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Corona: RKI meldet Zahlen - Inzidenz leicht gesunken

| Lesedauer: 52 Minuten
Was die Hospitalisierungsrate bedeutet

Was die Hospitalisierungsrate bedeutet

Die Bundesregierung stimmt über einen höheren Stellenwert der Hospitalisierungsrate ab. Was diese Rate aussagt, erfahren Sie in diesem Video.

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Das RKI meldet aktuellste Fallzahlen. Der Bundestag berät abschließend über die Novelle des Infektionsschutzgesetzes. Mehr im Blog.

  • Es gibt aktuelle Corona-Fallzahlen vom RKI für Deutschland
  • Der Bundestag berät an diesem Dienstag über die Abkehr von der Inzidenz als Messgröße zur Einordnung der pandemischen Lage
  • Laut einer Umfrage könnten Geldzahlungen die Impfkampagne massiv beschleunigen
  • Preprint-Studie: Schlechte Belüftung spielte offenbar eine große Rolle im Corona-Hotspot Kreis Heinsberg
  • Die EMA untersucht den Nutzen von Corona-Auffrischungsimpfungen
  • Die Gesundheitsminister haben sich auf einheitliche Quarantäne-Regeln an Schulen geeinigt
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Berlin. Deutschland steckt in der vierten Welle der Corona-Pandemie. Ob die Sieben-Tage-Inzidenz allerdings noch als Messgröße zur Einordnung der Pandemielage taugt, wird bereits länger diskutiert. An diesem Dienstag befasst sich der Bundestag abschließend mit einer Nouvelle des Infektionsschutzgesetzes. Es geht darum, künftig nicht mehr die Inzidenz als zentrales Kriterium zur Bewertung heranzuziehen, sondern die Hospitalisierungsrate stärker zu berücksichtigen.

Ein Ende der aktuellen Welle ist jedenfalls nicht in Sicht. Vorangetrieben wird sie laut Robert Koch-Institut (RKI) vor allem durch die Delta-Variante. Weltweit verbreitet sich zudem eine neue hochansteckende Virusvariante: C.1.2. Es besteht die Sorge, dass sie aufgrund einer Vielzahl an Mutationen resistent gegen bestehende Impfstoffe sein könnte.

In Deutschland stagniert derzeit die Impfquote, obwohl genügend Impfdosen vorhanden sind. Der Virologe Christian Drosten rechnet deshalb damit, dass in Deutschland im Herbst auch wieder Kontaktbeschränkungen nötig sein könnten. Intensivmediziner befürchten außerdem, dass dann auch die Zahl der Covid-19-Intensivpatienten wieder stark ansteigt.

RKI meldet neue Infektionszahlen

Die Sieben-Tage-Inzidenz der Neuinfektionen ist im Vergleich zum Vortag leicht gesunken und liegt nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Dienstagmorgen bei 83,8 - am Vortag lag der Wert bei 84,3. Vor einer Woche betrug er 74,8. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 6726 Corona-Neuinfektionen. Vor einer Woche hatte der Wert bei 5750 Ansteckungen gelegen. Mehr zum Thema: RKI meldet Corona-Fallzahlen und aktuellen Inzidenz-Wert

Corona-News von Dienstag, 7. September: Vietnamese wegen Corona-Ansteckungen zu fünf Jahren Haft verurteilt

10.05 Uhr: Ein Gericht in Vietnam hat einen Mann zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt, weil er andere mit dem Coronavirus infiziert hatte. Wie das Gericht in der südlichen Provinz Ca Mau auf seiner Internetseite mitteilte, war der 28-Jährige im Juli aus Ho-Chi-Minh-Stadt, einem der Infektions-Hotspots in Vietnam, in seine Heimatprovinz Ca Mau gereist und hatte gegen eine Quarantäne-Anordnung verstoßen.

Weil er sich nicht 21 Tage lang zu Hause isolierte, steckte er nach Angaben des Gerichts "viele" andere Menschen mit dem Coronavirus an, von denen einer starb. Laut Berichten der vietnamesischen Staatsmedien gehen acht Infektionen auf den Angeklagten zurück. Verurteilt wurde er nun wegen der Verbreitung einer "gefährlichen Infektionskrankheit".

Geldzahlungen könnten laut Umfrage Impfkampagne beschleunigen

9.58 Uhr: Geldzahlungen oder Gutscheine könnten nach Ansicht von fast zwei Dritteln der Deutschen die lahmende Impfkampagne ankurbeln. Laut einer am Dienstag in Hamburg veröffentlichten Yougov-Umfrage für den Lotterievermittler Lotto24 sind 61 Prozent der Befragten überzeugt, dass Geld oder Gratisleistungen dabei helfen können, Menschen für eine Corona-Impfung zu gewinnen. Mit 24 Prozent hält demnach ein Viertel bis zu 25 Euro für ausreichend, ein Fünftel oder 19 Prozent bis zu 50 Euro.

Neun Prozent der Befragten und damit fast jeder Zehnte fände aber auch mehr als 500 Euro "angemessen", wie Lotto24 weiter mitteilte. Ebenfalls etwa zehn Prozent gaben demnach an, dass sie sich mangels eines konkreten persönlichen Anreizes selbst noch nicht hätten impfen lassen. Insgesamt waren allerdings 75 Prozent der Befragten schon geimpft. Weitere 14 Prozent lehnten eine Corona-Schutzimpfung ab.

