Diese Corona-Regeln gelten für Ihren Urlaub im Ausland

Beim Urlaub in Spanien, Kroatien, Italien oder in der Türkei gelten sehr unterschiedliche Corona-Regeln. Das müssen Urlauber wissen.

Corona-Hotspots und Reisewarnungen August - Empfehlungen des RKI und Auswärtigen Amtes

Die Infektionszahlen nehmen wieder stark zu. Zur Sommerzeit wird daher ausdrücklich vor nicht notwendigen Reisen ins Ausland gewarnt. Zu den Risikogebieten gehören Paris, die Balkan-Staaten, Polen, Türkei und viele mehr.

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  • Die Bundesregierung hat Wien am 16. September zu Corona-Risikogebieten erklärt
  • Das Auswärtige Amt warnt weiterhin vor touristischen Reisen nach Spanien inklusive Mallorca
  • Auch für Teile von Kroatien gibt es eine Reisewarnung
  • Die Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus bleiben in Italien nun bis zum 7. Oktober in Kraft
  • Für viele Länder in der EU und einige außerhalb der EU wurde die Warnung aufgehoben, zum Beispiel für Teile der Türkei
  • An welche Corona-Regeln wie Abstandsgebote und Maskenpflicht müssen sich Urlauber in beliebten Urlaubsländern wie Spanien, Italien, Griechenland, Kroatien und den Niederlanden halten?
  • Wir haben die wichtigsten Regeln zusammengefasst

Berlin. Auch im Urlaub können Touristen die Coronavirus-Pandemie nicht hinter sich lassen: In vielen Ländern Europas beeinflussen Reisende erheblich das Infektionsgeschehen. Das kann im Urlaubsland selbst sein – oder wenn sie in die Heimat zurückkehren.

Deswegen schauen das Robert Koch-Institut (RKI) und das Auswärtige Amt genau auf die Situation in den einzelnen Regionen. Reisewarnungen können genauso kurzfristig ausgesprochen werden wie eine Einstufung als Risikogebiet.

Wir geben einen Überblick über beliebte Urlaubsländer der Deutschen – was ist aktuell erlaubt und wo sollten Urlauber lieber Vorsicht walten lassen. Lesen Sie dazu auch: Auswärtiges Amt warnt – Diese Länder sind Corona-Risikogebiete.

Reisen ins Ausland – was Urlauber jetzt wissen müssen

Im Corona-Jahr 2020 sind spontane Reisen schwieriger als sonst. Wer eine Auslandsreise machen will, sollte daher frühzeitig planen, sich vor Reiseantritt über die Situation im jeweiligen Land informieren – und sich bis zur Anreise auch während des Auslandsaufenthalts über die aktuellen Entwicklungen auf dem Laufenden halten.

Eine gute Quelle für Informationen rund um die Reise ist das Auswärtige Amt (AA). Um deutsche Touristen entsprechend zu informieren, gibt das AA unter dem Stichwort „Sicher Reisen“ tagesaktuelle Hinweise zu den jeweiligen Reiseländern auf seiner Internetseite. Die Hinweise richten sich nach dem Infektionsgeschehen vor Ort.

Mehrere Küstenregionen Kroatiens als Corona-Risikogebiete eingestuft
Mehrere Küstenregionen Kroatiens als Corona-Risikogebiete eingestuft

Das Auswärtige Amt verweist zudem auf den Twitter-Account des Krisenreaktionszentrums des AA und auf seine Reise-App. Die App bietet unter anderem Checklisten für die Reisevorbereitung, die Adressen der Vertretungen des Reiselandes in Deutschland, Infos für Notfälle vor Ort, die Adressen der deutschen Vertretungen im Reiseland sowie Reise- und Sicherheitshinweise per Push-Nachricht.

Wichtige Hinweise kann auch der jeweilige Reiseanbieter liefern. Zudem lohnt es sich immer, aktuelle Nachrichten zu verfolgen. Hier finden Sie unsere aktuellen Nachrichten zum Coronavirus im News-Ticker.

Urlaub auf Mallorca – Balearen sind wieder Risikogebiet

Bei Spanien-Freunden und -Freundinnen herrschte lange Ungewissheit. Das Land war von Covid-19 stark betroffen. Nachdem die Zahlen zwischenzeitlich sanken, entstanden neue regionale Infektionsherde – zunächst in Aragón, Katalonien und Navarra. Dann kamen Madrid, das Baskenland und auch die Balearen hinzu. Lesen Sie hier: Corona-Fälle auf Kanaren nehmen zu – Droht die Reisewarnung?

Das Robert Koch-Institut hat deshalb ganz Spanien mit Ausnahme der Kanaren zum Risikogebiet erklärt, das Auswärtige Amt sprach eine Reisewarnung aus. Daraus resultiert eine Quarantäneverpflichtung für Reiserückkehrer aus den Regionen, die man nur durch einen negativen Covid-19-Test vermeiden kann.

