RKI meldet neue Fallzahlen – Aktuelle Reproduktionszahl

Berlin.  Das Robert-Koch-Institut hat neue Corona-Fallzahlen veröffentlicht. Hier finden Sie darüber hinaus auch die aktuelle Reproduktionszahl.

Coronavirus: Darum ist die Reproduktionszahl so wichtig

Beim Coronavirus ist oft von der Reproduktionsrate oder einem Reproduktionswert die Rede. Was ist das und was sagt es aus? Unser Video erklärt es.

Beschreibung anzeigen
  • Das Robert Koch-Institut (RKI) hat am Morgen neue Fallzahlen in der Corona-Pandemie veröffentlicht
  • 183.678 Menschen wurden seit Beginn der Pandemie in Deutschland positiv auf das neuartige Coronavirus getestet (Stand 6. Juni)
  • Im Vergleich zum Vortag gibt es 407 Neu-Infektionen und 33 neue Todesfälle. 8646 Menschen sind in Deutschland mit Covid-19 verstorben
  • Schätzungsweise 168.900 Personen sind laut RKI genesen – das sind circa 400 Menschen mehr als am Vortag (Stand 6. Juni)
  • Wie hoch liegt die Reproduktionszahl aktuell?
  • Alle aktuellen Fall- und wichtige Kennzahlen des Robert Koch-Instituts im Überblick

Innerhalb eines Tages sind dem Robert Koch-Institut (RKI) zufolge 407 neue Coronavirus-Fälle in Deutschland gemeldet worden. Seit Beginn der Pandemie wurden demnach 183.678 Menschen in Deutschland positiv auf das Coronavirus getestet (Stand 6. Juni). 8646 Personen sind mit Covid-19 gestorben.

Die aktuelle Reproduktionszahl liegt bei 0,68. Am Vortag hatte sie bei 0,57 gelegen. Das RKI hatte aber bereits am Wochenende erklärt, dass der R-Wert empfindlich auf kurzfristige Änderungen bei den Fallzahlen reagiere.

RKI-Fallzahlen und Reproduktionszahl für Deutschland

Die sogenannte Reproduktionszahl, auch R-Wert genannt, ist ein wichtiges Instrument zur Einschätzung der Infektionsrate. Die Reproduktionszahl gibt an, wie viele Menschen ein Infizierter während seiner Erkrankung mit dem Erreger ansteckt. Liegt der Wert unter 1, verringert sich die Zahl der Neuinfektionen.

Hintergrund: So wird die Reproduktionszahl berechnet.

Eine weitere Kennzahl des RKI ist der 7-Tage-R-Wert. Er vergleicht den 7-Tages-Mittelwert der Neuerkrankungen eines Tages mit dem 7-Tages-Mittelwert vier Tage zuvor. So soll das Infektionsgeschehen vor etwa einer bis etwas mehr als zwei Wochen abgebildet werden. Derzeit liegt der 7-Tage-R-Wert bei 0,83 (Stand 5. Juni).

Corona-Zahlen: Das sind die Unterschiede

Nach Angaben des RKI haben in Deutschland mehr als 168.900 Menschen die Infektion überstanden. Wie für andere Länder rechnen Experten aber auch in Deutschland mit einer hohen Dunkelziffer nicht erfasster Fälle.

Im Unterschied zum RKI meldet die amerikanische Johns-Hopkins-Universität (JHU) fortlaufend neue Fallzahlen: Demnach haben sich in der Bundesrepublik mittlerweile 185.416 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Die JHU zählt am 6. Juni zudem 8666 Corona-Tote in Deutschland. Laut JHU lag die Zahl der Genesenen bei 168.908. Lesen Sie hier: RKI-Fallzahlen - Unterschiede zu den Corona-Daten der Johns-Hopkins-Universität.

Die Unterschiede zwischen der Datenlage des RKI und der JHU ergibt sich daraus, dass das deutsche Institut nur die elektronisch übermittelten Zahlen aus den Bundesländern berücksichtigt. Zudem aktualisiert die Behörde seine Aufstellung nur einmal täglich.

Coronavirus-Pandemie: RKI-Fallzahlen pro Bundesland

Die Uhrzeit, wann die Bundesländer neue Tagesstände übermitteln, variiert von Land zu Land. Unter Umständen gibt es dabei sogar an den verschiedenen Tagen Schwankungen. Lesen Sie hier: Alle aktuellen Nachrichten im Coronavirus-Newsticker.

Für die einzelnen Bundesländer übermittelte das RKI die folgenden Zahlen (nachgewiesene Infektionen, Stand 6. Juni):

  • Baden-Württemberg: 34.898
  • Bayern: 47.326
  • Berlin: 6964
  • Brandenburg: 3294
  • Bremen: 1513
  • Hamburg: 5111
  • Hessen: 10.171
  • Mecklenburg-Vorpommern: 766
  • Niedersachsen: 12.399
  • Nordrhein-Westfalen: 38.524
  • Rheinland-Pfalz: 6761
  • Saarland: 2740
  • Sachsen: 5321
  • Sachsen-Anhalt: 1717
  • Schleswig-Holstein: 3107
  • Thüringen: 3066

Alle wichtigen Zahlen finden Sie in unserem Coronavirus-Monitor.

RKI-Chef wehrt sich gegen Kritik

Mit der zunehmenden medialen Präsenz des Robert Koch-Instituts häufte sich auch die Kritik an den Aussagen und Empfehlungen der RKI-Experten. RKI-Präsident Lothar Wieler betonte: „Bislang habe ich nichts erkannt, wo wir richtig große Fehler gemacht haben.“ Man wisse inzwischen mehr über das Coronavirus als noch vor vier Monaten und müsse „hier und dort“ Ansichten ändern.

Damit ging Wieler auch auf die Kritik ein, dass die Maskenpflicht recht spät eingeführt wurde und das Institut am Anfang der Pandemie noch dagegen war. „Die Bedeutung der Maske ist mit dem zunehmenden Wissen über diese Infektionskrankheit und über dieses Virus auch gewachsen“, erklärte Wieler. Lesen Sie hier: Lockerung der Corona-Maßnahmen in Deutschland – diese Regeln gelten in ihrem Bundesland.

RKI-Vizepräsident Lars Schaade hatte angekündigt, die Briefings nur noch anlassbezogen zu veranstalten. Per Verteiler und auf der RKI-Webseite würden weiterhin Informationen bereitgestellt. „Wir stehen natürlich auch weiter für Presseanfragen zur Verfügung“, hatte Schaade gesagt. Sollten die Fallzahlen wieder steigen, könne es auch wieder Briefings geben.

Hier finden Sie die wichtigsten Informationen zur Coronavirus-Krise:

Kommentar-Profil anlegen
*Pflichtfelder
Leserkommentare (2)