Pandemie

Corona-Regeln für den Herbst: Das steckt hinter der 2G-Regel

| Lesedauer: 3 Minuten
Corona-Maßnahmen: Das bedeuten die 2G- und die 3G-Regel

Corona-Maßnahmen: Das bedeuten die 2G- und die 3G-Regel

Seit dem 23. August gilt in ganz Deutschland die sogenannte 3G-Regel. Das hat vor allem Auswirkungen für Ungeimpfte. Ein Bundesland plant schon eine 2G-Regelung.

Beschreibung anzeigen

Berlin.  Bund und Länder haben sich auf die 3G-Regel für den Herbst geeinigt. Doch mit steigenden Fallzahlen könnte auch 2G zur Option werden.

  • Um die Corona-Zahlen zu senken gilt in weiten Teilen Deutschlands die 3G-Regel
  • Derweil wird schon über eine Verschärfung der Maßnahmen diskutiert
  • Das würde 2G bedeuten

3G, Hospitalisierungsquote und Abschaffung der kostenlosen Corona-Tests: Bund und Länder haben sich für den zweiten Pandemie-Herbst auf ein neues Regelwerk geeinigt. Damit soll sowohl das Infektionsgeschehen unter Kontrolle bleiben als auch mehr Menschen für die Corona-Impfung motiviert werden.

Neben der 3G-Regel hört man jetzt aber auch immer wieder von der sogenannten 2G-Regel. Die zwei „Gs“ stehen dabei für geimpft und genesen – die dritte Option, getestet, entfällt. Grundsätzlich bedeutet die 2G-Regel, dass nur Geimpfte und Genesene Zutritt zu Veranstaltungen, Aktivitäten oder Räumlichkeiten haben.

Corona: 2G ist noch freiwillige Option – kommt im Herbst Verschärfung?

Bei 2G handelt es sich im Gegensatz zu 3G allerdings um keine feste Vorgabe der Bundesregierung oder der 16 Landesregierungen. Beim letzten Corona-Gipfel hatte man sich lediglich darauf geeinigt, die 3G-Regel für festgelegte Bereiche durchzusetzen. Die strengere 2G-Vorschrift können Betreiber von Restaurants, Clubs oder Galerien allerdings auf eigene Faust durchsetzen: Auf Grundlage des Hausrechts können sie in ihren Betrieben nur Geimpften und Genesenen Einlass gewähren.

Derzeit wird allerdings diskutiert, ob bei hohen Infektionszahlen und einer dadurch zeitverzögert steigenden Hospitalisierungsquote 2G grundsätzlich bundesweit gelten müsste. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hält das für einen „vernünftigen Weg“. „Geimpfte und Genese sollen es durchaus leichter haben“, betonte er in den ARD-„Tagesthemen“.

Auch der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hält bei starkem Infektionsgeschehen weitergehende Einschränkungen für Ungeimpfte für notwendig. „Wenn die Fallzahlen weiter so rapide steigen, insbesondere in Nordrhein-Westfalen, dann wird es notwendig werden, die Regeln für Ungeimpfte zu verschärfen“, sagte er unserer Redaktion. „Dazu zählt dann auch eine möglichst konsequente 2G-Regel, zumindest in den Bereichen, wo ein sehr hohes Risiko besteht.“

Lesen Sie auch: Corona: So kommen Genesene jetzt an ihr digitales Zertifikat

Corona-Pandemie: Hamburg führt 2G-Modell ein

Als erstes Bundesland hat sich Hamburg zumindest an eine derartige Regelung angenähert: In der Hansestadt soll ein sogenanntes 2G-Optionsmodell umgesetzt werden. Dabei wird allerdings nicht zwangsläufig beschränkt, wer noch an Aktivitäten teilnehmen kann. Stattdessen werden Immunisierten mehr Freiheiten eingeräumt. Für Unternehmer und Veranstalter, die sich dafür entscheiden, nur noch Geimpfte und Genesene einzulassen, entfallen Beschränkungen bei der Gästeanzahl und Abstandsgebote. Die Maskenpflicht in Innenräumen bleibt allerdings vorerst auch in Hamburg in Kraft.

Hamburg will Restaurantbesitzern und Barbetreibern so Anreize geben, sich auf 2G einzulassen. Voraussetzung für die 2G-Option ist die vorherige Anmeldung und die strikte Kontrolle der Gäste. Für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre gilt die Regelung nicht.

(bml mit dpa)

Fragen zum Artikel? Mailen Sie uns: redaktion.online-bzv@funkemedien.de

Kommentar-Profil anlegen
*Pflichtfelder