Corona-Pandemie

Biontech: Nebenwirkungen, Wirksamkeit - Alle Infos

Lesedauer: 6 Minuten
Das müssen Sie über Biontech wissen

Das müssen Sie über Biontech wissen

Das Biotechnologie-Unternehmen Biontech ist dank seines Impfstoffes in aller Munde. Wer hinter dem Unternehmen steckt, erfahren Sie im Video

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Berlin.  Das Vakzin von Biontech und Pfizer zählt zu den wichtigsten Corona-Impfstoffen. Alle Infos zu Wirksamkeit, Nebenwirkungen und Co.

  • Der Impfstoff der Unternehme Biontech und Pfizer gehört zu den wichtigsten Corona-Vakzinen
  • Das Präparat mit dem Namen "Comirnaty" gilt als besonders sicher und hat im Normalfall geringe Nebenwirkungen
  • Nebenwirkungen, Nebenwirkungen und Co. - Lesen Sie hier alles, was zu dem mRNA-Impfstoff wissen müssen

Der deutsch-amerikanische Corona-Impfstoff der Pharmaunternehmen Biontech und Pfizer war eines der ersten Vakzine, die zur Bekämpfung der Corona-Pandemie zugelassen und eingesetzt wurden. Wegen der hohen Wirksamkeit und der eher geringen Wahrscheinlichkeit von Nebenwirkungen gilt der Wirkstoff mit dem Namen "Comirnaty" als besonders sicher.

Das Vakzin von Biontech/Pfizer gehört, ebenso wie das Präparat von Moderna, zu den mRNA-Impfstoffen. Lesen Sie hier alles über Wirkung, Nebenwirkungen, Zweitimpfungen und allen weiteren Infos. Lesen Sie auch: Alle wichtigen Fragen und Antworten zu den Corona-Impfstoffen und der Impfung

Biontech-Impfstoff muss wohl nicht an Mutanten angepasst werden
Biontech-Impfstoff muss wohl nicht an Mutanten angepasst werden

Biontech: Wie wirksam ist der Corona-Impfstoff?

Der Impfstoff von Biontech/Pfizer hat nach aktuellem Kenntnisstand eine Wirksamkeit von etwa 95 Prozent. Dabei ist allerdings zu beachten, dass ein vollständiger Schutz erst nach der zweiten Impfung gegeben ist. Allerdings nicht sofort, sondern nach rund sieben Tagen. Bei Geimpften besteht dann eine um etwa 95 Prozent geringere Wahrscheinlichkeit, sich mit Corona anzustecken, als bei nicht geimpften Personen.

Welche Nebenwirkungen können beim Biontech-Impfstoff auftreten?

Wie bei jeder Impfung gibt es auch bei dem Vakzin von Biontech/Pfizer mögliche Nebenwirkungen:

  • Schmerzen an der Einstichstelle
  • Grippeähnliche Symptome
  • Abgeschlagenheit
  • Kopfschmerzen
  • Fieber (selten)
  • Müdigkeit
  • Allergische Reaktion/anaphylaktischer Schock (sehr selten)

Wie lange halten die Nebenwirkungen an?

Mögliche Impfreaktionen treten in der Regel kurz nach der Injektion auf und halten wenige Tage an. Allergische Reaktion können unmittelbar nach der Impfung auftreten, weshalb Geimpfte nach Verabreichung des Vakzins eine halbe Stunde unter Beobachtung im Impfzentrum oder beim Arzt bleiben müssen. Halten Beschwerden über einen längeren Zeitraum an, sollte man seinen Hausarzt aufsuchen. Lesen Sie hier: Schützt

Bionech: Können Geimpfte das Virus weiter übertragen?

Das Robert-Koch-Institut (RKI) geht aktuell davon aus, dass Geimpfte das Virus weiterhin übertragen können. Die Viruslast aber ist bei Personen, die sich trotz Impfung mit SARS-CoV-2 infizieren, stark reduziert, ebenso wie die Virusausscheidung. Das heißt, dass das Risiko einer Übertragung stark vermindert, aber trotzdem vorhanden ist. Daher sollten sich auch Geimpfte an die geltenden Hygiene-Regeln halten.

