Corona-Infektion: Die wichtigsten Infos zu Sars-Cov-2

Berlin.  Was sind Infektionswege, Ansteckungsrisiken und der Ursprung des Virus? Die Antworten und Definitionen zu Corona auf einen Blick.

Coronavirus-Glossar: Begriffe, die Sie jetzt kennen sollten

Epidemie oder Pandemie? COVID-19 oder SARS-CoV-2? Infektionsketten oder Herdenimmunität? Im Zusammenhang mit dem neuartigen Coronavirus kommen wir schonmal mit Begriffen durcheinander.

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Inhalte dieses Artikels:

  • Der Unterschied zwischen Covid-19 und Sars-Cov-2
  • Wie wird das Virus übertragen?
  • Wie kann ich mich schützen?

Die Informationsflut rund um das Thema Coronavirus ist riesig. Experten werfen mit Fachbegriffen zu Infektionen, Viren und Ansteckungsrisiken nur so um sich. Doch was ist eigentlich der Unterschied zwischen Sars-CoV-2 und Covid-19 und wie kann ich mich davor schützen? Die wichtigsten Antworten auf diese Fragen im Überblick.

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Coronavirus und Covid-19: Definition und Ursprung

Der umgangssprachlich Coronavirus genannte neuartige Erreger wird exakt als Sars-Cov-2 bezeichnet. Coronaviren an sich sind der Menschheit schon länger bekannt. „Jeder zehnte Deutsche hat schon einmal mit dieser Virengruppe Kontakt gehabt“, sagt Professorin Marylyn Addo vom Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE).

Coronaviren können harmlose Erkältungen auslösen, aber auch schwere Erkrankungen wie Sars oder Mers. Weil das neuartige Coronavirus dem Sars-Erreger sehr ähnelt, trägt es den Namen Sars-Cov-2. Es kann eine teilweise tödliche Lungenerkrankung auslösen. Diese Krankheit wird als Covid-19 bezeichnet.

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Der genaue Ursprung von Sars-Cov-2 ist noch nicht sicher geklärt. Bisher geht man davon aus, dass das Virus von einem Tier – welches, ist unklar – auf den Menschen übergesprungen ist. Verorten lässt sich der Ursprung hingegen genauer.

Ein mittlerweile geschlossener Fischmarkt in der chinesischen Metropole Wuhan gilt als Ausgangspunkt der Pandemie im Dezember 2019. Seinen Weg nach Deutschland hat das Virus durch die Übertragung von Mensch zu Mensch gefunden.

Infektionswege

Die Übertragung erfolgt nach bisherigen Erkenntnissen vor allem über Tröpfcheninfektion:

  • Niesen
  • Husten

Wenn also ein Infizierter niest oder hustet, kann ein anderer die fliegenden Tröpfchen einatmen; sie gelangen an die Schleimhäute der Atemwege.

In der Nase sitzen zudem spezielle Zellen, die als die wahrscheinlichsten Eintrittspforten für das Coronavirus gelten. Das geht aus einer Studie des Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) hervor. Laut dieser Studie weisen bestimmte Eintrittsproteine auch auf einen möglichen Infektionsweg über das Auge beziehungsweise die Tränendrüsen hin.

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Auch eine sogenannte Schmierinfektion über die Hände ist möglich. Szenario: Jemand niest sich in die Hand, fasst eine Türklinke an, der nächste fasst unmittelbar danach die Klinke an und sich dann ins Gesicht – zum Beispiel in den Mund, die Nase oder ins Auge.

Wie lange hält sich das Coronavirus auf Oberflächen?

Das neuartige Coronavirus ist einer Studie zufolge auch noch nach Stunden auf Oberflächen auffindbar.

  • Auf Kupfer seien Viren bei Tests bis zu vier Stunden lebensfähig,
  • auf Pappe bis zu 24 Stunden und
  • auf Plastik und rostfreiem Stahl bis zu drei Tage

Lesen Sie dazu: So lange hält sich das Coronavirus auf verschiedenen Oberflächen.

Wie kann man sich schützen?

Das Robert Koch-Institut (RKI) verweist auf die Maßnahmen, die auch immer in der Grippesaison gelten: gute Händehygiene, Husten- und Niesetikette, und sich fern von Erkrankten halten. Seuchen-Experten raten zur Händedesinfektion, um sich vor dem Coronavirus zu schützen. Experten empfehlen, sich an Basishygiene-Empfehlungen zu halten. Dazu gehöre auch, sich zum Beispiel nicht ins Gesicht zu fassen.

Ob ein Mundschutz vor einer Ansteckung vor dem Coronavirus schützen kann, ist bisher nicht wissenschaftlich belegt. Vermutet wird aber, dass Menschen, die infiziert sind, mit einem Mundschutz das Risiko verringern, andere anzustecken.

Gibt es eine Impfung gegen das Coronavirus?

Noch gibt es keine Impfung gegen Sars-Cov-2. Klaus Cichutek, Präsident des bundeseigenen Paul-Ehrlich-Instituts (PEI), hält eine Impfstoffentwicklung bis zum Jahresende aber möglich. Tiermodellstudien hätten bereits gezeigt, dass ein Impfschutz gegen das neuartige Coronavirus prinzipiell möglich sei.

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Bis dahin empfiehlt das Robert-Koch-Institut besonders älteren und chronisch kranken Menschen, die aktuellen Impfempfehlungen der Ständigen Impfkommission (Stiko) ernst zu nehmen – etwa gegen Pneumokokken, Keuchhusten und Influenza.

Diese Impfungen schützen nicht direkt vor einer Infektion mit Sars-CoV-2, aber vor anderen Lungeninfektionen – die den Verlauf von Covid-19 negativ beeinflussen würden.

(bef/afp/dpa/jas)

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