Für Mallorca ist es nun das nächste mächtige Tief nach zwischenzeitlichen Hochs. Zunächst durften Urlauber und Urlauberinnen aus Deutschland am 15. Juni zu Testzwecken nach Mallorca, Ibiza, Menorca und Formentera reisen und den Ernstfall für den Sommerurlaub in Corona-Zeiten üben. Wie die ersten deutschen Reisenden empfangen wurden, lesen Sie hier: Erste Deutsche auf Mallorca gelandet – und mit Applaus begrüßt.

Dann sorgte eine Skandal-Party auf Mallorca für Entsetzen. Die Behörden hatten deshalb wieder eine strenge Maskenpflicht eingeführt. Lesen Sie hier, wo und für wen die neue Regel gilt. Zudem wurden Lokale und Geschäfte in Touristenzentren – unter anderem am Ballermann – vorerst bis zum 15. September geschlossen.

Diese Regeln gelten aktuell in Spanien:

  • Touristen müssen vor der Anreise auf einem Fragebogen Angaben unter anderem zur Gesundheit sowie zu persönlichen Kontaktdaten machen. Danach erhalten sie einen QR-Code, der bei der Einreise vorgezeigt werden muss: Spanien-Urlaub: So funktioniert die Einreise mit QR-Code
  • Einreisende mit einer Temperatur von über 37.5 °C oder anderen Auffälligkeiten können einer eingehenderen Untersuchung unterzogen werden
  • Landesweit gilt eine Maskenpflicht: An allen öffentlichen Orten innerhalb und außerhalb geschlossener Räume und in öffentlichen Verkehrsmitteln muss man eine Schutzmaske tragen. Bei Verstoß können Geldstrafen von etwa 100 Euro verhängt werden
  • Ausnahmen gelten am Strand, am Pool, beim Sport und beim Essen und Trinken, etwa in Bars und Restaurants
  • Es gilt ein Rauchverbot im Freien, wenn der Sicherheitsabstand zu Fremden nicht eingehalten werden kann. Auf Mallorca ist Rauchen im öffentlichen Raum komplett untersagt
  • Je nach Infektionslage können lokale Behörden jederzeit Mobilitätsbeschränkungen und Sperrstunden einführen. Einschränkungen gibt es unter anderem in den Regionen Katalonien – zu der auch Barcelona gehört –, Aragón und Madrid sowie auf den Balearen
  • Auf Mallorca sind nächtliche Strand- und Parkbesuche verboten. Dort sind bei privaten Treffen maximal zehn Personen erlaubt, soweit diese nicht demselben Haushalt angehören

Urlaub in Dänemark: Was ist in diesem Jahr möglich?

Deutsche können aktuell in Dänemark problemlos einreisen – auch kurze Städtetrips sind möglich.

Die Zahl der Neuinfektionen in dem nördlichen Land ist seit längerem gering, hat zuletzt aufgrund einzelner Ausbrüche etwa in der zweitgrößten Stadt Aarhus aber wieder zugenommen.

Was für den Dänemark-Ausflug zu beachten ist:

  • Es kommt zu verstärkten Einreisekontrollen sowie Gesundheitsprüfungen mit Temperaturmessungen; bei Krankheitssymptomen wird die Einreise verwehrt
  • Versammlungen im öffentlichen und privaten Raum mit mehr als 100 Personen sind untersagt
  • Restaurants, Café, Geschäfte, kulturelle Einrichtungen und andere Einrichtungen wie Zoos, Schwimmbäder und Vergnügungsparks sind geöffnet
  • Diskotheken und Nachtclubs sollen ab November 2020 wieder öffnen dürfen
  • Wo möglich soll auf die Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs verzichtet werden; dort muss ein Mundschutz getragen werden

Griechenland: Welche Regeln gelten hier?

Das Land weist gemessen an seiner Bevölkerung von gut 10,5 Millionen Einwohnern geringe Corona-Raten auf. Doch auch hier sind die Tageszahlen zuletzt schlagartig in die Höhe geschnellt. Die griechische Regierung ordnete daraufhin umfangreiche Einschränkungen für zahlreiche Urlaubsgegenden sowie Städte an, unter anderem für die Halbinsel Chalkidiki und die Jetset-Insel Mykonos. Dort muss auch auf öffentlichen Plätzen einen Mund-Nasen-Schutz getragen werden, es gibt ein Verbot von allen öffentlichen Veranstaltungen und Zusammenkünften von mehr als neun Personen und eine Schließung der Wochenmärkte.

Reisende aus Deutschland, Österreich und der Schweiz sowie den meisten EU-Staaten können frei in Griechenland einreisen – ohne Quarantänepflicht. Alle müssen sich aber spätestens 24 Stunden vor der Einreise elektronisch anmelden und bekommen einen QR-Code, den sie bei der Ankunft vorweisen müssen.