Sind die mRNA-Impfstoffe von Moderna und Biontech/Pfizer gleichwertig?

Die Vakzine von Moderna und Biontech/Pfizer beruhen auf der mRNA-Technologie. Beide haben eine ähnlich gute Wirksamkeit - Moderna liegt mit 94,1 Prozent nur etwas niedriger als Biontech mit 95 Prozent. Auch die Nebenwirkungen sind vergleichbar.

Wer bekommt den Impfstoff von Biontech?

Anders als bei dem Vakzin von Astrazeneca, bei dem die Bundesregierung die Priorisierung abgeschafft hat, gibt es bei dem Biontech-Präparat weiterhin eine Impfreihenfolge. Am 11. Mai haben nach Kanada auch die USA den Impfstoff von Biontech/Pfizer für Kinder und Jugendliche ab einem Alter von zwölf Jahren zugelassen. Auch die EU-Arzneimittelbehörde (EMA) prüft derzeit die Zulassung des Corona-Impfstoffs für diese Altersgruppe. Ziel ist auf jeden Fall eine Entscheidung im Juni.

Biontech und Pfizer beantragen Zulassung von Impfstoff für Jugendliche in der EU
Biontech und Pfizer beantragen Zulassung von Impfstoff für Jugendliche in der EU

Wie ist der Abstand zwischen der ersten und zweiten Impfung?

Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt zwischen der ersten und zweiten Impfung mit mRNA-Wirkstoffen einen Abstand von sechs Wochen. Anfangs war der Zeitraum kürzer, wurde allerdings verlängert, da nach längerer Zeit eine bessere Schutzwirkung zu beobachten ist. Zudem stehen so auch mehr Impfdosen zur Verfügung, was bedeutet, dass mehr Menschen eine Erstdosis bekommen können.

Kann ich mir Biontech als Impfstoff aussuchen?

Nein. Laut der aktuellen der Corona-Impfverordnung haben Bürgerinnen und Bürger keinen Anspruch auf einen bestimmten Impfstoff. Die Ständige Impfkommission hatte nach Thrombose-Fällen empfohlen, Personen unter 60 nicht das Vakzin von Astrazeneca zu verabreichen, beziehungsweise nur nach eingehender Risikobewertung. Die Chance, mit einem anderen Vakzin, etwa dem von Biontech, geimpft zu werden, ist für jüngere Menschen also etwas höher.

Löst der Biontech-Impfstoff Thrombosen aus?

Auch bei mRNA-Impfstoffen besteht ein Thrombose-Risiko. Das ist allerdings geringer als bei Vektor-Impfstoffen wie Astrazeneca. Das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) schrieb in einem Sicherheitsbericht, dass von 42 untersuchten Sinusvenenthrombosen-Fällen nach Corona-Impfungen sieben nach der Gabe des Biontech-Präparates auftraten. Die restlichen Fälle traten im Zusammenhang mit Astrazeneca auf.

Wirkt Biontech gegen Corona-Mutationen?

Laut Robert-Koch-Institut schützen alle in Deutschland verfügbaren Corona-Impfstoffe gegen die Virusmutationen, auch gegen die Varianten aus Brasilien und Südafrika. Generell lassen sich mRNA-Impfstoffe schnell und gut anpassen, sollten sie gegen vorherrschende Mutanten nicht wirksam sein.

Um was für einen Impfstoff handelt es sich bei Comirnaty?

Der Impfstoff von Biontech/Pfizer basiert auf der mRNA-Technologie. Dabei erhält der Körper genetisches Material des Virus, eine Art Bauplan in Form von RNA für den Bau von Virusteilen, sogenannten Virusproteinen. Auf diese Virusproteine reagiert dann das Immunsystem – etwa mit der Bildung von Antikörpern. Mehr dazu: Corona-Impfung: So funktionieren mRNA-Impfstoffe

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