war am Dienstagnachmittag mit seiner Lok von Oldenburg nach Wilhelmshaven gefahren, wo er bei einer Raffinerie 19 mit Diesel gefüllte Kesselwagen abholen wollte. Ein Mitarbeiter bemerkte, dass der bei einer privaten Eisenbahngesellschaft arbeitende Mann Schwierigkeiten beim Rangieren hatte und dachte zunächst, dass der Lokführer gesundheitliche Probleme hatte. Aber er war offensichtlich alkoholisiert und der Zeuge rief die Polizei. Die Beamten stellten einen Atemalkoholwert von 2,17 Promille fest.

Dem betrunkenen Lokführer musste seinen Triebfahrzeugführerschein abgeben. Er wurde zur Dienststelle der Bundespolizei nach Oldenburg gebracht, wo ihm eine Blutprobe entnommen wurde. Gegen ihn wurden Ermittlungen wegen Gefährdung des Bahnverkehrs aufgenommen, teilte die Bundespolizeiinspektion Bad Bentheim am Mittwoch mit.

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