Kreis Heinsberg: Schlechte Belüftung spielte große Rolle bei Corona-Ausbruch

9.33 Uhr: Bei der Verbreitung des Coronavirus auf der sogenannten Kappensitzung in Gangelt am 15. Februar 2020 spielte die Belüftung eine wichtige Rolle. Das geht aus einer jetzt als Vorveröffentlichung (Preprint) publizierten Studie des Bonner Virologen Hendrik Streeck und anderer Wissenschaftler hervor. "Die Studie zeigt deutlich, wie wichtig eine gute Belüftung mit Frischluft und Filteranlagen sind", sagte Streeck der Deutschen Presse-Agentur.


Die Forscher haben über Monate hinweg 411 der insgesamt etwa 450 Teilnehmer der Karnevalssitzung befragt. Die Sitzung hatte sich als Superspreader-Event herausgestellt. Fast die Hälfte der Teilnehmer - 46 Prozent - infizierte sich mit dem Virus.


Eine große Rolle bei der Verteilung des Virus im Saal spielte den Erkenntnissen zufolge die Lüftung. Sie führte dem Saal, dessen Fenster geschlossen waren, nur 30 Prozent Frischluft zu. Dadurch habe die Lüftung das Virus verbreitet, sagte Streeck. Dementsprechend höher war das Infektionsrisiko, wenn man in der Nähe des Tisches saß, an dem die Luft angesogen wurde, oder an der Bar stand, wo die Luft wieder ausgepustet wurde. Auf der gegenüberliegenden Seite des Saals war das Risiko dagegen geringer.

Corona-Experte rechnet mit Belastung der Intensivstationen bis 2022

9.25 Uhr: Der Corona-Experte Clemens Wendtner rechnet damit, dass die Pandemie die Intensivstationen bis weit in das nächste Jahr hinein belasten wird. "Aus ärztlicher und wissenschaftlicher Sicht muss man ganz klar erkennen, dass wir weit davon entfernt sind, den Sieg über Corona verkünden zu können", sagte der Infektiologe der "Augsburger Allgemeinen" (Dienstag). "Die Pandemie mit einer deutlichen Belastung der Krankenhäuser wird sich meiner Einschätzung nach über die erste Hälfte des Jahres 2022 erstrecken."

Hauptproblem sei die derzeit kaum steigende Impfquote, sagte der Chefarzt der München Klinik Schwabing. "Wenn sich hier nichts signifikant in den nächsten Wochen ändert, müssen wir davon ausgehen, dass die vierte Welle jetzt im Herbst noch massiv ansteigen wird und wir wieder viele Covid-Patientinnen und Covid-Patienten in den Kliniken und nicht zuletzt auf den Intensivstationen versorgen müssen."

Bildungsministerin Karliczek: Quarantäne-Einigung richtig

6.48 Uhr: Bundesbildungsministerin Anja Karliczek hat die Vereinbarung der Gesundheitsminister der Länder zu Quarantäne-Regeln in Schulen begrüßt. "Das wird die Akzeptanz der Regeln erhöhen. Richtig ist der Ansatz, dass die Dauer und die Zahl der Betroffenen der Quarantäne maßvoll eingeschränkt werden", sagte die CDU-Politikerin der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Das werde dazu beitragen, dass der Präsenzunterricht für möglichst viele Kinder und Jugendliche aufrechterhalten werde. "Wichtig ist aber auch, dass die Gesundheitsämter immer auf den Einzelfall schauen werden."

Die Gesundheitsminister hatten sich am Montag mehrheitlich für einfachere Quarantäne-Regeln bei Coronafällen in Schulen ausgesprochen. Grundsätzlich solle bei einem Fall nicht mehr für die gesamte Klasse Quarantäne angeordnet werden, hieß in einem Beschluss nach Beratungen mit dem Bund. Symptomfreie Kinder, die als enge Kontaktpersonen in Quarantäne sind, sollen diese frühestens nach fünf Tagen mit einem negativen Test beenden können.

Kuba beginnt als weltweit erstes Land mit Coronavirus-Impfungen für Kleinkinder

4.42 Uhr: Kuba hat als erstes Land der Welt mit der Coronavirus-Impfung für Kleinkinder begonnen. Am Montag begannen die Behörden in der Provinz Cienfuegos mit den Impfungen für die Altersgruppe der Zwei- bis Elfjährigen. Die Kinder erhalten die in Kuba entwickelten Corona-Impfstoffe Abdala und Soberana, die von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) allerdings nicht anerkannt werden. Seit Freitag schon werden Kinder ab zwölf Jahren geimpft.

In vielen weiteren Ländern der Welt werden Kinder ab zwölf Jahren mittlerweile ebenfalls geimpft, und in einigen werden auch Versuche mit jüngeren Kindern durchgeführt. China, die Vereinigten Arabischen Emirate und Venezuela haben angekündigt, dass sie jüngere Kinder bald regulär impfen lassen wollen - Kuba ist allerdings das erste Land mit einer flächendeckenden Impfkampagne für Kleinkinder.

