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Corona: Fast 20.000 Neuinfektionen – Labore überlastet

| Lesedauer: 73 Minuten
Hartz-4: Verdi fordert Bonuszahlungen wegen Corona-Lockdown

Hartz-4- Verdi fordert Bonuszahlungen wegen Corona-Lockdown

Hartz-4-Empfänger trifft Corona-Krise hart. Verdi fordert nun, sie während des Lockdown mit Bonuszahlungen zu unterstützen.

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Berlin.  Die Neuinfektionen in Deutschland erreichen neuen Höchstwert. Die Labore sind laut RKI überlastet. Alle Infos zur Pandemie im Newsblog.

  • Die Gesundheitsämter haben laut Robert Koch-Institut vom Donnerstagmorgen 19.900 Corona-Neuinfektionen gemeldet – ein neuer Höchstwert
  • Die Positivquote von Corona-Tests in Deutschland hat sich verzehnfacht
  • Immer mehr Labore kommen bei der Auswertung der Tests an ihre Grenzen
  • Das Bundeswirtschaftsministerium startet eine Plattform für Schutzmasken
  • Bundesaußenminister Heiko Maas hat sich in Corona-Quarantäne begeben
  • Schwedens Ministerpräsident Stefan Löfven hat bekanntgegeben, dass das Land im Kampf gegen die Corona-Pandemie neue Maßnahmen ergreifen will
  • Der Deutsche Fußball-Bund bittet die Politik um eine Lockerung der Corona-Einschränkungen im Amateurbereich
  • Italien verhängt im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus eine nächtliche Ausgangssperre
  • In Portugal ist ein zweiter Lockdown wegen der Corona-Pandemie in Kraft getreten. Auch Polen verschärft die Corona-Maßnahmen
  • In Deutschland sind unseren Recherchen zufolge bislang rund 620.000 Corona-Infektionen registriert worden, rund 10.950 Menschen sind in Verbindung mit einer Covid-19-Erkrankung gestorben
  • Wichtiger Hinweis: Dieser Newsticker ist geschlossen. Alle weitere Nachrichten finden Sie in unserem neuen Blog, den Link dazu finden Sie unten.

In Deutschland werden immer mehr Corona-Tests gemacht. Die Labore sind stark ausgelastet. Immer öfter kommen Corona-Labore mit dem Auswerten von Tests nicht hinterher.

So meldeten laut Robert Koch-Institut (RKI) in der vergangenen Kalenderwoche (bis 1. November) 69 Labore einen Rückstau von insgesamt 98.931 abzuarbeitenden Proben. Zwei Wochen zuvor waren es noch 52 Labore mit 20.799 abzuarbeitenden Proben. 55 Labore nannten laut RKI zuletzt Lieferschwierigkeiten für Reagenzien unter anderem zum Auswerten der Tests, Plastikverbrauchsmaterialien und Pipettenspitzen.

Immer mehr Labore befinden sich laut RKI an den Grenzen ihrer Auslastung. Es sei „dringend geboten, den Einsatz der Tests im Hinblick auf den angestrebten Erkenntnisgewinn in Abhängigkeit freier Testkapazitäten zu priorisieren“.

Corona-News: RKI meldet 19.990 Neuinfektionen binnen 24 Stunden

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) am Donnerstag 19.990 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet – es ist ein neuer Höchstwert. Dies geht aus Angaben des RKI vom Donnerstagmorgen hervor.

Donnerstag, 5. November: Jeder zweite fürchtet Weihnachten in Isolation

10.30 Uhr: Wir haben diesen Blog geschlossen. Alle weiteren Nachrichten zu Corona finden Sie in unserem neuen Corona-Ticker.

8.20 Uhr: Wie ist die Gefühlslage der Menschen in Deutschland zu Beginn des zweiten Teil-Lockdowns? Ein Drittel bezeichnet sich als überwiegend „besorgt“ (33 Prozent). Als „angespannt“ empfinden sich 16 Prozent. Dies ergab eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur. „Wütend“ nennen sich 12 Prozent, „ängstlich“ oder gar „panisch“ sind nach eigener Einschätzung 4 bzw. 1 Prozent der Bundesbürger.

Positiver sieht ein knappes Drittel der Befragten die Lage, trotz des weitgehenden Stillstandes des öffentlichen Lebens: 19 Prozent bezeichnen sich als „entspannt“, 9 Prozent sogar als „zuversichtlich“. Die Hälfte der Bundesbürger rechnet mit einem Weihnachten in der Isolation. Konkret befürchten 52 Prozent, dass die Haushalte in Deutschland wegen der Corona-Krise diesmal getrennt feiern müssen.

