DRK warnt: Zecken-Gefahr ist im Sommer 2020 besonders groß

Berlin.  Die Zeckensaison hat schon längst begonnen. Doch nun warnt das Deutsche Rote Kreuz vor einer besonders hohen Gefahr in diesem Sommer.

Das müssen Sie über Zecken wissen

Zecken sind hart im Nehmen und werden schon ab -5 Grad aktiv. Wegen der milden Winter beginnt die Zeckensaison immer früher. Diese fünf Fakten sollten Sie über die Krabbeltiere wissen.

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Beim Aufenthalt im Freien auf Wiesen und in Wäldern ist derzeit Vorsicht geboten. Von Zecken gehe in diesem Sommer eine besonders hohe Gefahr aus, warnt das Deutsche Rote Kreuz (DRK) in einer am Dienstag veröffentlichten Mitteilung.

Wegen des milden Winters gebe es demnach in dieser Saison, die bereits im März begonnen habe, viel mehr Zecken als in den vergangenen Jahren. DRK-Bundesarzt Peter Sefrin empfiehlt daher, möglichst nicht durch dichtes Unterholz und hohes Gras zu laufen und nach dem Aufenthalt im Freien Körper und Kleidung gründlich abzusuchen. Wie Sie sich darüber hinaus vor gefährlichen Zecken schützen können, erfahren Sie hier.

Zecken können durch ihre Stiche unter anderem Borreliose übertragen. Mehr zu dieser Krankheit erfahren Sie hier: Wanderröte nach Zeckenstich? Fünf Fakten über Borreliose

Auch die Hirnentzündung FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) wird durch Zecken übertragen. Daher weist das DRK auch auf die gestiegene Zahl an FSME-Risikogebieten in Deutschland hin. Das Robert Koch-Institut (RKI) hatte Anfang des Jahres bekanntgegeben, dass ein Stadt- und ein Landkreis in Sachsen sowie ein Landkreis in Thüringen zusätzlich als Risikogebiete eingestuft wurden.

Insgesamt sind demnach nun 164 Kreise als FSME-Risikogebiete definiert – die meisten davon in Süddeutschland. Die Einstufung als Risikogebiet basiert auf Erkrankungsdaten mehrerer Jahre. In diesen Regionen wird Menschen, die zum Beispiel in der Freizeit oder beruflich mit Zecken in Berührung kommen könnten, eine FSME-Impfung empfohlen. (jkali/dpa)

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