Patientenschützer fordern bundeseinheitliche Vorgaben für die Bewertung der Pandemielage

3.49 Uhr: Patientenschützer haben klare, bundeseinheitliche Vorgaben für die Bewertung der pandemischen Lage gefordert. Mit Blick auf die Neuausrichtung der Pandemiepolitik an der Hospitalisierungsrate kritisierte die Deutsche Stiftung Patientenschutz das Fehlen von wissenschaftlichen Parametern, wann einem Klinikum durch Covid-19-Patienten die Überlastung drohe. "So bleibt die Hospitalisierungs-Inzidenz ein rein politischer Wert, der von jedem Bundesland anders gesetzt wird", sagte Stiftungsvorstand Eugen Brysch dieser Redaktion. Unklar sei zudem, welche Maßnahmen greifen sollten, wenn die festgelegten Marken erreicht würden.

"Zu diesen praktischen Fragen fehlt ein Bundeskonzept." An diesem Dienstag will sich der Bundestag abschließend mit der Novelle des Infektionsschutzgesetzes befassen. Dabei geht es um die Abkehr von der Sieben-Tage-Inzidenz als zentralem Kriterium. Stattdessen soll die Hospitalisierungsrate künftig stärker zur Bewertung der pandemischen Lage herangezogen werden.

Widmann-Maunz: Integrationskurse für Impfangebote nutzen

0.01 Uhr: Die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Annette Widmann-Mauz, will Integrationskurse nutzen, um die Corona-Impfquote zu steigern. "Integrationskurse müssen genutzt werden, um über die Corona-Schutzimpfung aufzuklären und ein niedrigschwelliges Impfangebot zu machen", sagte die CDU-Politikerin dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. "Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, wie das gelingen kann, vom Hinweis auf den Impfbus vor der Tür, über die Kooperation mit kommunalen Impfangeboten, bis hin zur Impfärztin, die direkt den Kurs besucht."

Man müsse jetzt alle Kräfte mobilisieren, um die Impfbereitschaft in der Bevölkerung zu erhöhen. Denn je mehr sich jetzt impfen ließen, desto sicherer komme man durch Herbst und Winter, sagte Widmann-Mauz. Die Menschen müssten dort erreicht werden, wo sie sich tatsächlich aufhalten: "Ob beim Einkaufen, beim Arzt, in der Apotheke oder eben im Integrationskurs."

Montag, 6. September: Wieder Gästefans bei UEFA-Spielen

21.45 Uhr: Die Europäische Fußball-Union will bei den Spielen im Europapokal ab kommender Woche wieder Gästefans zulassen. Am Abend bestätigte die UEFA die Änderungen im "Rückkehr zum Spiel Protokoll". Der Ausschluss von Gästefans bei Wettbewerben sei nicht verlängert worden, teilte der Verband mit. "Daher wird das Standardverfahren wieder eingeführt, das heißt fünf Prozent der insgesamt zulässigen Stadionkapazität sind den Fans der Auswärtsmannschaft vorbehalten.

"Überdies hob die UEFA für Arbeitsbereiche im Freien die obligatorischen Abstandsvorschriften auf. Dies erlaube eine höhere Kapazität an Medienvertretern. Der Verband verwies allerdings darauf, dass alle Lockerungen unter Vorbehalt der örtlichen Corona-Schutzmaßnahmen greifen.

Ärzte kritisieren Corona-Quarantäne für Kinder

20.06 Uhr: Der Bundesverband der Kinder- und Jugendärzte kritisiert die Einigung der Länder-Gesundheitsminister zur Quarantäne-Regelung in den Schulen. "Wir finden es deutlich sinnvoller, nur das infizierte Kind in Quarantäne zu schicken", sagt Verbandssprecher Jakob Maske der "Welt".

"Kinder leiden auch bei fünf Tagen unter der Quarantäne, sitzen etwa eine zweistellige Stundenanzahl vor dem Bildschirm. Die Folgen haben wir in den vergangenen drei Lockdowns erlebt: Angst-, Zwangsstörungen oder Depressionen." Besser wäre es gewesen, die Sitznachbarn des infizierten Schülers täglich vor dem Unterricht per PCR-Test zu testen, so Sprecher Maske.

Die Gesundheitsminister der Länder hatten sich zuvor mehrheitlich für einfachere Quarantäne-Regeln bei Coronafällen in Schulen ausgesprochen.

Gesundheitsminister erleichtern Auffrischimpfungen

19.43 Uhr: Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern machen den Weg für Auffrischimpfungen frei. In Pflegeeinrichtungen und weiteren Einrichtungen mit sogenannten vulnerablen Gruppen sollen den Beschäftigen eine Auffrischimpfung angeboten werden. Dies gilt laut Beschluss auch für Personen, die regelmäßig in Kontakt mit infektiösen Menschen stehen - etwa medizinisches Personal. Nach individueller Abwägung könnten auch Personen über 60 Jahren infrage kommen, deren Impfungen mehr als sechs Monate zurückliegt. Das Robert Koch-Institut soll die Auffrischimpfungen gesondert ausweisen.

