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RKI meldet 22.046 neue Corona-Fälle – Lockdown verlängert

| Lesedauer: 59 Minuten
Biontech: Impfstoff wird bereits nach Großbritannien geliefert

Biontech- Impfstoff wird bereits nach Großbritannien geliefert

Großbritannien hat den Impfstoff des Mainzer Herstellers Biontech und seines US-Partners Pfizer zugelassen. Biontech geht davon aus, dass die Markteinführung "in den nächsten Tagen" erfolgt.

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Berlin.  Das RKI meldet am Donnerstag 22.046 neue Corona-Fälle. Der Teil-Lockdown wird verlängert. Dieser Newsblog wird nicht mehr aktualisiert.

  • Das Robert Koch-Institut (RKI) hat am Donnerstag 22.046 Neuinfektionen binnen 24 Stunden in Deutschland gemeldet – der Wert lag etwas niedriger als in der Vorwoche
  • Italien hat die Corona-Maßnahmen weiter verschärft. In der Nacht beschloss die Regierung verschärfte Beschränkungen über Weihnachten bis ins neue Jahr. Das Reisen in andere Regionen ist dann verboten
  • Der gewählte US-Präsident Joe Biden hat die Amerikaner vor dramatisch steigenden Todeszahlen in der Corona-Pandemie gewarnt und eindringlich zu Schutzmaßnahmen aufgerufen
  • Der Teil-Lockdown mit geschlossenen Restaurants, Museen, Theatern und Freizeiteinrichtungen wird bis zum 10. Januar verlängert
  • Beim Fleischbetrieb Tönnies in Weißenfels haben sich 172 Mitarbeiter mit dem Coronavirus infiziert
  • Biontech und Pfizer haben bei der Europäischen Arzneimittel-Agentur (Ema) die Zulassung für ihren Corona-Impfstoff in der EU beantragt, die Ema will noch im Dezember über den Antrag entscheiden
  • 487 Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus meldete das RKI am Mittwoch – ein neuer Höchstwert
  • In Deutschland sind unseren Recherchen zufolge bislang mehr als 1.117.900 Corona-Infektionen registriert worden, mehr als 17.650 Menschen sind in Verbindung mit einer Covid-19-Erkrankung gestorben

Die Bundesbürgerinnen und Bundesbürger müssen sich auf eine Verlängerung des Teil-Lockdowns einstellen: Der derzeitige Lockdown soll bis zum 10. Januar verlängert werden - darauf verständigten sich am Mittwoch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Regierungschefs der Länder. Am 4. Januar will die Runde wieder zusammenkommen, um über das weitere Vorgehen zu beraten, wie Merkel sagte. Ursprünglich waren die Auflagen bis zum 20. Dezember befristet.

Als erstes westeuropäisches Land erlaubt Großbritannien indes die Impfungen gegen das neuartige Coronavirus. Die britischen Gesundheitsbehörden erteilten am Mittwoch die Notfallzulassung für den Corona-Impfstoff des Mainzer Pharmaunternehmens Biontech und seines US-Partners Pfizer . Der Impfstoff stehe ab der kommenden Woche zur Verfügung, teilte das Gesundheitsministerium in London mit.

Seit Dienstag gelten verschärfte Corona-Maßnahmen: Bundesbürgerinnen und -bürger müssen sich noch etwas mehr einschränken. Wegen der anhaltend ernsten Corona-Lage wird der Kreis für private Treffen vielerorts noch enger gezogen. Angesichts der sehr hohen Zahl an Neuinfektionen in Sachsen gelten nun Ausgangssperren in allen sächsischen Landkreisen. Beim Schlachter Tönnies in Weißenfels haben sich 172 Mitarbeiter mit dem Coronavirus infiziert. Lesen Sie hier: Corona-Gipfel: Welche Regeln nun bis Weihnachten gelten

Corona-News des Tages: RKI meldet 22.046 Neuinfektionen – knapp unter Vorwochenwert

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 22.046 Neuinfektionen mit dem Coronavirus binnen 24 Stunden bis zum Donnerstagmorgen gemeldet. Damit liegt der Wert knapp unter den 22.268 Fällen der Vorwoche

Am Mittwoch hatte das RKI 487 Todesfälle registriert, die im Zusammenhang mit dem Coronavirus stehen – ein neuer Höchstwert seit Beginn der Pandemie. Lesen Sie hier: Corona – RKI meldet Fallzahlen und neue Reproduktionszahl

Donnerstag, 3. Dezember: Lesen Sie weiter in unserem neuen Newsblog

10.00 Uhr: Aus technischen Gründen schließen wir den Newsblog an dieser Stelle. Lesen Sie weitere Nachrichten in unserem neuen Corona-Newsblog .