Deutlich größerer Anteil an Corona-Tests fällt positiv aus

5.30 Uhr: Die sogenannte Positivenquote bei Corona-Tests in Deutschland hat sich in den vergangenen zwei Monaten in etwa verzehnfacht. So schlugen in Kalenderwoche 44 (bis 1. November) etwa 7,3 Prozent der Tests an, wie das Robert Koch-Institut in seinem Lagebericht von Mittwochabend schreibt. In Kalenderwoche 35 (bis 30.8.) waren es noch rund 0,7 Prozent.

Die Zahl der wöchentlich durchgeführten Tests kletterte in den vergangenen zwei Monaten deutlich um mehr als 400.000. 191 Labore meldeten zuletzt rund 1,6 Millionen solcher Laboruntersuchungen in einer Woche. Die Entwicklung bei Positivenrate und Test-Anzahl spiegelt sich im über Wochen starken Anstieg bei den gemeldeten Neuinfektionen wieder.

Bundeswirtschaftsministerium startet Plattform für Schutzmasken

2.11 Uhr: Ein Infoportal für Schutzausrüstung gegen Corona bietet das Bundeswirtschaftsministerium ab Donnerstag an. Unter dem Stichwort „MAPS“ können Anbieter auf der Webseite des Ministeriums Angebote für Masken listen, die den EU-Standards für Medizinprodukte entsprechen – inklusive Preis, Maskenart und Hauptproduktionsort.

Ziel ist es, dass Unternehmen und öffentliche oder andere Einrichtungen sich informieren können, wo sie zertifizierte Masken beziehen können. Zunächst geht die Plattform mit 24 Angeboten an den Start, es soll aber erweitert werden. Das Wirtschaftsministerium fördert den Ausbau der Maskenproduktion in Deutschland mit insgesamt 60 Millionen Euro. Dadurch sollen zehn Milliarden Masken pro Jahr zusätzlich produziert werden.

Handelsverband und Immobilienwirtschaft warnen vor Laden-Sterben in den Einkaufsstraßen

1.01 Uhr: Der Handelsverband Deutschland (HDE) und der Zentrale Immobilien Ausschuss (ZIA) warnen angesichts des neuen Teil-Lockdowns vor einem Laden-Sterben in den deutschen Einkaufsstraßen. „Das erneute Herunterfahren des öffentlichen Lebens bringt viele Einzelhändler in den Innenstädten in eine existenzbedrohende Lage. Zwar darf der Einzelhandel geöffnet bleiben, gleichzeitig finden aber immer weniger Kunden den Weg in die Stadtzentren“, sagte HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth unserer Redaktion. Da etwa die Gastronomie geschlossen sei, fehle es an einem „angenehmen Einkaufserlebnis“.

Auch der Appell der Politik, zuhause zu bleiben, habe „tiefgreifende Folgen für die Handelsunternehmen“, so Genth. „Deshalb muss die Politik ihre Nothilfen auch für Einzelhändler öffnen“, forderte der HDE-Hauptgeschäftsführer. Ansonsten würde „öde Innenstädte mit zahlreichen Leerständen“ drohen. Lesen sie hier: Lockdown: Die Angst vor den deutschen „Geisterstädten“

Mittwoch, 4. November: Immer mehr Neuinfektionen in Italien und Großbritannien

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20.21 Uhr: Italien meldet 30.550 neue Coronavirus-Infektionen binnen eines Tages, teilte das Gesundheitsministerium mit. Am Vortag waren es noch 28.244. Das Ministerium meldete außerdem 352 Todesfälle. Inzwischen sind in Italien insgesamt 39.764 Menschen im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben, während insgesamt bisher 790.377 Fälle der Krankheit registriert wurden.

Großbritannien meldet 25.177 Neuinfektionen und 492 weitere Todesfälle. Die Zahlen liegen deutlich über denen vom Dienstag, als 20.018 neue Ansteckungen registriert wurden und 397 Patienten im Zusammenhang mit Corona verstarben.

Berlins Bürgermeister negativ auf Coronavirus getestet

19.34 Uhr: Nach der Corona-Infektion von Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke sind Tests bei anderen Politikern sowie bei Spitzenmanagern, die auch an der Eröffnung des Flughafens BER teilgenommen hatten, negativ ausgefallen. Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller und mehrere Brandenburger Minister seien negativ getestet worden, teilten die Senatskanzlei und der Sprecher der Brandenburger Regierung am Mittwoch mit. Müller werde seine freiwillige Quarantäne wieder verlassen, hieß es.