Hessischer Regierungschef Bouffier will 2G-Modell in Gastronomie möglich machen

19.18 Uhr: Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) will das Corona-2G-Modell für Gastronomen und Veranstalter zulassen. Die neue Corona-Verordnung des Landes werde voraussichtlich privaten Anbietern die Möglichkeit geben, nur Geimpften und Genesenen (2G) den Zutritt zu ihren Räumen zu erlauben, sagte Bouffier am Montag der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Veranstalter, Wirte und Friseure sollen dann selbst entscheiden können, ob sie nur geimpfte und genesene Menschen einlassen, die dann weitgehend von den Corona-Einschränkungen befreit seien, sagte ein Regierungssprecher.

In der öffentlichen Daseinsvorsorge etwa beim Besuch von Behörden und im ÖPNV bleibe es aber beim 3G-Modell in Hessen. Das sogenannte 2G-Modell geht auf einen Vorstoß aus Hamburg zurück. 3G bedeutet, dass der Zutritt nur Geimpften, Genesenen oder Getesteten gewährt wird.

Gesundheitsminister: Nicht mehr ganze Klassen in Quarantäne

18.50 Uhr: Die Gesundheitsminister der Länder haben sich mehrheitlich für einfachere Quarantäne-Regeln bei Coronafällen in Schulen ausgesprochen. Grundsätzlich solle bei einem Fall nicht mehr für den gesamten Klassenverband Quarantäne angeordnet werden, heißt in einem Beschluss nach Beratungen mit dem Bund am Montag. Der Vorsitzende der Länder-Ressortchefs, Klaus Holetschek (CSU) aus Bayern, sagte, dies solle als "Leitplanken" an die Gesundheitsämter weitergegeben werden. Ziel sei guter Infektionsschutz und so viel Präsenzunterricht wie immer möglich. Der Beschluss wurde laut Holetschek bei Enthaltung zweier Bundesländer angenommen.

Kinder, die als enge Kontaktpersonen in Quarantäne geschickt werden und keine Symptome haben, sollen diese demnach frühestens nach fünf Tagen mit einem negativen Test beenden können. Dabei sollen die Gesundheitsämter vor Ort im Einzelfall auch abweichend entscheiden können. Quarantäne-Anordnungen sollen generell "mit Augenmaß" und abhängig von Schutzkonzepten mit Lüftung, Tests und dem Tragen von medizinischen Masken erlassen werden. Bislang gehen die Länder bei einer Quarantänedauer von 14 Tagen unterschiedlich damit um, sollte sich in einer Klasse ein infizierter Schüler finden. Teilweise werden nur Sitznachbarn in Quarantäne geschickt, teils ganze Klassen.

Britischer Epidemiologe: Deutschland kam besser durch Pandemie

18.32 Uhr: Dem britischen Epidemiologen Neil Ferguson vom Imperial College in London zufolge ist Deutschland viel besser durch die Corona-Pandemie gekommen als Großbritannien. Beispielsweise sei die Übersterblichkeit - also die überdurchschnittlich hohe Zahl an Todesfällen während der Pandemie - im Vereinigten Königreich um 80 Prozent höher gewesen als in Deutschland. "Das ist ein interessanter Vergleich, woher das kommt", sagte Ferguson bei einer Online-Veranstaltung der Londoner Denkfabrik Chatham House am Montag.

Er selbst vermutet dahinter eine Reihe von Faktoren. In Deutschland habe es eine erfolgreichere Zusammenarbeit zwischen Wissenschaftlern und Politikern gegeben, so der Forscher. Zum anderen habe es mit der Fähigkeit Deutschlands zu tun gehabt, die Zahl der Corona-Tests sehr schnell sehr stark auszuweiten. "Sie (die deutschen Behörden) hatten ein besseres Bild davon, was sich abspielte", so Ferguson weiter. Auch die vergleichsweise frühe Entscheidung für den ersten Lockdown habe in Deutschland eine große Zahl von Leben gerettet. Nicht zuletzt sei auch das dezentrale System von Entscheidungsträgern in der Bundesrepublik besser geeignet gewesen, die Ausbreitung des Virus zu unterdrücken.

EMA untersucht Nutzen von Auffrischimpfungen gegen Corona

18.26 Uhr: Die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) untersucht den Nutzen einer Auffrischimpfung mit dem Corona-Impfstoff von Pfizer/Biontech für vollständig geimpfte Menschen ab 16 Jahren. Ergebnisse der Untersuchung, für die Daten des Impfstoffherstellers und laufende klinische Studien ausgewertet werden, sollen in wenigen Wochen vorliegen, teilte die EMA am Montag in Amsterdam mit. In einer zweiten Untersuchung will die EMA zudem prüfen, inwiefern Menschen mit schweren Immunproblemen eine dritte Impfdosis von Pfizer/Biontech oder Moderna hilft. Diese Menschen erzielen durch die ersten beiden Impfdosen möglicherweise keinen ausreichenden Impfschutz.

Wie die EMA bereits in der vergangenen Woche mitgeteilt hatte, sieht sie im Moment keinen drängenden Grund für eine Auffrischimpfung für die gesamte Bevölkerung. Die nun laufenden Untersuchungen sollten eine weiterführende Einschätzung untermauern, hieß es. Wie die EMA betonte, könnten nationale Gesundheitsbehörden sich bereits vorher für eine Auffrischimpfung entscheiden.