9.29 Uhr : Die Italiener sollen über Weihnachten und Neujahr zu Hause bleiben. Die Regierung schränkt im Kampf gegen das Coronavirus die Bewegungsfreiheit über Weihnachten bis ins neue Jahr stark ein. Den Beschluss fasste das Kabinett von Ministerpräsident Giuseppe Conte in der Nacht. Mit den verschärften Reisesperren bis 6. Januar will Rom einen Wiederanstieg der Infektionszahlen verhindern. Die 60 Millionen Italiener sollen abgehalten werden, in großer Zahl in den Weihnachtsurlaub aufzubrechen oder entfernte Verwandte zu besuchen.

Mehrmonatige Corona-Beschränkungen laut Kommunen „schwer vorstellbar“

8.33 Uhr: Der Städte- und Gemeindebund dringt nach der Verlängerung der seit Monatsbeginn geltenden Corona-Schutzmaßnahmen bis zum 10. Januar auf längerfristige Perspektiven. Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg sagte: „Ein mehrmonatiger Lockdown, der auch zu Beginn des Jahres 2021 fortbesteht, ist nur schwer vorstellbar.“ Das gelte nicht nur aus der Perspektive der betroffenen Unternehmen und der Wirtschaft, sondern auch aus Sicht der Menschen, die sich zurecht „ein wenig Normalität“ zurückwünschten.

Der Vorsitzende der Kommunalpolitischen Vereinigung von CDU und CSU, Christian Haase (CDU), sagte dem RND: „Spätestens ab Januar sollte die Gastronomie wieder öffnen dürfen.“ Es sei sicherer, „wenn man abends mit wenigen Leuten dort zum Essen geht, wo es gute Hygienekonzepte gibt, als wenn man sich in einer kleinen Küche zusammensetzt“. Die Verlagerung solcher Treffen in den Privatbereich verringere das Infektionsrisiko nicht, argumentierte Haase.

8.00 Uhr: Im Talk von Sandra Maischberger ging es einmal mehr um die Corona-Pandemie. Selten bei dem Thema: Es gab eine erfrischende Plauderei. Lesen Sie dazu: „Maischberger“ – Elke Heidenreich hat genug vom Corona-Blues

Biden warnt Amerikaner vor 250.000 weiteren Corona-Toten

7.52 Uhr: Der gewählte US-Präsident Joe Biden hat die Amerikaner vor dramatisch steigenden Todeszahlen in der Corona-Pandemie gewarnt und eindringlich zu Schutzmaßnahmen aufgerufen. „Ich will niemandem Angst einjagen, aber verstehen Sie die Fakten: Wir werden zwischen jetzt und Januar wahrscheinlich weitere 250.000 Menschen verlieren“, sagte Biden bei einer Online-Veranstaltung mit Besitzern und Mitarbeitern kleiner Unternehmen. „Verstehen Sie mich? Weil die Menschen nicht aufpassen.“ Die Ausbreitung des Virus müsse eingedämmt werden.

Biden machte keine Angaben dazu, wie er seine Schätzung von 250.000 weiteren Toten begründet. Nach Statistiken der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore hat das Coronavirus seit Beginn der Pandemie mehr als 270.000 Menschen in den USA das Leben gekostet. Ein Modell von Forschern des Instituts IHME der Universität Washington im US-Bundesstaat Seattle rechnet im Fall gelockerter Schutzmaßnahmen mit mehr als 502.000 Toten bis Ende Januar, im Fall schärferer Schutzmaßnahmen mit mehr als 367.000. Dieses Modell wurde in der Vergangenheit auch mehrfach vom Weißen Haus angeführt.

UN-Generalversammlung sucht Wege aus der Corona-Krise

7.32 Uhr: In Tschechien treten heute weitreichende Lockerungen der Corona-Schutzmaßnahmen in Kraft. Restaurants, Kneipen und der gesamte Einzelhandel dürfen wieder öffnen. Alle nicht lebensnotwendigen Geschäfte waren seit sechs Wochen geschlossen. Die Zahl der Kunden bleibt auf eine Person je 15 Quadratmeter Ladenfläche begrenzt. Die nächtliche Ausgangssperre entfällt. Museen und Galerien dürfen mit Einschränkungen öffnen, Theater und Kinos bleiben geschlossen.