Auch der Test von BER-Chef Engelbert Lütke Daldrup fiel negativ aus, wie die Flughafengesellschaft Berlin-Brandenburg auf Twitter schrieb. Das berichtete die Lufthansa auch von Chef Carsten Spohr. Ein Schnelltest bei Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer, der ebenfalls bei der Eröffnung war, hatte schon am Dienstag Entwarnung bedeutet.

Burger King macht in Corona-Zeiten Werbung für McDonalds

18.58 Uhr: In ungewöhnlichen Zeiten hat sich die Fast-Food-Kette Burger King zu einem ungewöhnlichen Werbe-Gag entschieden. „Bestellt bei McDonalds“, ist auf einem Instagram-Post von Burger King zu lesen. „Wir hätten auch nie gedacht, dass wir das einmal schreiben würden“, hieß es weiter. In diesen Zeiten benötige die Gastronomie, die Tausende von Arbeitsplätzen schaffe, aber jede Unterstützung - das gelte auch für Rivalen wie KFC, Subway und andere. Mit Takeaway-Angeboten oder Bestellungen von Zuhause aus sei es aber auch im Lockdown möglich, die Unternehmen zu unterstützen.

Ganz selbstlos wollte sich Burger King in seinem Posting aber dann doch nicht geben: „Einen Whopper zu nehmen, ist immer das Beste. Aber ein Big Mac ist auch nicht so schlecht.“

Außenminister Heiko Maas begibt sich in Quarantäne

18.13 Uhr: Es ist keine fünf Wochen her, dass Außenminister Heiko Maas seine erste Corona-Quarantäne beendete. Jetzt muss er sich schon wieder isolieren. „Nach einem Treffen mit Außenminister Maas und Staatsminister Roth am Montagabend wurde heute bei einem ausländischen Delegationsteilnehmer COVID-19 diagnostiziert“, heißt es in einer Mitteilung des Auswärtigen Amts.

Außenminister Maas, Staatsminister Roth und beteiligte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hätten sich auf amtsärztliche Anordnung in Quarantäne begeben. Außenminister Maas werde die Quarantäne erneut in einem Haus in Brandenburg verbringen. „Ein erster PCR-Test verlief heute negativ. Die betroffenen Personen wurden informiert“, heißt es in der Mitteilung weiter.

Corona: Mediziner befürchten Verdopplung von Intensivpatienten

17.42 Uhr: Die Intensivmediziner in Deutschland rechnen spätestens in zehn Tagen mit doppelt so viel Corona-Patienten auf den Intensivstationen wie heute. Der Präsident der Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI), Uwe Janssens, appelliert deshalb an die Politik, Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass die Kliniken den Regelbetrieb einstellen können.

“Aus dem Regelbetrieb heraus - damit wird Fachpflegepersonal aus der Anästhesie freigesetzt“, sagt Janssens gegenüber den Fernsehsendern RTL undn ntv. „Dieses Anästhesiefachpflegepersonal ist doch genau die Lösung. Die haben die gleiche Ausbildung wie Intensivschwestern und können uns dann auch helfen.“

17.21 Uhr: Heute meldete das RKI erstmals seit Wochen wieder einen R-Wert unter der kritischen Marke von 1,0. Das heißt: Das exponentielle Wachstum macht eine Pause, zehn Infizierte stecken weniger als zehn andere an. Die gesunkene Reproduktionszahl R macht Hoffnung auf einen positiven Corona-Trend. Aber sie ist nicht der einzige wichtige Faktor. Lesen Sie dazu: R-Wert fällt unter 1 – Kommt bald die Corona-Trendwende?

41 deutsche Gesundheitsämter melden Engpässe wegen Corona

17.00 Uhr: Wegen aktueller oder drohender Engpässe beim Kampf gegen die Corona-Pandemie liegen dem RKI derzeit 41 Meldungen von Gesundheitsämtern vor. Dabei geht es in 34 Fällen darum, dass Infektionsschutzmaßnahmen nicht mehr voll vorgenommen werden können, wie das Bundesgesundheitsministerium in Berlin mitteilte. In sieben Fällen wurde gemeldet, dass dies in den nächsten Tagen nicht mehr sichergestellt werden könne.