Ein Algorithmus errechnet dann, ob und welche Reisende nach ihrer Ankunft einen Corona-Test machen müssen. Bei Nichteinhaltung dieser Bestimmung könnte eine Geldstrafe in Höhe von 500 Euro verhängt werden. Mehr dazu hier: Griechenland: Touristen positiv getestet – Land reagiert

Wer positiv getestet wird, muss 14 Tage in eigens eingerichtete Isolier-Unterkünfte in Hotels gehen. Die Kosten übernimmt Griechenland. Lesen Sie auch: Urlaub in Griechenland: Welche Regeln für Touristen gelten.

Diese Regeln gelten aktuell in Griechenland:

  • Für alle Einreisenden gilt eine Online-Anmeldepflicht, bei dem spätestens 24 Stunden vor Einreise ein Formular ausgefüllt werden muss. Die Touristen erhalten dann einen QR-Code, der bei Einreise vorgezeigt werden muss. Manche Flug- und auch Fährgesellschaften verlangen den QR-Code bereits beim Check-In
  • Es gelten weitreichende Verhaltens- und Abstandsregeln und Hygienevorschriften, die unbedingt eingehalten werden müssen
  • Für alle geschlossenen Einrichtungen gilt eine Maskenpflicht. Sie müssen ebenso auf Fähren getragen werden, dort auch auf den offenen Decks
  • Touristenunterkünfte mit Ganzjahresbetrieb wie Hotels, Campingplätze, Jugendherbergen und Ferienwohnungen sind wieder geöffnet
  • Sehenswürdigkeiten, Restaurants, Bars und Diskotheken sind geöffnet und Open-Air-Veranstaltungen ebenfalls erlaubt – allerdings nur unter Auflagen. So gelten für Restaurants Abstandsregeln zwischen den Tischen sowie eine Beschränkung der Personenzahl pro Tisch. Buffets sind verboten
  • Alle Tavernen, Bars und Discos in zahlreichen Regionen des Landes, darunter auf Kreta, Santorin und anderen bekannten Urlaubsregionen müssen täglich spätestens um Mitternacht schließen
  • Auf Mykonos und der Halbinsel Chalkidiki gilt nun auch im Freien eine Maskenpflicht. Es gilt ein Verbot von allen öffentlichen Veranstaltungen und Zusammenkünften von mehr als neun Personen und eine Schließung der Wochenmärkte
  • Alle organisierten Strände und Badeanstalten haben wieder geöffnet
  • An den Stränden müssen die Sonnenschirme mindestens vier Meter voneinander stehen
  • Indoor-Pools dürfen nicht betrieben werden

Wie ist die Situation in Italien?

Reisende aus der EU oder aus dem Schengenraum dürfen ohne Beschränkungen nach Italien einreisen, obwohl der Notstand noch bis zum 15. Oktober gilt. Die meisten müssen – anders als Besucher aus Nicht-EU-Ländern – auch nicht in Quarantäne. Lediglich für Einreisende aus Rumänien und Bulgarien gilt wieder eine Quarantänepflicht.

Für Reisende aus Griechenland, Malta, Spanien und Kroatien ist die Vorlage eines negativen Covid-19-Tests, der nicht älter als 72 Stunden sein darf oder die Durchführung eines Tests bei Einreise erforderlich. Nach der Einreise aus diesen Ländern besteht die Pflicht zur Anzeige der Einreise beim örtlichen italienischen Gesundheitsamt an ihrem Aufenthaltsort in Italien (Dipartimento di prevenzione dell’azienda sanitaria locale).

Für 16 Länder außerhalb der EU hat Italien Einreiseverbote erlassen, darunter Bosnien und Herzegowina und Serbien. Innerhalb des Landes darf man sich ungehindert fortbewegen.

Diese Regeln gelten aktuell in Italien:

  • Die Einreise nach Italien aus Deutschland ist bereits seit dem 3. Juni wieder gestattet, die Quarantäneregeln wurden zeitgleich aufgehoben
  • Einreisende aus Drittstaaten müssen ihre Temperatur beim Einstieg in ein Transportmittel messen lassen und eine Einreiseerklärung abgeben
  • Es werden häufig Temperaturmessungen (meist mit Stirn-Scannern) vor dem Betreten von Einrichtungen (Behörden, Museen, Geschäften, usw.) durchgeführt. Bei zu hoher Temperatur wird der Zutritt verwehrt und unter Umständen auch die staatliche Gesundheitsbehörde zur Veranlassung weiterer Maßnahmen informiert
  • In Geschäften, Zügen oder anderen geschlossenen Räumen gilt bis in den September eine Maskenpflicht
  • Auf Plätzen und vor Lokalen, wo häufig Menschen zusammen stehen, muss von 18 bis 6 Uhr morgens ein Atemschutz getragen werden. Eine Maske ist daher stets mitzuführen
  • Es gilt ein Mindestabstand von ein bis zwei Metern
  • Es darf nur eine begrenzte Anzahl von Menschen aus unterschiedlichen Haushalten im selben Auto fahren. Nähere Infos dazu gibt es beim ADAC
  • Unter ausländischer Flagge fahrende Passagier- und Kreuzfahrtschiffe dürfen nicht in italienischen Häfen anlegen
  • Hotels, Geschäfte, Bars und Restaurants sind unter Einhaltung strenger Auflagen wieder geöffnet
  • Discos, auch im Freien, sind dicht
  • An Stränden sollen Distanzregeln eingehalten werden
  • Kulturelle und soziale Veranstaltungen an öffentlichen oder privaten Orten können unter Einhaltung spezifischer Teilnehmerzahlen und Sicherheitsmaßnahmen wieder stattfinden
  • Größere Ansammlungen von Menschen sind verboten
  • Die italienische Tracing-App „Immuni“ soll die Verbreitung der Infektion eindämmen. Sie kann in allen gängigen App-Stores heruntergeladen werden
  • Reisende nach Sardinien, Kalabrien, Apulien und Sizilien müssen sich vor der Einreise registrieren