Start der Booster-Impfungen: Debatte um Impfauffrischung
Start der Booster-Impfungen: Debatte um Impfauffrischung

Entwurf: Gratis-Tests für Zwölf- bis 17-Jährige bis Ende November

17.03 Uhr: Kinder von zwölf bis 17 Jahren sollen voraussichtlich noch bis Ende November kostenlose Corona-Schnelltests bekommen können. Das geht aus einem Entwurf des Bundesgesundheitsministeriums für eine neue Testverordnung hervor, die das geplante generelle Ende der Gratis-Tests für alle Bürger zum 11. Oktober umsetzen soll. Zunächst berichteten das Nachrichtenportal "ThePioneer" und "Business Insider" über den Entwurf, er liegt der Deutschen Presse-Agentur vor.

Anspruch auf kostenlose Tests sollen demnach bis zum 30. November auch Personen ohne Symptome haben, die das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet haben. Generell möglich bleiben sollen Gratis-Tests für alle, die sich nicht impfen lassen können - darunter Kinder unter zwölf Jahren, für die es bisher keinen zugelassenen Impfstoff gibt, sowie etwa auch Schwangere.

Söder verteidigt gelockerte Quarantäne-Regeln an Bayerns Schulen

16.51 Uhr: Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat die in Bayern bereits geltenden Lockerungen bei den Quarantäne-Regeln an Schulen bei nachgewiesenen Corona-Infektionen verteidigt. "Es ist falsch, ganze Klassen 14 Tage in Quarantäne zu schicken, maximal fünf, maximal das Umfeld", sagte der CSU-Chef am Montag in seiner Rede beim politischen Frühschoppen auf dem Gillamoos-Volksfest im niederbayerischen Abensberg. Bei bestimmten Maßnahmen könne die Quarantäne sogar ganz entfallen, etwa wenn es in der betroffenen Klasse Luftreiniger gebe und alle Schüler eine Woche lang täglich getestet würden.

"Ich will keine Lockdown für Wirtschaft und Gesellschaft. Ich will aber auch keine Lockdown in der Schule durch die Hintertür. Liebe Freunde, jetzt müssen wir uns Mühe geben", sagte Söder. Bayern habe mit seiner neusten Corona-Verordnung "einen Standard gesetzt".

NRW-Städte fordern neue Quarantäne-Leitlinien für Schulen

16.43 Uhr: In der Debatte um eine deutlich enger gefasste Quarantäneregel an Schulen nur für positiv auf Corona Getestete fordern die NRW-Städte neue Leitlinien. "Die Städte in NRW halten es für wichtig, die Quarantäneregeln bei Infektionen in Schulen anzupassen", sagte der Vorsitzende des Städtetages NRW, Pit Clausen, am Montag der Deutschen Presse-Agentur. Aus Sicht der Städte sei es vollkommen ausreichend, nur die positiv auf Corona getesteten Schüler und ihre Familienangehörigen in Quarantäne zu schicken.

"Wir wollen die Schulen weiter offen halten", betonte Bielefelds Oberbürgermeister. Das sei verantwortbar mit weniger Quarantäne und einer guten Teststrategie, wie sie in NRW an den Schulen praktiziert werde. Deshalb unterstütze der Städtetag das Vorhaben des Landes, die Quarantäneregeln zu ändern. Der Bund und das Robert Koch-Institut (RKI) seien nun am Zug, die Leitlinien für die Kontaktnachverfolgung und Quarantäne an die neue Corona-Strategie von Bund und Ländern anzupassen. "Denn das ist Richtschnur für das Handeln der Gesundheitsämter in den Städten", verdeutlichte Clausen.

Derzeit sollen laut Verordnung in NRW bei einem Corona-Fall "enge Kontaktpersonen" in häusliche Quarantäne gehen. Das sind Schüler, die vor, hinter, rechts oder links von einem Infizierten gesessen haben. Geimpfte ohne Symptome sind von der Quarantäne ausgenommen.

Corona-Regeln auf Mallorca gelockert

15.30 Uhr: Die Corona-Maßnahmen auf Mallorca werden angesichts der sinkenden Infektionszahlen gelockert. Die Regionalregierung der Mittelmeerinseln, zu der auch Spanien gehört, teilte mit, dass ab Dienstag wieder Personen aus verschiedenen Haushalten zu nächtlichen Partys zusammenkommen dürfen. Das war zuletzt zwischen 2 Uhr und 6 Uhr morgens verboten.

Außerdem dürfen in den Innenbereichen von Gaststätten künftig wieder bis zu acht Personen an einem Tisch sitzen. Im Außenbereich dürfen bis zu zwölf Personen an einem Tisch bewirtet werden.

Bilanz Uni-Klinik Essen: "Welle der Ungeimpften" droht

15.17 Uhr: In der Universitätsklinik Essen, die bundesweit zu den größten Corona-Behandlungszentren zählt, sind die Covid-Zahlen im Juli und August deutlich angestiegen. Drei Viertel der insgesamt 142 Covid-Patienten aus diesem Zeitraum seien dabei ungeimpft gewesen, sagte der Vorstandsvorsitzende des Klinikums, Prof. Jochen A. Werner, der Deutschen Presse-Agentur. "Die vierte Welle nimmt Fahrt auf. Diese Welle wird eine der besonderen Art, sie wird eine Welle der Ungeimpften", sagte der Klinikchef.