7.20 Uhr : Fast 100 Staats- und Dutzende Regierungschefs sprechen ab dem Morgen bei einer Sondersitzung der UN-Generalversammlung zur Bewältigung der Corona-Pandemie . Volkan Bozkir, Präsident der 75. Generalversammlung der Vereinten Nationen, erklärte, es biete sich eine historische Chance, die Krankheit Covid-19 gemeinsam zu besiegen.

Mit verschiedenen Impfstoffen , die vor der Genehmigung stünden und gigantischen Summen, die für die Erholung von den Folgen der Pandemie aufgebracht würden, biete sich der Staatengemeinschaft weltweit eine einzigartige Chance, es „richtig zu machen“. Die Welt blicke auf die Vereinten Nationen und erwarte Führung. „Dies ist ein Test für den Multilateralismus“.

7.10 Uhr: Bei „Markus Lanz“ ging es gestern Abend um Corona, die Impfstoffzulassung und Überbrückungshilfen. Carsten Linnemann sorgte dabei für Kopfschütteln. Lesen Sie dazu: „Markus Lanz“: CDU-Politiker macht den Moderator sprachlos

Karl Lauterbach drückt bei Impfung aufs Tempo

5.30 Uhr: Nach der Zulassung des Biontech-Impfstoffs in Großbritannien fordert der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach eine beschleunigte Corona-Impfung auch in Deutschland. Die Bevölkerung müsse „in Rekordzeit“ geimpft werden, sagte der Mediziner unserer Redaktion. „Wenn wir genügend Impfstoff bekommen, muss es uns gelingen, innerhalb weniger Monate jeden impfbereiten Deutschen gegen das Coronavirus zu impfen.“

Lauterbach äußerte die Erwartung, dass die Impfstoffe von Biontech und Moderna „sehr schnell auch in Deutschland zugelassen werden – etwa per vorläufiger oder eingeschränkter Zulassung“. Diese beiden Impfstoffe seien nach seiner Einschätzung „absolut zulassungswürdig“.

Der Gesundheitspolitiker betonte: „Wir sollten da keine Zeit verlieren, auch wenn andere EU-Staaten noch nicht so weit sind.“ Die Vakzine von Biontech und Moderna reichten allerdings nicht aus, schränkte Lauterbach ein.

„Mit den Mengen, die wir uns über die EU gesichert haben, können wir in Deutschland nur schätzungsweise 26 Millionen Menschen impfen“, sagte er. Der Rest müsste von Astrazeneca und anderen Impfstoffherstellern abgedeckt werden. Auch der Astrazeneca-Impfstoff werde voraussichtlich bald die Zulassung bekommen. „Wir müssen auf jeden Fall in der Lage sein, den Impfstoff, den wir bekommen, sofort zu verimpfen“, forderte Lauterbach. Lesen Sie auch: Lauterbach fordert Impfung der Deutschen „in Rekordzeit“

4.35 Uhr: Lehrer und Erzieher sollen sich in Zukunft selbst auf das Corona-Virus testen dürfen: „Kitas und Schulen beziehungsweise ihre Träger können von Freitag an eigenständig Schnelltests beziehen und nutzen“, sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) unserer Redaktion. „Lehrerinnen und Lehrer werden sich regelmäßig selbst testen dürfen.“ Antigen-Schnelltests könnten dabei helfen, Lehrer und Erzieher und damit auch Kinder besser zu schützen.

Bislang dürfen Antigen-Schnelltests nur von medizinisch geschultem Personal durchgeführt werden. Mit einer neuen Verordnung, die an diesem Freitag in Kraft tritt, will Spahn einerseits regeln, dass Pädagogen nach vorheriger Schulung selbst testen dürfen. Daneben sollen auch die Schulträger bei Bedarf mit geschultem Personal Tests vor Ort durchführen dürfen. „Das ist eine weitere alltagstaugliche Option, um Kindern auch in Pandemiezeiten den Kita- oder Schulbesuch zu ermöglichen“, so Spahn. Lesen Sie auch: Spahn: Lehrer und Erzieher sollen sich selbst auf Corona testen

Corona-Krise in den USA spitzt sich weiter zu

3.17 Uhr: Die Zahl der Corona-Patienten in US-Krankenhäusern ist laut einer Beobachter-Initiative erstmals seit dem Beginn der Pandemie auf mehr als 100.000 Menschen gestiegen. „Es liegen derzeit 100.226 Menschen mit Covid-19 in US-Krankenhäusern“ teilte die Organisation Covid Tracking Project am Mittwoch (Ortszeit) beim Onlinedienst Twitter mit. Auch die Zahl der Corona-Todesfälle binnen 24 Stunden erreichte nach Angaben der John-Hopkins-Universität mit 2731 einen neuen Höchststand seit dem Beginn der Pandemie.