Die Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus bleiben für einen weiteren Monat in Kraft. Ministerpräsident Giuseppe Conte unterzeichnete am 7. September nach Regierungsangaben das entsprechende Dekret. Die Vorschriften gelten in dem Mittelmeerland nun bis zum 7. Oktober.

Portugal: Kann der Urlaub klappen?

Portugal galt lange Zeit als eines der Länder Europas, die vergleichsweise gut und mit geringen Ansteckungs- sowie Opferzahlen durch die Krise gekommen waren. Seit einigen Wochen wird aber eine Zunahme der Neuinfektionen vor allem im Großraum Lissabon verzeichnet. Dort wurden einige Lockerungen zurückgehalten. Restaurants, Cafés, Supermärkte und Diskotheken müssen beispielsweise früher schließen als im Rest des Landes. Lesen Sie hier: Corona: Aus Portugal kommen immer mehr Hiobsbotschaften

Diese Regeln gelten aktuell in Portugal:

  • Besucher müssen Angaben unter anderem zum Zielort und zur Erreichbarkeit während des Aufenthalts im Land machen
  • Die Körpertemperatur wird gemessen; sollte die Temperatur 38°C übersteigen, ist mit weiteren Untersuchungen und Maßnahmen der Gesundheitsbehörden, wie Selbstisolation bzw. häuslicher Quarantäne, zu rechnen
  • Wer nach Madeira oder auf die Azoren reisen will, muss ein Online-Formular ausfüllen und teilweise einen Covid-19-Test durchführen beziehungsweise ein negatives Ergebnis vorlegen
  • Das öffentliche Leben in Portugal wurde in nahezu allen Bereichen wieder aufgenommen, allerdings unter Auflagen
  • Es besteht keine generelle Maskenpflicht, aber immer mehr Städte und Regionen wie etwa Madeira haben das regional angeordnet
  • Restaurants sind geöffnet, Bars und Diskotheken bis 1 Uhr
  • Öffentliche Verkehrsmittel fahren zwar, die Nutzung zu Stoßzeiten soll aber vermieden werden
  • Der Strandbetrieb läuft unter Auflagen, ein Ampel-System und eine Onlineplattform sollen bei der Einhaltung der Hygiene-Regeln helfen
  • Für den Großraum Lissabon gelten strengere Maßnahmen: Dies betrifft insbesondere eingeschränkte Öffnungszeiten von Geschäften, Cafés, Bars und Diskotheken sowie den Ausschank und Konsum von Alkohol im öffentlichen Raum

Ist ein Urlaub in Frankreich möglich?

Die Entwicklung in Frankreich bereitet Sorgen. Wer in das Land reisen will oder von einem Aufenthalt in dem Land zurückkehrt, muss wegen der Corona-Pandemie einiges beachten. Ein Überblick über die wichtigsten Regelungen:

Das Auswärtige Amt rät derzeit von „nicht notwendigen, touristischen Reisen“ in die Regionen Île-de-France und Provence-Alpes-Côte-d’Azur sowie nach Französisch-Guayana, St. Martin und Guadeloupe ab. Betroffen sind beliebte Touristenziele wie Paris und Versailles sowie im Süden Nizza, Cannes, Aix-en-Provence, Marseille und ihr jeweiliges Umland.

Das Robert Koch-Institut stufte die betroffenen Regionen als Risikogebiete ein. Das bedeutet, Reiserückkehrer müssen in Deutschland für 14 Tage in Quarantäne oder einen negativen Corona-Test vorweisen, der höchstens 48 Stunden alt ist. Wichtig: Wer nur durch die Risikogebiete nur durchreist, ist nicht betroffen.

