Corona

Studie macht Hoffnung: So schützt Biontech vor Mutationen

| Lesedauer: 3 Minuten
Biontech-Impfstoff muss wohl nicht an Mutanten angepasst werden

Biontech-Impfstoff muss wohl nicht an Mutanten angepasst werden

Der Impfstoff von Biontech muss womöglich nicht an bekannte Virus-Varianten angepasst werden. Dem Unternehmen zufolge gibt es bisher keinen Hinweis darauf, dass der Covid-19-Impfstoff wegen der bisher identifizierten Mutanten verändert werden muss. BioNTech/Pfizer plants producing the vaccine around the world

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Berlin  Wie wirksam sind Corona-Impfungen gegen Mutationen? Eine Studie aus Katar macht Hoffnung: Biontech bietet demnach einen hohen Schutz.

  • Im Kampf gegen die Corona-Pandemie könnten Mutationen einen Rückschlag bedeuten
  • Denn es ist denkbar, dass Impfstoffe bei veränderten Virus-Varianten nicht mehr schützen
  • Eine neue Studie aus Katar macht in Bezug auf das Vakzin von Biontech aber Hoffnung

Die Impfkampagne in Deutschland nimmt Fahrt auf - rund ein Drittel der deutschen Bevölkerung hat mindestens eine Impfdosis bekommen (Stand 12. Mai). Obwohl dies ein Anlass zur Freude ist, steht nach wie vor die Frage im Raum, wie gut die Impfungen gegen Virusvarianten helfen. Eine Studie aus Katar hat nun erneut gezeigt: Das Vakzin von Biontech/Pfizer ist auch offenbar wirksam gegen hochansteckende Mutanten.

Biontech öffnet 2023 Fabrik in Singapur
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Die Biontech-Geimpften erlitten kaum schwere oder tödliche Covid-19-Krankheitsverläufe, heißt es in der Studie, die Anfang Mai im Fachblatt "New England Journal of Medicine" erschien. Die Erhebung stützt sich auf Daten von Menschen, die in Katar mit dem Vakzin "Comirnaty" immunisiert wurden. Katar startete seine Impfkampagne im Dezember 2020. Bis einschließlich März erhielten in dem Emirat der Studie zufolge 285.853 Personen die erste Dosis, 265.410 Personen wiesen bereits zwei Impfdosen auf.

Biontech: Studie zeigt hohe Wirksamkeit gegen Virusvarianten

Untersucht wurden in der Erhebung sowohl die erstmals in Großbritannien aufgetretene Variante B.1.1.7 sowie die erstmals in Südafrika aufgetauchte Variante B.1.351. Beide machten einen erheblich Anteil der Covid-19-Infektionen in Katar aus: Bei der britischen Mutation waren es im März 44,5 Prozent, bei der südafrikanischen Mutation 50 Prozent.

WHO stuft indische Doppelmutation als "besorgniserregend" ein
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Für ihre Erhebung untersuchten die Studienverantwortlichen, wie oft sich Geimpfte und Ungeimpfte mit den jeweiligen Virusmutationen infizierten.

  • Während die Schutzwirkung gegen B.1.1.7 demnach mindestens zwei Wochen nach der zweiten Dosis 89,5 Prozent betrug, lag sie bei der Variante B.1.351 bei 75 Prozent.
  • Der Biontech-Schutz gegen einen schweren oder tödlichen Verlauf ist in der Studie mit 97,4 Prozent für alle SARS-CoV-2-Varianten angegeben.

Laut Şahin bietet Biontech auch Schutz vor indischer Mutation

Ende April hatte der Biontech-Chef Uğur Şahin vor Journalistinnen und Journalisten in Berlin erklärt, dass der von seinem Unternehmen und dem US-Konzern Pfizer entwickelte Impfstoff wohl auch Schutz gegen die in Indien grassierende Mutation liefere. Entsprechende Tests liefen zwar noch, er sei aber "zuversichtlich".

Die indische Variante zeichne sich durch Veränderungen aus, die bereits aus anderen Mutanten bekannt seien, erläuterte Şahin - und dagegen wirke der Impfstoff. Insgesamt hätten Biontech und Pfizer inzwischen bereits mehr als 30 Corona-Varianten getestet. Bei fast allen funktioniere er genau so gut wie bei der Ursprungsform. Die Impfung sei auch in den Fällen ausreichend, in denen die Immunantwort schwächer ausfalle.

(mit dpa)

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