Doch kein Corona? Briatore widerspricht italienischen Medien

Mailand.  Flavio Briatore liegt in Mailand im Krankenhaus. Jedoch offenbar nicht wegen einer Infektion mit dem Coronavirus, wie es zunächst hieß.

Sportmanager Flavio Briatore habe sich mit dem Coronavirus angesteckt, berichteten italienische Medien – er widerspricht.

Sportmanager Flavio Briatore habe sich mit dem Coronavirus angesteckt, berichteten italienische Medien – er widerspricht.

Foto: HOCH ZWEI / imago images

  • Flavio Briatore soll sich mit dem Coronavirus infiziert haben, berichteten italienische Medien
  • Sein Zustand sei ernst, Briatore liege aber nicht auf der Intensivstation, hieß es
  • Briatore selbst spricht von einem Prostata-Leiden
  • Derweil steigt die Zahl der Corona-Fälle nach einem Ausbruch in Briatores Club auf Sardinien

Verwirrung um Flavio Briatore: Der Sportmanager und langjährige Teamchef der Formel-1-Rennställe von Benetton und Renault soll sich mit dem Coronavirus infiziert haben. Das berichtete die italienische Nachrichtenagentur Ansa am Montag. Demnach liege der 70-Jährige erschöpft und mit leichtem Fieber in der Mailänder Klinik „San Raffaele“.

Flavio Briatore widerspricht Berichte über Corona-Infektion

Italienische Medien berichteten zudem, Briatores Zustand sei „ernst“, wenngleich er nicht auf der Intensivstation liege. Sie bezogen sich auf Angehörige des Milliardärs, der sich nun aber selbst zu Wort meldet und erklärt: alles falsch! „Ich habe nur eine starke Prostataentzündung, Sonntagnacht fuhr ich ins San Raffaele in Mailand und sie nahmen mich auf“, sagte der 70-Jährige der Zeitung „Corriere della Sera“. Es gehe ihm gut und er bleibe vorübergehend zur Kontrolle in der Klinik.

Das Telefonat fand nach Angaben des Blattes am Dienstagabend statt. Dabei habe Briatore, in dessen Disco auf Sardinien viele Mitarbeiter positiv auf das Virus getestet wurden, auf die Frage nach einer Corona-Infektion gesagt: „Während ich hier war, habe ich den Abstrich gemacht und ich weiß immer noch nicht, ob ich positiv bin.“

Lesen Sie auch: Corona: Mehrere Covid-19-Genesene sind wieder infiziert

Briatores Club wird zum Corona-Hotspot

Das Nachtlokal des ehemaligen Formel-1-Managers Flavio Briatore im Badeort Porto Cervo auf Sardinien hatte sich nach Medienberichten zu einem Corona-Hotspot entwickelt.

Die Zahl der positiven Coronavirus-Abstriche im Umfeld des „Billionaire“-Clubs sei auf etwa 60 Fälle gestiegen, berichteten Ansa unter Berufung auf örtliche Gesundheitsstellen. Die Zahl könne sich noch leicht ändern, da auch ein anderer Betrieb zu der Testreihe gehöre.

Die ersten Ansteckungen in dem Prominenten-Treff Briatores waren schon vor einigen Tagen bekannt geworden. Viele betroffene Mitarbeiter seien zu Hause in Isolation, hieß es.

Auch interessant: Corona-Regeln: Kommen neue Obergrenzen für Partys?

Nicht nur in Briatore-Disco: Weitere Corona-Ausbrüche auf Sardinien

Nach Medienberichten gab es auch in anderen Diskotheken an der Costa Smeralda Corona-Fälle. Auch der Fußballtrainer Sinisa Mihajlovic vom italienischen Club FC Bologna war vor wenigen Tagen nach seiner Rückkehr von Sardinien positiv auf das Virus getestet worden. Laut Medien gab es dort ein Promi-Fußball-Match.

Flavio Briatore ist nicht nur eine Motorsport-Legende, sondern auch der Vater von Heidi Klums erstem Kind, der 16-jährigen Helene Boshoven Samuel, kurz Leni. Im Jahr 2009 adoptierte Heidi Klums Ex-Ehemann, der Sänger Seal, die damals 5-Jährige.

(yah/dpa/sid/lhel)

Kommentar-Profil anlegen
*Pflichtfelder