Diese Regeln gelten aktuell in Frankreich:

  • In Frankreich regelt eine Corona-Ampel, welche regionalen Beschränkungen Bestand haben
  • Generell gilt eine Maskenpflicht in allen öffentlichen, geschlossenen Räumen, in öffentlichen Verkehrsmitteln sowie an Bahn- und Flughäfen und Bushaltestellen
  • Seit dem 1. September muss auch in Unternehmen sowie in den meisten Schulen ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden
  • In manchen Regionen wurde die Maskenpflicht erweitert – in Städten wie Marseille, Nizza oder Paris ist der Mundschutz auch im Freien Pflicht
  • Parks und Strände sind landesweit grundsätzlich wieder zugänglich, es gelten Abstandsregeln
  • Museen sind ebenfalls wieder geöffnet, gegebenenfalls müssen Eintrittskarten vorab für bestimmte Besuchszeiten gebucht werden
  • Da, wo die französische Corona-Ampel auf „grün“ steht, dürfen Gastronomie und Campingplätze – unter Auflagen – öffnen
  • Ungeordnete Versammlungen von mehr als zehn Personen sind in der Öffentlichkeit untersagt
  • Großveranstaltungen mit über 5000 Teilnehmenden bleiben bis September verboten
  • Für die Überseegebiete gelten gesonderte Regeln

Urlaub in Kroatien: Was ist zu beachten?

Statistisch betrachtet kommen die Kroaten glimpflich durch die Krise. Allerdings haben sich die Fälle seit Beginn der Reisezeit am 15. Juni mehr als verdoppelt. Dies lässt vermuten, dass der Tourismus ein Corona-Beschleuniger ist. In den Gespanschaften Šibenik-Knin und Split-Dalmatien liegen die Inzidenzen derzeit (Stand: 2. September) bei mehr als 50 Fällen pro 100.000 Einwohner auf sieben Tage, weshalb diese Landesteile zu Risikogebieten eingestuft wurden. Lesen Sie dazu: Südafrika, Israel, Kroatien: Die neuen Hotspots der Pandemie

Wegen der gestiegenen Corona-Neuinfektionen hat das Auswärtige Amt eine Reisewarnung für Teile Kroatiens ausgesprochen. Die Reisewarnung gilt für die beiden südlichen Verwaltungsbezirke, die sogenannten Gespanschaften Šibenik-Knin mit dem Nationalpark Krka sowie Split-Dalmatien mit der Hafenstadt Split und den Inseln Brac und Hvar. Zuvor hatte das Robert Koch-Institut (RKI) die Einstufung der Regionen als Risikogebiet veröffentlicht.

Kroatien erlaubt deutschen Bundesbürgern und -bürgerinnen – wie allen anderen Staatsangehörigen von EU-Mitgliedsstaaten – die Einreise ohne Angabe von Gründen und ohne Einschränkungen. Bei der Einreise nach Deutschland müssen Urlauber aus den kroatischen Risikogebieten nun jedoch einen verpflichtenden Corona-Test durchführen lassen.

Lesen Sie hier: Urlaub in Kroatien 2020: Das müssen deutsche Urlauber wissen

Diese Regeln gelten aktuell in Kroatien:

  • Nach der Registrierung erhält man eine Benutzer-ID, die man bei der Einreise vorweisen muss
  • Es gilt ein Mindestabstand von 1,5 Metern
  • In Geschäften und öffentlichen Verkehrsmitteln gilt eine Maskenpflicht
  • Für die Gebiete Šibenik-Knin und Split-Dalmatien hat das Auswärtige Amt eine Reisewarnung ausgesprochen – Urlaubsrückkehrer müssen sich in Deutschland verpflichtend auf Corona testen lassen
  • In Split-Dalmatien gilt die Maskenpflicht auch für Besucher von Cafés und Bars, Ausstellungen, Gottesdiensten und anderen sozialen Begegnungen; in geschlossenen Räumen, in denen sich mehr als drei Personen befinden, ist ebenfalls ein Mund-Nasen-Schutz zu tragen
  • Clubs müssen um Mitternacht schließen
  • An den Stränden gelten Abstandsregeln, eine Überbelegung soll verhindert werden
  • Sollte das Infektionsgeschehen auf den kroatischen Inseln ansteigen, müssen Reisende damit rechnen, dass Brücken- und Fährverbindungen kurzfristig unterbrochen werden und ein Verlassen beziehungsweise Betreten der Inseln nicht mehr möglich ist

Ist ein Urlaub in der Türkei 2020 möglich?

Die Bundesregierung hat die Reisewarnung für die Türkei teilweise aufgehoben. Das Auswärtige Amt teilt in seinen Reisehinweisen im Internet mit, dass die formelle Warnung vor touristischen Reisen in die Provinzen Antalya, Izmir, Aydin und Muğla entfällt. Bei allen vier Provinzen handelt es sich um Urlaubsregionen an der Westküste.

Die Türkei hatte viele Wochen auf diesen Schritt gedrungen. Die deutschen Urlauber gehören zu den größten Touristengruppen in der Türkei. Für die restlichen Gebiete der Türkei warnt das Auswärtige Amt vor nicht notwendigen, touristischen Reisen.