Die USA sind das Land mit den meisten bestätigten Infektionsfällen und Corona-Toten weltweit. Die John-Hopkins-Universität registrierte bis Mittwochabend 195.121 Neuinfektionen an einem Tag. Insgesamt wurden bisher mehr als 13,8 Millionen Ansteckungen gemeldet, mehr als 273.000 Menschen starben an den Folgen einer Infektion.

Mittwoch, 2. Dezember: Angela Merkel: Teil-Lockdown wird bis Januar verlängert

20.35 Uhr: Merkel sagte auf der Pressekonferenz nach dem Treffen mit den Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten, Deutschland sei in der Corona-Pandemie noch „sehr weit entfernt“ von Zielwerten. Man habe eine sehr hohe Zahl von Todesopfern zu beklagen.

Dies zeige, welche Verantwortung Bund und Länder hätten. Erreicht werden solle ein Wert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen, bekräftigte Merkel. Die Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen 24 Stunden 487 Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus gemeldet, wie das RKI am Mittwoch mitgeteilt hatte. Lesen Sie auch: Kampf gegen Corona: Lockdown wird ins neue Jahr verlängert

Corona: Angela Merkel spricht nach Treffen

20.06 Uhr: Kanzlerin Angela Merkel ist nach mehrstündigen Beratungen mit den Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten vor die Presse getreten. Der Teil-Lockdown mit geschlossenen Restaurants, Museen, Theatern und Freizeiteinrichtungen wird bis zum 10. Januar verlängert.

Das haben Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder bei ihren Beratungen am Mittwoch beschlossen, wie die CDU-Politikerin im Anschluss mitteilte. „Im Grundsatz bleibt der Zustand, wie er jetzt ist“, sagte Merkel.

Corona – Österreich geht wieder in den Lockdown

18.50 Uhr: Die österreichische Regierung hat am Mittwoch den Corona-Lockdown bis Anfang Januar beschlossen. Außerdem gelten an den Feiertagen strenge Einreisebeschränkungen. Alle Nachbarstaaten, auch Deutschland, sind davon betroffen.

Ein Schlag für Wintersportler – und die österreichische Tourismuswirtschaft. Mit den Beschlüssen hat die Regierung in Wien die bisher so lukrativen Weihnachtsurlaube im Land praktisch unmöglich gemacht. Lesen Sie hier: Quarantäne für Einreisende – Österreich verhindert Urlaub

Corona – Frankreich plant Quarantäne bei Skiurlaub im Ausland

17.33 Uhr: Frankreich plant eine siebentägige Quarantäne für Franzosen, die vom Skiurlaub im Ausland zurückkehren. Es werde rund um die Feiertage stichprobenartige Kontrollen an den Grenzen zu den betroffenen Nachbarländern geben, kündigte Premierminister Jean Castex an. „Die Schlussfolgerung ist, dass ich nicht in die Schweiz fahre“, sagte Castex.

Er wolle die Menschen im Land davor schützen, sich in geöffneten Skigebieten anderer Länder mit dem Coronavirus zu infizieren. Außerdem ginge es darum, die Betreiber französischer Skigebiete zu verteidigen und eine Gleichheit herzustellen. Frankreich will die Skigebiete an sich über die Weihnachtsferien offen lassen, Skilifte sollen aber geschlossen bleiben.

Erneut mehr als 170 Corona-Infizierte bei Schlachtbetrieb Tönnies

16.51 Uhr: Beim Schlachtbetrieb Tönnies in Weißenfels sind derzeit 172 Mitarbeiter mit dem Corona-Virus infiziert. Zuvor habe es einen großangelegten Reihentest bei den Beschäftigten des Unternehmens gegeben, erklärte Ariane Körner vom Burgenlandkreis am Mittwoch. Der Landkreis habe daher Gespräche mit der Firma aufgenommen. Das Unternehmen wolle die Betroffenen nun in einer gesonderten Quarantäneeinrichtung unterbringen. Zudem soll es Ende der Woche erneute Tests geben.