Der Bund bietet bei Kapazitätsengpässen etwa beim Nachverfolgen von Kontaktpersonen infizierter Menschen Unterstützung an. Neben Helfern des RKI sind derzeit 5350 Soldaten etwa in Gesundheitsämtern oder bei Tests im Einsatz. Der bundesweite Teil-Lockdown mit zahlreichen Schließungen im November zielt ebenfalls darauf, dass die etwa 375 Gesundheitsämter die Lage wieder besser unter Kontrolle bekommen.

DFB bittet Politik um Lockerung der Corona-Einschränkungen im Amateurbereich

16.52 Uhr: Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) bittet die Politik um eine Lockerung der Corona-Einschränkungen im Amateurbereich. Nach einer Konferenz richteten die Präsidenten der Regional- und Landesverbände sowie DFB-Chef Fritz Keller einen entsprechenden Appell an die Politiker, der sich in erster Linie auf den organisierten Sport von Kindern und Jugendlichen unter freiem Himmel bezieht. Der DFB sprach in einer Mitteilung davon, damit ausdrücklich nicht nur den Fußball einzuschließen.

Seit Montag ist es mit wenigen Ausnahmen nur noch Profi-Sportlern erlaubt, zu trainieren und Wettkämpfe zu betreiben. „Nach allen bisher vorliegenden Erkenntnissen und Zahlen birgt die Ausübung von Freiluftsport - auch in Mannschaftssportarten - kaum ein Ansteckungsrisiko. Dies hat Prof. Dr. Tim Meyer als anerkannter Experte und Leiter der Medizinischen Kommission des DFB in den vergangenen Wochen öffentlich nachvollziehbar erläutert“, argumentierte Keller. Sport habe zudem eine hohe gesellschaftliche und soziale Bedeutung.

16.45 Uhr: Die Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Lettland und Estland haben Höchstwerte erreicht. In beiden baltischen Staaten wurden nach Angaben der Gesundheitsbehörden in Riga und Tallinn so viele neue Fälle registriert wie noch nie seit Beginn der Pandemie. In Lettland wurden demnach 313 positive Tests innerhalb von 24 Stunden verzeichnet, in Estland waren es 208. Die bisherigen Höchstwerte lagen jeweils bei 284 und 134.

Angesichts der steigenden Infektionszahlen erwägt die Regierung in Riga, erneut einen Corona-Notstand in Lettland zu verhängen. Damit würde das Kabinett rechtlich mehr Vollmachten erlangen, um Maßnahmen gegen die Ausbreitung ergreifen zu können. Eine Entscheidung soll kommenden Freitag getroffen werden. In Estland will die Regierung am Donnerstag mögliche Einschränkungen diskutieren. Die Ausrufung eines Ausnahmezustands liege aber noch nicht auf dem Tisch, sagte Regierungschef Jüri Ratas im Rundfunk.

Studenten kommen mit digitalem Corona-Semester zurecht

16.30 Uhr: Studenten sind einer Umfrage zufolge insgesamt gut mit der Umstellung auf ein digitales Corona-Semester zurechtgekommen. 86 Prozent der Befragten hätten keine oder kaum Probleme bei der Nutzung des digitalen Lehrangebots gehabt, berichtete die Wochenzeitung „Die Zeit“ über eine Studie des Deutschen Zentrums für Hochschul- und Wissenschaftsforschung. Zwei Drittel (66 Prozent) begrüßten die Flexibilität, die mit dem Digital-Semester einherging.

Allerdings leiden viele Studenten unter fehlenden Sozialkontakten. Vier von fünf Befragten fehle demnach der Austausch mit Kommilitonen. Fast die Hälfte der Befragten geht zudem davon aus, dass sich ihr Studium durch die Pandemie verlängern wird. An der Umfrage nahmen zwischen Juni und August etwa 28.600 Studenten von 23 Hochschulen teilt.

Polen verschärft Corona-Maßnahmen

15.52 Uhr: Angesichts eines massiven Anstiegs der Zahl der Corona-Neuinfektionen führt Polen weitere Beschränkungen des öffentlichen Lebens wieder ein. Das Land sei nur einen Schritt entfernt von einer „nationalen Quarantäne“ und einem kompletten Lockdown, sagte Regierungschef Mateusz Morawiecki in Warschau. „Wir müssen unser Gesundheitssystem schützen, damit wir die Menschen schützen können.“

Ab Samstag werden Kultureinrichtungen, Kinos und Theater geschlossen. Das gleiche gilt für Geschäfte in Einkaufszentren, mit Ausnahme von Lebensmittelläden und Apotheken. Hotels dürfen nur noch Geschäftsreisende aufnehmen. In den Schulen soll landesweit Fernunterricht nun auch für die Schüler der ersten bis dritten Klassen gelten, für alle anderen wird der Fernunterricht verlängert. Die Einschränkungen sollen bis zum 29. November gelten.