Er gehe von weiter steigenden Zahlen aus - mit Folgen für den gesamten Klinikbetrieb. "Wenn die stationär zu behandelnden Covid-19-Erkrankten stärker zunehmen, ist eine Auswirkung auf die Versorgung von Patienten mit allen anderen Krankheitsbildern nicht mehr lange auszuschließen", sagte der Klinikchef.

Kinderärzte zu Schulregelungen: Quarantäne nur für's infizierte Kind

14.33 Uhr: Der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin, Jörg Dötsch, befürwortet in der Corona-Pandemie eine gezieltere Quarantäneregelung an Schulen. Bedingung sei eine sorgfältige Kontrolle über Tests, sagte er am Montag bei einem Pressebriefing des Science Media Centers. In einigen Bundesländern werde schon jetzt geschaut, ob nur das infizierte Kind in Quarantäne geschickt werden und der Rest weiter zur Schule gehen könne. Wenn man diesen Weg sorgfältig und kontrolliert beschreite, sei das "insgesamt ein guter Weg".

"Das ist dann ganz wichtig, dass der Rest der Klasse gut getestet wird und hier die Kontrollfunktion nicht verloren geht", ergänzte er. Dann könne das eine Maßnahme sein, die zwei Dinge miteinander verbinde: "Nämlich einerseits, die Infektionskette frühzeitig zu stoppen. Frühzeitiger als man sie stoppen würde, wenn man auf die Symptomatik warten würde", sagte Dötsch. "Und zweitens den Schulunterricht für alle anderen, die nicht das Virus in sich tragen, weiter aufrechtzuerhalten."

Streit um Rechtsstaat: Corona-Hilfen für Polen und Ungarn aufgehalten

14.26 Uhr: Milliardenschwere EU-Corona-Hilfen für Polen und Ungarn werden wegen Rechtsstaatlichkeitsbedenken aufgehalten. Dies bestätigte der zuständige EU-Kommissar Valdis Dombrovskis in einer Pressekonferenz am Montag. Es gebe immer noch Punkte in Polens Aufbauplan, die angegangen werden müssten. "Wir schauen uns auch das Problem der Vorrangigkeit von EU-Recht an und seine potenziellen Auswirkungen für den polnischen Aufbauplan", sagte Dombrovskis. Man sei mit der polnischen Regierung in Kontakt, fügte er hinzu.

Milliardenschwere EU-Corona-Hilfen für Polen und Ungarn werden wegen Rechtsstaatlichkeitsbedenken aufgehalten. Dies bestätigte der zuständige EU-Kommissar Valdis Dombrovskis in einer Pressekonferenz am Montag. Es gebe immer noch Punkte in Polens Aufbauplan, die angegangen werden müssten. "Wir schauen uns auch das Problem der Vorrangigkeit von EU-Recht an und seine potenziellen Auswirkungen für den polnischen Aufbauplan", sagte Dombrovskis. Man sei mit der polnischen Regierung in Kontakt, fügte er hinzu.

Bund fördert Entwicklung von Covid-Medikamenten

13.41 Uhr: Der Bund will sechs Projekte zur Entwicklung von Medikamenten gegen Covid-19 mit rund 150 Millionen Euro unterstützen. Konkret geht es um die deutschen Firmen AdrenoMed, Apogenix, Atriva Therapeutics, Corat Therapeutics, InflaRX sowie die DRK Baden-Württemberg-Hessen, die die Projekte koordiniert.

"Corona wird bei uns bleiben. Und wir werden Medikamente benötigen, um an Covid-19 erkrankte Menschen zu behandeln. Deshalb steht neben der Frage, die Pandemie in den Griff zu bekommen, die Frage nach weiterer Medikamentenforschung für uns im Mittelpunkt", sagte Bundesforschungsministerin Anja Karliczek.

Kinderärzte: Corona-Impfungen bei Kindern bis 11 kritisch zu sehen

12.50 Uhr: Kinderärzte sehen Corona-Schutzimpfungen bei Kindern unter zwölf Jahren, für die es bisher keine Zulassung und keine Empfehlung durch die Ständige Impfkommission gibt, sehr kritisch. "Auf gar keinen Fall sind wir für eine Off-Label-Impfung", sagte Jörg Dötsch, Direktor der Klinik für Kinder und Jugendmedizin an der Uni-Klinik Köln. "Wir haben rund 17 Millionen nicht erstgeimpfte Erwachsene. Da ist das Problem", ergänzte er bei einem Pressebriefing des Science Media Center (SMC) am Montag. "Die Erwachsenen haben die Pflicht, die Menschen, die sich nicht impfen lassen können und die letztlich gefährdet sind, mit zu schützen." Dötsch ist Präsident der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ).

Insgesamt sei die Krankheitsschwere bei Kindern so gering, dass es auch für die Ständige Impfkommission nach der Zulassung in Europa viele Wochen gedauert habe, die Empfehlung guten Gewissens und aufgrund einer guten Datenlage für die 12- bis 17-Jährigen auszusprechen.