Der Landkreis hoffe, dass so das Infektionsgeschehen eingedämmt werden könne. Das Werk soll jedoch weiter geöffnet bleiben. Am Tönnies-Standort in Weißenfels arbeiten nach Unternehmensangaben rund 2200 Mitarbeiter. Der Fleischkonzern hat in Weißenfels seinen zweitgrößten Standort im Bundesgebiet. Auch in Nordrhein-Westfalen arbeiten Menschen für das Unternehmen. Tönnies hatte sein Werk in Ostwestfalen in Nordrhein-Westfalen im Sommer wegen der Corona-Pandemie und einer Vielzahl von Infektionen bei den Arbeitern vorübergehend schließen müssen.

Nicht nur bei Tönnies ist die Lage angespannt: Im gesamten Burgenlandkreis habe es in den vergangenen sieben Tagen knapp 250 Infizierte pro 100 000 Einwohner gegeben, sagte Landrat Götz Ulrich. Vor einer Woche wurde noch eine Inzidenz von rund 130 gemeldet. Somit hätten sich die Zahlen fast verdoppelt. Es handle sich um eine „sehr ernste Lage“. Besonders in Weißenfels spitze sich die Situation weiter zu. Daher müsse vorerst im Stadtgebiet im Freien eine Maske getragen werden.

Marburger Bund – Bürger sollen sich gegen Corona impfen lassen

16.35 Uhr: Der Ärzteverband Marburger Bund Niedersachsen hat die Bevölkerung und insbesondere die im Gesundheitsbereich Beschäftigten aufgerufen, die geplanten Impfungen gegen das Coronavirus zu unterstützen. „Die Impfaktionen in den Impfzentren werden nur dann erfolgreich sein, wenn diejenigen, die dazu berechtigt sind, sich auch impfen lassen“, sagte der Landesvorsitzende des Marburger Bundes, Hans Martin Wollenberg. Zudem müssten Infektionen weiterhin auch durch konsequentes Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung, durch Abstandhalten, Lüften und durch Einhalten der Hygieneregeln vermieden werden.

Gleichzeitig rief Wollenberg die niedersächsischen Ärzte auf, sich als Impfärztinnen und -ärzte zur Verfügung zu stellen und ihre Kolleginnen und Kollegen dabei zu unterstützen. „Es ist eine moralische Verpflichtung für die Ärzteschaft, sich hier zu engagieren“, sagte er.

Corona-Krise – Tui-Konzern einigt sich auf neues Rettungspaket

16.01 Uhr: Der Tui-Konzern bekommt weitere Staatshilfen gegen einen möglichen finanziellen Absturz in der Corona-Krise. Wie der weltgrößte Reiseanbieter aus Hannover am Mittwoch mitteilte, einigte sich Tui mit privaten Investoren, Banken und dem Bund auf ein Finanzierungspaket im Volumen von 1,8 Milliarden Euro.

Bisher rund 3000 Freiwillige für Corona-Tests in Hildburghausen

15.28 Uhr: Im Thüringer Corona-Hotspot Hildburghausen wollen sich bisher rund 3000 Kinder, Lehrer und Erzieher an freiwilligen Corona-Schnelltests beteiligen. Das seien etwa ein Drittel der Anspruchsberechtigten, sagte Landrat Thomas Müller (CDU). Die Bereitschaft, das Testangebot zu nutzen, steige spürbar nach anfänglicher Zurückhaltung.

Der Kreis im Süden Thüringens will damit erreichen, dass die seit 25. November wegen stark gestiegener Infektionszahlen geschlossenen Kitas und Schulen schrittweise wieder geöffnet werden können. Nach Angaben von Müller wurden am Dienstag beim Start der laut Gesundheitsministerium bundesweit einmaligen Testaktion von Kindergarten- und Schulkindern und ihren Betreuern rund 900 Untersuchungen vorgenommen. Es habe insgesamt acht positive Ergebnisse unter Kinder, Jugendlichen und Pädagogen gegeben.

Wer negativ getestet sei, könne in Kita oder Schule zurückkehren – noch vor der geplanten generellen Wiedereröffnung am 14. Dezember. Die Aktion laufe noch bis Freitag und würde bei Bedarf bis Montag verlängert.