Alle, die aus der Türkei nach Deutschland zurückreisen, müssen bei der Ausreise einen negativen Corona-Testnachweis vorlegen, der nicht älter als 48 Stunden sein darf.

Lesen Sie hier: Urlaub in der Türkei: Muss man in Quarantäne?

Diese Regeln gelten aktuell in der Türkei:

  • Die allgemeine Reisewarnung für die Türkei ist teilweise aufgehoben. Die Warnung vor touristischen Reisen in die Provinzen Antalya, Izmir, Aydin und Muğla entfällt
  • Vor der Einreise werden unter anderem Temperaturmessungen durchgeführt und gegebenenfalls auch zusätzliche Gesundheitsuntersuchungen vorgenommen. Bei positivem Testergebnis wird eine medizinische Behandlung angeordnet, auch Quarantänemaßnahmen sind möglich
  • Die Einhaltung des türkischen Tourismus- und Hygienekonzeptes ist Pflicht
  • Dazu gehört ein PCR-Test für alle Reisenden in der Türkei innerhalb von 48 Stunden vor der Rückreise nach Deutschland
  • Auf Marktplätzen, in Supermärkten und in öffentlichen Verkehrsmitteln ist das Tragen von Schutzmasken Pflicht; in vielen Städten gilt diese Regel sogar überall im öffentlichen Raum
  • Es gilt ein Mindestabstand von drei Schritten, Zuwiderhandlungen werden geahndet

Urlaub in Österreich: Trotz Corona-Krise möglich?

Alle Deutschen hatten einige Wochen wieder freie Fahrt nach und durch Österreich. Am 16. September erklärte das Robert Koch-Institut Wien jedoch wieder zum Risikogebiet. Demnach gilt als wahrscheinlich, dass es auch bald wieder eine Reisewarnung des Auswärtigen Amts für die Hauptstadt gibt.

Weiterhin nur eingeschränkt einreisen dürfen Menschen, die sich in den zehn Tagen vor der Einreise in einem der rund 30 ausgewiesenen Corona-Risikogebiete aufgehalten haben. Reisende aus diesen Gebieten müssen einen negativen PCR-Test nachweisen oder in der Quarantäne nachholen, sofern sie nicht nur ohne Zwischenstopp durch Österreich durchfahren wollen.

Kontrollen gibt es an den Grenzen zu Slowenien, Ungarn und Italien.

Ansonsten gibt es kaum mehr coronabedingte Beschränkungen. Auf einen Mindestabstand von einem Meter nicht zuletzt beim Baden und Wandern muss aber geachtet werden. Insgesamt ist die Corona-Lage unter Kontrolle, zuletzt stiegen die Zahlen allerdings wieder etwas an.

Diese Regeln gelten aktuell in Österreich:

  • Die Einreise aus Deutschland ist generell ohne Einschränkung möglich
  • In Grenznähe werden stichprobenartige Kontrollen durchgeführt, auch wenn die Grenzkontrollen an der Grenze zu Deutschland aufgehoben wurden
  • Ein Mindestabstand von einem Meter zu anderen Personen muss weiter eingehalten werden
  • Mundschutzpflicht gilt in öffentlichen Verkehrsmitteln, in Supermärkten, Bank- und Post-Filialen, in Apotheken und bei Veranstaltungen in geschlossenen Räumen ohne feste Sitzplatzzuweisung

Niederlande – Reisen mit Einschränkungen möglich

Einer Reise in die Niederlande steht für deutsche Touristen und Touristinnen generell nichts im Wege. „Touristen aus Ländern mit vergleichbaren niedrigen Gesundheitsrisiken wie in unserem Land sind in diesem Sommer willkommen in den Niederlanden“, schreibt die Regierung.

Zuletzt nahmen die Neuinfektionen, vor allem in Amsterdam und Rotterdam, wieder zu. Dort gelten nun strengere Regeln. Amsterdam rief Urlauber auf, auf Besuche am Wochenende zu verzichten – aus Sorge vor einer zweiten Corona-Welle. Tagesgäste sollten ihren Besuch lieber auf Montag bis Donnerstag verschieben.

Der Zustrom von Touristen hat so zugenommen, dass der Sicherheitsabstand von 1,5 Metern nicht einzuhalten ist. Dieser ist allerdings Pflicht, auch in Geschäften und an Stränden.