Bekannt sei bisher, dass bestimmte chronische Vorerkrankungen bei Kindern zu etwas schwereren Covid-19-Verläufen führen können. Vor allem gehe es dabei um Krankheiten, die mehrere Organe betreffen - wie zum Beispiel Trisomie 21. Zudem seien Kinder mit sehr starkem Übergewicht gefährdet. Doch auch bei ihnen rät Dötsch zum Abwarten der Zulassungsdaten. "Wir sollten an dieser Stelle jetzt nicht überaktiv werden."

Bericht: Bundesregierung konkretisiert Ende der kostenlosen Corona-Tests

12.40 Uhr: Das Vorhaben der Bundesregierung, die kostenlosen Corona-Schnelltests weitgehend abzuschaffen, konkretisiert sich. Ein Referentenentwurf für die neue Testverordnung aus dem Bundesgesundheitsministerium sehe vor, dass sich grundsätzlich nur noch diejenigen kostenlos testen lassen dürfen, die aus gesundheitlichen Gründen nicht gegen das Coronavirus geimpft werden könnten, berichtete das Magazin "Business Insider" am Montag. Auch für Geimpfte solle es keine kostenlosen Schnelltests mehr geben.

Für Kinder zwischen zwölf und 18 Jahren soll demnach eine Übergangsregelung geschaffen werden. Dies geschehe offenbar vor dem Hintergrund, dass im Schulbetrieb in Deutschland regelmäßig getestet wird, um den Präsenzunterricht zu ermöglichen, berichtete das Magazin weiter.

Corona-Tests in Einrichtungen, in denen enger Kontakt zu stark durch das Virus gefährdeten Personen besteht, sollen den Angaben zufolge weiter durch den Staat finanziert werden. Dazu gehörten etwa Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen. Da mittlerweile allen Bürgerinnen und Bürgern ein unmittelbares Impfangebot gemacht werden kann, ist eine dauerhafte Übernahme der Kosten für alle Tests durch den Bund und damit den Steuerzahler nicht länger angezeigt und nicht erforderlich", begründet das Gesundheitsministerium dem Bericht zufolge die Neuregelung. Bund und Länder hatten im August beschlossen, dass es Corona-Schnelltests ab Mitte Oktober für die meisten Bürgerinnen und Bürger nicht mehr kostenlos sein sollen.

Deutlich weniger Geschäftsreisen erwartet – Mehr Bahn und Online

11.35 Uhr: Auch für die Zeit nach der Corona-Pandemie erwarten Unternehmen und Verwaltungen in Deutschland deutlich weniger Geschäftsreisen. Bei einer am Montag in Frankfurt vorgestellten Analyse des Verbandes Deutsches Reisemanagement (VDR) erklärten 80 Prozent der größeren Unternehmen und 72 Prozent der kleineren, dass sie eine dauerhafte Reduktion planten. Im Öffentlichen Sektor wollten sogar 81 Prozent der befragten Budgetverantwortlichen künftig weniger Geld für persönliche Kontaktmöglichkeiten ausgeben. Der VDR erwartet einen Rückgang der Reisetätigkeit um rund 30 Prozent im Vergleich zum Vorkrisenniveau.

Zum langfristigen Krisengewinner könnte die Deutsche Bahn werden: 73 Prozent der befragten Unternehmen gaben an, für innerdeutsche Geschäftsreisen vom Flugzeug auf die Schiene umgestiegen zu sein. Weitere 13 Prozent planten dies für die Zukunft. Video- und Webkonferenzen gehören in nahezu allen befragten Unternehmen zum Alltag.

Intensivmediziner sagen weiteren Anstieg der Corona-Patienten voraus

11.05 Uhr: Deutschlands Intensivmediziner blicken mit Sorge auf den Herbst. "Wir werden mit den jetzigen Impfquoten einen erneuten Anstieg auf den Intensivstationen im Oktober und November sehen", sagte der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Internistische Intensivmedizin und Notfallmedizin (DGIIN), Christian Karagiannidis, der "Rheinischen Post" (Dienstagsausgabe). "Das gute Wetter schützt uns im Moment. Die Wochen der Wahrheit kommen aber, wenn das Wetter nass-kalt und ungemütlich wird."

"Je höher wir jetzt mit den Zahlen steigen, desto weniger Puffer werden wir haben", sagte Karagiannidis zu den Corona-Infektionszahlen, die seit mehreren Wochen wieder deutlich steigen. "Wir müssen den Anstieg im Herbst soweit es geht in die Länge ziehen. Der Verdoppelungszeit in den Inzidenzen und bei der Intensivbelegung wird eine entscheidende Bedeutung zukommen."

Karagiannidis sprach sich außerdem dafür aus, die Entwicklung von Corona-Impfungen per Nasenspray stärker zu fördern. "Ich glaube, wir würden beim Impfen noch besser vorankommen, wenn man den Impfstoff nicht spritzen müsste, sondern als Nasenspray verabreichen könnte", sagte er. "Wir sollten diese Entwicklung maximal fördern."