Corona: Italien will mehr als 202 Millionen Impfstoff-Dosen verteilen

15.29 Uhr: Italien will nach Angaben seines Gesundheitsministers Roberto Speranza 2021 mehr als 202 Millionen Dosen von Coronavirus-Impfstoffen verteilen. Die Dosen, die Italien über ein EU-Abkommen zugeteilt würden, reichten aus, „um potenziell die gesamte Bevölkerung zu impfen“, sagte Speranza. Die Verteilung hänge von einer Zulassung durch die Europäische Arzneimittelbehörde ab.

Es wird erwartet, dass der Impfstoff von Pfizer bis 29. Dezember von der Behörde zugelassen wird, der Impfstoff von Moderna bis 12. Januar. Speranza sagte, die Impfstoffe seien „eine Botschaft der Hoffnung“ in der Coronavirus-Pandemie. Mehr als 55.000 Italiener sind mit dem Virus gestorben.

Polen will Corona-Impfung im Februar starten

15.08 Uhr: In Polen sollen die Menschen nach Angaben von Regierungschef Mateusz Morawiecki voraussichtlich ab Februar gegen das Coronavirus geimpft werden. Das Land habe bei mehreren Herstellern insgesamt 45 Millionen Impfstoff-Dosen geordert, sagte Morawiecki. „Die Impfungen werden kostenlos, freiwillig und in zwei Durchgängen sein.“

Als erstes werde man die Impfung dem medizinischen Personal zu Verfügung stellen, dann älteren Menschen ab 65 Jahren sowie Patienten in Pflegeheimen und danach Soldaten, Polizisten und Feuerwehrleuten. Die Impfungen soll es in den Hausarztpraxen geben, aber auch in besonderen Impfzentren und in Behelfs-Krankenhäusern, die man zur Behandlung von Covid-19-Patienten eingerichtet habe. Die Regierung plant im Dezember eine Informationskampagne, um die Bereitschaft der Bürger zu erhöhen, sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen.

Corona-Impfstoff – Karliczek will keine Abkürzungen bei Zulassung

14.45 Uhr: Bundesforschungsministerin Anja Karliczek nennt die britische Zulassung für den Corona-Impfstoff des Mainzer Unternehmens Biontech eine wichtige Nachricht. „Die heutige Entscheidung ist keine Entscheidung für Europa. Aber die Genehmigungsbehörde in Großbritannien hat ebenfalls strenge Maßstäbe, wie wir wissen“, sagte die CDU-Politikerin.

„Diese Notfallzulassung ist sicher ein weiteres positives Zeichen für die Entwicklung eines Impfstoffs , der in absehbarer Zeit auch in Deutschland eingesetzt werden könnte.“ In Deutschland werde das übliche Verfahren bei der Prüfung von Impfstoffen angewendet, Abkürzungen werde es nicht geben. „An den üblichen Anforderungen an einen Impfstoff werden keine Abstriche gemacht.“

Der deutsche EU-Abgeordnete und gesundheitspolitische Sprecher der EVP-Fraktion Peter Liese hat das Vorpreschen Großbritanniens bei der Impfstoffzulassung kritisiert. „Ich halte diese Entscheidung für problematisch und empfehle den EU-Mitgliedstaaten, diesem Beispiel nicht zu folgen“, sagte der CDU-Politiker. Einige Wochen gründlicher Prüfung durch die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) seien besser als eine überhastete Notfallzulassung.

Jens Spahn begrüßt Quarantänepflicht in Österreich

14.37 Uhr: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat die von Österreich angekündigte Quarantänepflicht für Einreisende begrüßt, die den Tourismus weitgehend eindämmen soll. Alle hätten die Erfahrungen aus Februar und März noch in den Knochen, dass durch den Rückreiseverkehr aus dem Skiurlaub das Virus teils unbemerkt in fast alle EU-Staaten mitgebracht worden sei, sagte Spahn nach einer Videokonferenz mit seinen EU-Amtskollegen.

Deutschland: Keine flächendeckende Corona-Impfung im Winter

14.34 Uhr: Corona-Impfungen in Deutschland werden nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums dauern. „Das ist eine Mammutaufgabe“, sagte ein Sprecher des Ministeriums. Im Winter werde sicherlich noch nicht in „breiter Fläche“ geimpft. Ende des Jahres sei in der EU mit einer Entscheidung zur Zulassung erster Corona-Impfstoffe zu rechnen. Eine Impfpflicht werde es nicht geben, bekräftigt eine Sprecherin der Bundesregierung.