Lesen Sie hier: Urlaub in den Niederlanden und Belgien: Wie er 2020 möglich ist

Diese Regeln gelten aktuell in den Niederlanden:

  • Zwischen den Niederlanden und Deutschland finden keine Grenzkontrollen statt
  • Flugreisende aus allen Ländern müssen ein Gesundheitsformular ausfüllen und bei sich führen
  • Für alle Personen ab 13 Jahren besteht Maskenpflicht im ÖPNV und auf Fähren sowie auf Flügen der KLM und am Flughafen Schiphol
  • In Amsterdam und Rotterdam muss auch an belebten Plätzen, Geschäften in der City und dem Rotlichtviertel eine Gesichtsmaske getragen werden
  • Museen sind geöffnet, die Besucherzahl wird aber über eine vorherige Online-Buchungspflicht reguliert
  • Ein Platz in Kneipen und Restaurants muss reserviert werden, Gäste müssen ihre Kontaktdaten hinterlassen
  • Strände sind geöffnet, es besteht jedoch die Möglichkeit von regulierenden Sperrungen von Parkplätzen und Zufahrten
  • Es gilt ein Mindestabstand von 1,5 Metern

Belgien – Das müssen Reisende beachten

Insgesamt war Belgien im europäischen Vergleich eher stark von der Corona-Pandemie betroffen. Aufgrund hoher Infektionszahlen hat das Auswärtige Amt aktuell eine Reisewarnung für die Region Antwerpen und die Hauptstadt Brüssel ausgesprochen. Rückkehrende aus dieser Region müssen in Deutschland unter Quarantäne oder sich einem Corona-Test unterziehen.

Der Rest des Königreichs steht Touristen und Touristinnen aus Deutschland wieder offen. Allerdings werden einige Regionen – darunter Hamburg, Niederbayern und Düsseldorf – als orangene Zonen eingestuft. Einreisenden aus diesen Gebieten wird eine 14-tägige häusliche Quarantäne und ein Test empfohlen.

Diese Regeln gelten aktuell in Belgien:

  • Die Quarantänepflicht und Grenzkontrollen wurden aufgehoben, es sei denn, die Reisenden kommen aus Regionen, die Belgien als Risikogebiete deklariert hat
  • Am Brüsseler Flughafen werden Gesundheitskontrollen mit Temperaturmessungen durchgeführt, bei Körpertemperatur über 38°C wird die Einreise möglicherweise verweigert
  • Auf öffentlichen Plätzen mit viel Publikum sowie in Bussen und Bahnen, Museen und Geschäften gilt eine Maskenpflicht
  • Gäste in Kneipen und Restaurants müssen Kontaktdaten hinterlassen
  • Bars und Diskotheken bleiben geschlossen
  • Die maximale Gruppengröße für private Treffen oder Restaurantbesuche ist auf zehn Personen beschränkt, Kinder unter zwölf Jahren sind davon ausgenommen
  • Großveranstaltungen bleiben verboten
  • Es gilt ein Mindestabstand von 1,5 Metern
  • In Antwerpen gilt eine nächtliche Ausgangssperre und eine Sperrstunde für die Gastronomie, sowie eine allgemeine Maskenpflicht in der Öffentlichkeit
  • An der Nordseeküste müssen sich Urlauber und Einheimische für Strandbesuche teils vorher anmelden
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Trotz Corona- Kreuzfahrten im Mittelmeer starten wieder

Weitere Länder – Das sollten Urlauber und Urlauberinnen wissen

USA: Die USA haben eine traurige Spitzenposition in der Corona-Statistik. Das Auswärtige Amt warnt seit dem 3. Juli vor Reisen in das gesamte Land. Zugleich haben die USA im März für Europäer und Europäerinnen und alle, die sich in den 14 Tagen vor ihrer Einreise in die USA in einem Schengen-Staat aufgehalten haben, eine Einreisesperre verhängt. Ausnahmen gibt es unter anderem für US-Bürger und -Bürgerinnen und Menschen mit Wohnrecht im Land. Wann die Sperre aufgehoben wird, ist noch nicht klar.

In mehreren Bundesstaaten gibt es Einschränkungen des öffentlichen Leben. Diese können sich unterscheiden, weshalb das Auswärtige Amt empfiehlt, sich vor der Einreise bei den lokalen Behörden zu erkundigen.

Großbritannien: Reisende aus Deutschland können inzwischen ohne Einschränkungen einreisen. Vorab muss ein umfangreiches Online-Formular unter anderem mit Kontaktdaten ausgefüllt werden.

In Großbritannien bestimmt jeder Landesteil über seine eigenen Maßnahmen im Kampf gegen die Pandemie. Großbritannien ist mit Blick auf die Todeszahlen der am schlimmsten von der Pandemie betroffene Staat in Europa. In mehreren Gebieten ist die Zahl der Neuinfektionen wieder in die Höhe geschnellt, etwa im Norden Englands. Daher gibt es lokal begrenzte Kontaktbeschränkungen.

Schweden: Die Schweden haben ihre lange Zeit verhältnismäßig hohen Todes- und Infektionszahlen mittlerweile einigermaßen in den Griff bekommen. Dennoch können sie innerhalb Skandinaviens und Europas nicht so freizügig reisen können wie manch andere.

Die schwedischen Grenzen sind für EU-Bürger dagegen offen – die Anreise per Flugzeug, Fähre oder Auto über die Öresundbrücke zwischen Kopenhagen und Malmö ist möglich, und auch innerhalb des Landes gibt es keine Beschränkungen.