15.38 Uhr: Der Teil-Lockdown in Sachsen-Anhalt ist aus Sicht des Oberverwaltungsgerichts verhältnismäßig. Die Richter wiesen in einem Beschluss den Antrag einer Hotelkette gegen das touristische Beherbergungsverbot, die Schließung von Gaststätten und weitere verhängte Maßnahmen ab, wie eine Sprecherin am Mittwoch mitteilte.

Corona: Regierung präzisiert Hilfen für Kultur- und Veranstaltungsbranche

15.27 Uhr: Um die Einnahmeausfälle der Kultur- und Veranstaltungsbranche auszugleichen, sollen die Betroffenen während des Teil-Lockdowns im November vom Staat einen „fiktiven Unternehmerlohn“ erhalten. Regierungssprecher Steffen Seibert kündigte in Berlin an, Kulturunternehmen bekämen im November 75 Prozent ihres Umsatzes als direkte Hilfe. Solo-Selbstständige könnten dabei wahlweise den Umsatz des Novembers 2019 oder ihren monatlichen Durchschnittsverdienst des Vorjahres zugrunde legen.

Es entspreche der Lebensrealität vieler Kreativer und Kulturschaffender, dass es „auch mal einen Monat geben kann, in dem es keinen Umsatz gab“. Seibert betonte, staatliche Hilfen gebe es auch für jene, die indirekt von den coronabedingten Schließungen betroffen sind. Anspruchsberechtigt seien alle Unternehmen, die regelmäßig 80 Prozent ihrer Umsätze mit den jetzt geschlossenen Einrichtungen erzielen. Das sei für die Kultur sehr wichtig, weil eine Vielzahl an Gewerken hinter der Bühne - ohne dass der Zuschauer es sehe - erbracht werde.

Nächtliche Corona-Ausgangssperren in Italien

15.12 Uhr: Italien verhängt im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus eine nächtliche Ausgangssperre von 22.00 Uhr abends bis 5.00 Uhr morgens. Außerdem teilt die Regierung das Land in drei Risikozonen ein und erlässt Teil-Lockdowns für besonders gefährdete Gebiete. Das geht aus dem Dekret hervor, das Ministerpräsident Giuseppe Conte in der Nacht zu Mittwoch in Rom unterschrieben hat.

In den Zonen mit hohem oder sehr hohem Risiko wird das Verlassen des Wohnorts und der Region beschränkt. Als Ausnahmen gelten die Arbeit oder medizinische Gründe. Zudem müssen dort Bars und Restaurants schließen. Die Verschärfung tritt am Donnerstag in Kraft und gilt zunächst für vier Wochen bis zum 3. Dezember. Im ganzen Land müssen alle Museen schließen. Öffentliche Verkehrsmittel dürfen nur noch halb voll sein. Höhere Schulen müssen auf Online-Unterricht umstellen.

Mit dem Prinzip der drei Risikozonen will Rom gezielter auf regionale Unterschiede bei der Corona-Entwicklung eingehen, aber einen strengen nationalen Lockdown wie im Frühjahr verhindern. Außerdem soll die Belastung und Qualität des Gesundheitssystems einbezogen werden. In roten Zonen mit sehr hohem Corona-Risiko gehen die Verbote dabei am weitesten: Dort sollen auch viele Geschäfte geschlossen bleiben. Ausgenommen werden unter anderem Lebensmittelläden und Apotheken.

5350 Soldaten in Deutschland gegen Pandemie im Einsatz

14.37 Uhr: Nach Angaben des Verteidigungsministeriums sind mittlerweile 5350 Soldaten im Corona-Einsatz. Insgesamt gehe es um 1025 Hilfeanfragen, Soldaten seien in 247 Gesundheitsämtern eingesetzt. Es gehe dabei etwa um Hilfe bei der Kontaktnachverfolgung, aber es werde auch medizinisches Personal eingesetzt oder es würden Lagerflächen zur Verfügung gestellt. Insgesamt hatte die Bundeswehr bis zu 15.000 Soldaten für den Einsatz bei der Corona-Hilfe angeboten.