Wieder mehr Corona-Infizierte in der Schweiz

13.45 Uhr: Nach einer über Wochen rückläufigen Tendenz zieht die Zahl der täglichen Positiv-Tests in der Schweiz wieder an. Das Gesundheitsamt meldete 4786 Neuinfektionen. Gemessen an der Bevölkerungszahl ist das weit mehr als etwa in Deutschland. Weitere 115 Personen starben in der Schweiz, die positiv getestet worden waren.

Österreich bremst Einreisen über Weihnachten mit Quarantänepflicht

13.25 Uhr: Österreich verhängt für alle Einreisenden aus Corona-Risikogebieten vom 7. Dezember bis zum 10. Januar eine zehntägige Quarantänepflicht . Ziel sei es, den Tourismus weitgehend einzudämmen, teilte die Regierung am Mittwoch in Wien mit. Österreich setze auf ein konsequentes Grenzregime, damit das Virus nicht durch Rückkehrer oder Touristen ins Land getragen werde, sagte Kanzler Sebastian Kurz am Mittwoch in Wien.

Der Schwellenwert seien mehr als 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen 14 Tagen. Das gelte praktisch für alle Nachbarstaaten und speziell auch für den Westbalkan, hieß es. Alle Gaststätten und Hotels müssen bis zum 7. Januar geschlossen bleiben. Es werde wirtschaftliche Entschädigungen geben, sagte Kurz. Die Lifte in den Skigebieten dürfen ab dem 24. Dezember öffnen - und können somit im Wesentlichen von Einheimischen genutzt werden.

Lesen Sie dazu: Quarantäne für Einreisende – Österreich verhindert Urlaub

Zugleich dürfen nach dem Ende des aktuellen Lockdowns am 6. Dezember die Geschäfte und die Museen wieder öffnen. Auch die Pflichtschulen werden wieder geöffnet. Ausgangsbeschränkungen bestehen dann noch zwischen 20 Uhr und 6 Uhr. „Die sinkenden Zahlen sind ein Erfolg, aber kein Grund zur Entwarnung“, sagte Kurz.

Bundespräsident wünscht sich öffentliches Gedenken für Corona-Tote

12.56 Uhr: Die Folgen der Corona-Pandemie werden die Gesellschaft nach den Worten von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier noch länger beschäftigen. Viele Menschen beispielsweise seien „einen bitteren, einsamen Tod gestorben“, sagte Steinmeier in einem Interview mit der „Zeit“. Deswegen wünsche er sich zu gegebener Zeit „ein öffentliches Trauergedenken für die vielen Toten der Corona-Pandemie und ihre Angehörigen, die häufig noch nicht einmal Beistand leisten konnten“.

Vor lauter medizinischen und hygienischen Fragen, finanziellen und wirtschaftlichen Herausforderungen sei ein zentraler Aspekt der Pandemie bislang nicht hinreichend besprochen worden: „Wir alle sind jetzt seit langer Zeit wieder ernsthaft mit der Verletzlichkeit unseres Lebens konfrontiert. Wir hatten uns angewöhnt, die Autonomie unseres Daseins zu betonen, unsere Körper zu optimieren, zu kontrollieren. Nun erleben wir, dass der Kern des Daseins das Angewiesensein auf andere ist“, sagte Steinmeier.

Pandemie – Generelle Maskenpflicht bei Olympischen Spielen

12.41 Uhr: Japan will für die wegen der Corona-Pandemie aufs kommende Jahr verschobenen Olympischen Spiele möglichst viele ausländische Zuschauer ins Land lassen. Für alle Besucher und Athleten soll dabei generell eine Maskenpflicht gelten, wie aus einem vorgelegten Zwischenbericht der japanischen Olympia-Macher hervorgeht. Wie viele ausländische Zuschauer letztlich ins Land und in die Arenen gelassen werden, solle im Frühjahr entschieden werden, sagte der Geschäftsführer des Organisationskomitees, Toshiro Muto.

Corona: Bundesweite Maskenkontrollen geplant

12.39 Uhr: Die Einhaltung der Maskenpflicht wird nach Angaben des bayerischen Innenministeriums bei einem ersten bundesweiten Aktionstag am kommenden Montag gezielt kontrolliert. Für Bayern kündigten Innenminister Joachim Herrmann und Verkehrsministerin Kerstin Schreyer Kontrollen durch die Polizei und Betreiber öffentlicher Verkehrsmittel an. Bei bayernweiten Schwerpunktkontrollen am 23. Oktober wurden 1820 Verstöße geahndet.