Luxemburg: Die Reisewarnung hat das Auswärtige Amt inzwischen zurückgenommen. In Luxemburg gilt eine Maskenpflicht unter anderem im öffentlichen Nahverkehr. In Geschäften und öffentlichen Einrichtungen muss zudem ein Mindestabstand von zwei Metern eingehalten werden. In manchen Bereichen gelten unter Umständen noch strengere Bestimmungen.

Norwegen: Wer aus Deutschland in das nordische Land reist, muss sich seit dem 29. August bei der Ankunft für zehn Tage in Quarantäne begeben. Ebenso warnt Norwegen wegen des Anstiegs der Corona-Fallzahlen in Deutschland vor Reisen in die Bundesrepublik.

Die norwegische Reederei Color Line unterbricht daher den regelmäßigen Fährbetrieb zwischen Kiel und Oslo. Wie lange die Unterbrechung dauert, noch nicht fest.

Polen: Das Land hat seit Juni seine Grenzen zu allen EU-Nachbarn geöffnet, nur an den Grenzen zur Ukraine, zu Russland und Belarus gibt es noch Kontrollen. Einreisende EU-Ausländer und Polen müssen nicht in Quarantäne. Hotels, Einkaufszentren sowie Restaurants und Cafés sind geöffnet. Das gleiche gilt für Friseursalons und Kosmetikstudios. Auch Schwimmbäder und Fitnessstudios sind in den meisten Regionen in Betrieb.

Angesichts eines wieder wachsenden Infektionsgeschehens, besonders im Süden und Südosten des Landes, können Fitnessstudios allerdings regional geschlossen werden.

Es gilt eine Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln, in Restaurants, Geschäften und Museen. Zudem gilt auch in Polen ein Mindestabstand von 1,5 Metern.

Ägypten: Das Land ist vom Coronavirus stark betroffen, weshalb die Bundesregierung vor Reisen in das Land warnt. Die ägyptischen Flughäfen haben ihren Betrieb dennoch am 1. Juli wieder aufgenommen. Wer einreist, muss mit verstärkten Kontrollen rechnen. Zudem muss seit dem 15. August ein negatives Testergebnis vorgelegt werden, das nicht älter als 72 Stunden ist. Ausnahmen stellen die Gebiete Südsinai, Rotes Meer und Matrouh (Flughäfen Scharm El-Scheich, Taba, Hurghada, Marsa Alam und Marsa Matrouh) dar, hier wird kein negativer Corona-Test benötigt.

Südafrika: Weder Ein- noch Ausreisen sind derzeit möglich. Alle Landesgrenzen und Flughäfen sind geschlossen. Das Auswärtige Amt warnt außerdem vor Reisen nach Südafrika.

Mexiko: EU-Bürgerinnen und -Bürger können zwar ungehindert einreisen und sich bei Einhaltung von Abstands- und Hygieneregeln im Land bewegen. Auch gibt es keine Zwangsquarantäne oder Verpflichtung, einen Gesundheitsnachweis zu erbringen. Allerdings ist die Infektionslage kritisch, weshalb Reisende derzeit nach der Rückkehr in Selbstisolation müssen. Die Bundesregierung warnt vor Reisen nach Mexiko.

Kreuzfahrten in Corona-Zeiten: Bundesregierung rät dringend ab

Kreuzfahrten: Weil sich unter vielen Menschen auf engem Raum das Virus besonders schnell verbreiten kann, galten Kreuzfahrtschiffe zu Anfang der Pandemie als Hotspots. Im März hatten mehrere Schiffe mit infizierten Menschen an Bord Pro­bleme, einen Hafen zu finden, in den sie einlaufen konnten. Die Bundesregierung riet von Kreuzfahrten ab, viele Reedereien sagten alle Reisen ab.

Am 9. Juli wurde ein Corona-Hygienekonzept, das die Kreuzfahrtindustrie gemeinsam mit den deutschen Behörden und Hafenverwaltungen erarbeitet hat, vorgestellt. Die Wiederaufnahme der Kreuzfahrten sollte demzufolge in drei Phasen eingeteilt werden, wie die Cruise Lines International Association (Clia), der größte Verband der Kreuzfahrtindustrie, in Frankfurt am Main mitteilte. Für die Fahrgäste bedeutet das: Nur Seetage, dafür mehr Platz und Service an Bord.

Die Reederei Aida musste den geplanten Neustart in der ersten Augusthälfte allerdings verschieben, weil eine Freigabe nicht rechtzeitig erteilt worden war. Für den Neustart hatte Aida 750 Besatzungsmitglieder aus Asien am 22. Juli mit drei Flugzeugen eingeflogen. Corona-Tests nach der Landung ergaben elf Infizierte, die in der Folge isoliert wurden. Nun will man am 6. September einen neuen Anlauf nehmen, um in die Saison zu starten. Tui Cruises ist bereits unterwegs.

Lesen Sie hier: Mit diesen Regeln geht es bald auf See

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(san/amw/bef/yah/jkali/les/lhel/jas/dpa/AFP/reb)

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