Corona: Mehr als 40 Prozent der Haushalte erwarten Einkommensverluste

14.30 Uhr: Die Corona-Krise hat laut einer Umfrage der Bundesbank die finanzielle Lage eines großen Teils der deutschen Haushalte verschlechtert. Mehr als 40 Prozent der befragten Privathaushalte berichteten über Einkommensverluste oder sonstige finanzielle Einbußen aufgrund der Pandemie oder der damit verknüpften Eindämmungsmaßnahmen. Beschäftigte seien dabei mit einem Anteil von 46 Prozent stärker betroffen als etwa Rentner und Pensionäre.

Der Umfrage zufolge gingen 40 Prozent der Befragten davon aus, dass ihr monatliches Nettoeinkommen in den nächsten zwölf Monaten um durchschnittlich mehr als 500 Euro schrumpfen wird. Acht Prozent erwarteten dagegen keine Veränderung. 52 Prozent rechneten dagegen mit einem Anstieg um im Schnitt 290 Euro. Dies seien vor allem Angestellte sowie und Rentner und Pensionäre gewesen, die davon ausgingen, ihren Job auch in der Corona-Krise zu behalten oder ihre Rente weiter zu beziehen. An der Umfragen hatten im Mai rund 2000 Menschen teilgenommen.

Schweden verschärft die Maßnahmen in der Corona-Pandemie

14.22 Uhr: Schwedens Ministerpräsident Stefan Löfven hat bekanntgegeben, dass das Land im Kampf gegen die Corona-Pandemie neue Maßnahmen ergreifen will. Demnach soll es striktere Empfehlungen für die Regionen Halland, Örebro und Jönköping geben: Dort sollen die Menschen nur noch Kontakt zu Menschen aus dem eigenen Haushalt haben, von Zuhause aus arbeiten und auf öffentliche Verkehrsmittel verzichten.

Darüber hinaus soll es in ganz Schweden eine Obergrenze für die Personenanzahl in Restaurants geben. Feiern in Restaurants würden demnach auf acht Personen beschränkt. Die Lage sei „sehr ernst“ - die Entwicklung bei der Ausbreitung des Coronavirus gehe in die falsche Richtung, sagte Schwedens Ministerpräsident. Mehr und mehr Intensivbetten würden nun zur Behandlung von Covid-19-Patienten genutzt. „Die Pause, die wir diesen Sommer hatten, ist vorbei.“

Virologe Christian Drosten veröffentlicht E-Mail von ehemaligem Kritiker

14.03 Uhr: Virologe Christian Drosten hat bei Twitter die E-Mail eines ehemaligen Kritikers veröffentlicht. Der Absender schreibt, er schäme sich dafür, den Corona-Experten als „Lügner und Panikmacher“ bezeichnet zu haben. Inzwischen sei einer seiner Bekannten ebenfalls an Covid-19 erkrankt. Seitdem nehme er die Krankheit ernst. „Im Leben lernt ein Mensch nicht aus, auch meine Wenigkeit nicht“, schreibt der Verfasser und bedankt sich für Drostens Sorgfalt und seine Warnungen.

Der Virologe kommentiert: „Ein Erstkontakt mit Covid-19 kann die Überzeugungsarbeit leisten, die alle anderen Informationskanäle verfehlen.“ Er hoffe dennoch auf ein ein „zweites Präventionsparadox für Deutschland.“ Der Tweet wurde mehr als 5000 Mal geteilt.

Pandemie: Markus Söder will Grenzen zu Tschechien offen lassen

13.21 Uhr: Trotz der gestiegenen Corona-Zahlen hält Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) an dem Prinzip offener Grenzen zum Nachbarland Tschechien fest. „Die Grenzen bleiben offen“, sagte er nach einer Videokonferenz mit dem tschechischem Ministerpräsidenten Andrej Babis zur aktuellen Lage in München. Es gebe keinerlei Pläne für Grenzschließungen, diese seien auch nicht erforderlich.

Söder verwies auf die vergleichbaren Eindämmungsstrategien und Schutzkonzepte auf beiden Seiten der Grenze. Dies unterscheide die aktuelle Lage von der im Frühjahr, betonte Söder. Er verwies zugleich auf die Bedeutung tschechischer Berufspendler, die in Bayern im Gesundheitswesen oder der Transportbranche arbeiteten. Diese würden „sehr geschätzt“ und außerdem „dringend benötigt“.

Europaweit steigen die Corona-Infektionszahlen, Tschechien gehört zu den derzeit mit am stärksten betroffenen EU-Ländern. Dort gilt ein härterer teilweiser Lockdown als in Deutschland. So haben auch Schulen geschlossen, nachts gilt zudem ei