Italien verschärft Corona-Beschränkungen über Weihnachten und Neujahr

12.13 Uhr: Italien wird die Corona-Beschränkungen für die Zeit von Weihnachten und Silvester verschärfen. Das kündigte Gesundheitsminister Roberto Speranza im Parlament in Rom an. An den Weihnachtsfeiertagen und an Neujahr sollten Reisen zwischen den Regionen möglichst unterbleiben, sagte der Minister. Auch Fahrten zwischen Kommunen sollten begrenzt werden. „Wir müssen den Kontakt zwischen den Menschen so weit wie möglich einschränken.“ Ohne solche Einschränkungen stehe im Januar und Februar „eine dritte Welle vor der Tür“, warnte er.

An den Details des Dekrets mit den neuen Corona-Vorschriften feilte die Mitte-Links-Regierung noch. Vieles war zwischen der Regierung und den Regionen umstritten, darunter die weitere Schließung der Skigebiete bis ins neue Jahr. Das Dekret soll Ende dieser Woche in Kraft treten.

11.55 Uhr: Die „Querdenker“-Bewegung ist laut, aber klein. Der Staat sollte sie dennoch im Blick behalten. Ein Kommentar von Miguel Sanches : Die „Querdenker“ in Deutschland sind eine Minderheit

Pandemie – Australian Open auf Februar 2021 verschoben

11.33 Uhr: Die Australian Open der Tennisprofis sollen erst im Februar 2021 und damit drei Wochen später als ursprünglich geplant beginnen. Das geht aus einem Brief von Turnierdirektor Craig Tiley an die Spielerinnen und Spieler hervor, wie mehrere Medien übereinstimmend berichteten. „Es hat eine Weile gedauert. Aber die großartige Nachricht ist, dass es so aussieht, dass wir in der Lage sind, die Australian Open vom 8. Februar an stattfinden zu lassen“, heißt es in dem Brief.

Demnach sollen die Profis mit ihrem stark reduzierten Betreuerteam zwischen dem 15. und 17. Januar 2021 nach Australien reisen und sich dann für zwei Wochen in Quarantäne begeben. Die Zeit, in denen sie die Hotel-Quarantäne verlassen dürfen, etwa zum Trainieren, soll auf fünf Stunden am Tag begrenzt werden. Zudem sollen alle Beteiligten mehrmals auf das Coronavirus getestet werden.

Corona – Ausgangsbeschränkungen in allen sächsischen Landkreisen

11.12 Uhr: Angesichts der sehr hohen Zahl an Neuinfektionen in Sachsen fährt der Freistaat nach Angaben von Ministerpräsident Michael Kretschmer jetzt einen harten Kurs. „Es gilt nahezu im gesamten Freistaat bis auf die drei großen Städte, die ein anderes Infektionsgeschehen haben, eine Ausgangsbeschränkung“, sagt er im ZDF-Morgenmagazin.

Menschen dürften das Haus nur aus wichtigen Gründen verlassen. Denn man müsse die Zahl der Neuinfektionen unbedingt rasch senken, weil die Krankenhäuser bereits extrem belastet seien. „Es ist höchste Eile geboten“, warnte Kretschmer und appellierte an die Bevölkerung, die Lage sehr ernst zu nehmen.

Erste Coronafälle bei zwei Haustieren in Deutschland gemeldet

11.03 Uhr: Erstmals seit der Einführung der bundesweiten Meldepflicht sind zwei Corona-Erkrankungen bei Haustieren gemeldet worden. Es handelt sich dabei um eine Katze aus Frankfurt und einen Hund aus München, sagte Thomas Mettenleiter, Präsident des Friedrich-Loeffler-Instituts der „Neuen Osnabrücker Zeitung“.

Grund zur Sorge seien die tierischen Corona-Fälle aber nicht. „Die Pandemie spielt sich zwischen Menschen ab“, sagte Mettenleiter. Im Vergleich zu den Infektionen bei Menschen seien die Fallzahlen bei Tieren verschwindend gering. Weltweit wurden laut der Weltorganisation für Tiergesundheit nur etwa 70 Infektionen bei Haustieren nachgewiesen. Vor dem Hintergrund der Corona-Ausbrüche auf Nerzfarmen in Dänemark warnte Mettenleiter jedoch vor der Übertragung des Virus vom Menschen auf frei lebende Wildtiere.

Lesen Sie dazu : Coronainfektion bei Hund und Katze erstmals amtlich gemeldet