Armin Laschet für umfassende Auskunftspflicht zu Impfstatus

10.19 Uhr: Unions-Kanzlerkandidat Armin Laschet hat sich für eine Auskunftspflicht über den Impfstatus in allen Betrieben in Deutschland ausgesprochen. "Der Arbeitgeber muss wissen, wer im Betrieb geimpft ist, um Schutzmaßnahmen ergreifen zu können", sagte der CDU-Vorsitzende am Montag beim "Wahlcheck" der "Heilbronner Stimme". Allerdings dürften Nicht-Geimpfte nicht diskriminiert werden. "Man muss das behutsam machen." Union und SPD im Bundestag haben sich nur darauf verständigt, dass die Arbeitgeber in Kitas, Schulen und Pflegeheimen die Beschäftigten fragen dürfen, ob sie gegen das Coronavirus geimpft sind. Bisher ist dies nur in Arztpraxen und Kliniken erlaubt.

Laschet sprach sich dagegen aus, angesichts der steigenden Zahlen in der Corona-Krise Ungeimpfte stärker einzuschränken. "Ich bin der Meinung, dass die 3G-Regel gelten sollte." Danach stehen bestimmte Bereiche des öffentlichen Lebens neben den Geimpften und Genesenen auch den negativ Getesteten offen. In manchen Bundesländern soll in einigen Bereichen 2G gelten, das heißt, dass Ungeimpfte stärker beschränkt werden sollen. Laschet wollte aber nicht ausschließen, dass es nochmal Einschnitte für Ungeimpfte gibt. Einen erneuten Lockdown wollte er nur für Geimpfte ausschließen. "Insbesondere Geimpfte sollen keine Nachteile mehr erleiden."

Kanzleramtsminister Braun für einheitliche Corona-Regeln in Schulen

9.07 Uhr: Kanzleramtsminister Helge Braun (CDU) hat sich für einheitliche Quarantäne-Regeln in den Schulen ausgesprochen. Die Regelung solle sich eng an dem Beschluss der Ministerpräsidenten orientieren, der eine fünftägige Quarantäne "plus dann Freitestmöglichkeit" vorsehe, sagte Braun am Montag im ZDF-"Morgenmagazin". "Ich glaube, dass wir auch so am besten die Ausbreitung in den Schulen verhindern können."

Bundesbildungsministerin: Einheitliche Quarantäne-Regeln in Schulen

8.35 Uhr: Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) hat vor den Beratungen der Gesundheitsminister der Länder für eine einheitliche Linie bei den Quarantäneregeln in den Schulen geworben. Angesichts der großen Diskussionsbreite sei dies wichtig, sagte sie am Montag im Deutschlandfunk. Trotzdem sollten aber den Gesundheitsämtern Spielräume gelassen werden für den Einzelfall. "Das ist auch wichtig", sagte die Ministerin. Eine 14-tägige Quarantäne-Pflicht sei oft zu lang.

Die Gesundheitsminister der Länder wollen am Montag über Quarantäne-Maßnahmen im Fall von Corona-Infektionen an Schulen beraten. Bislang gibt es dazu in den Ländern unterschiedliche Vorgaben.

Der Föderalismus grundsätzlich habe die Möglichkeit, auf einzelne Situationen viel besser einzugehen als "wenn man grundsätzlich alles gleich macht", sagte Karliczek. "Aber wichtig ist natürlich schon, dass wir die Akzeptanz in dieser schwierigen Situation jetzt noch eine Weile erhalten und dafür brauchen wir, glaube ich schon, eine einheitliche, grundsätzliche Linie."

Uni-Klinik Essen: "Welle der Ungeimpften" droht

6.40 Uhr: In der Universitätsklinik Essen, die bundesweit zu den größten Corona-Behandlungszentren zählt, sind die Covid-Zahlen im Juli und August deutlich angestiegen. Drei Viertel der insgesamt 142 Covid-Patienten aus diesem Zeitraum seien dabei ungeimpft gewesen, sagte der Vorstandsvorsitzende des Klinikums, Prof. Jochen A. Werner, der Deutschen Presse-Agentur. "Die vierte Welle nimmt Fahrt auf. Diese Welle wird eine der besonderen Art, sie wird eine Welle der Ungeimpften", sagte der Klinikchef.

Er gehe von weiter steigenden Zahlen aus - mit Folgen für den gesamten Klinikbetrieb. "Wenn die stationär zu behandelnden Covid-19 Erkrankten stärker zunehmen, ist eine Auswirkung auf die Versorgung von Patienten mit allen anderen Krankheitsbildern nicht mehr lange auszuschließen", sagte der Klinikchef.

Umfrage: Mehrheit für strengere Corona-Regeln für Ungeimpfte

6.18 Uhr: Mögliche striktere Corona-Beschränkungen für Ungeimpfte als für Geimpfte etwa beim Zugang zu Veranstaltungen in Innenräumen treffen laut einer Umfrage mehrheitlich auf Zustimmung. In der Befragung des Meinungsforschungsinstituts YouGov befürworteten es 58 Prozent, wenn für Ungeimpfte strengere Regeln gelten würden - 28 Prozent halten dagegen gleiche Regeln wie für Geimpfte und Genesene für richtig. Weitere 9 Prozent der Befragten gaben an, alle Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie abzulehnen.

Mit Blick auf Herbst und Winter gilt für bestimmte Innenräume wie Veranstaltungen und die Gastronomie bundesweit die so genannte 3G-Regel: Zugang nur mit Nachweis als Geimpfter, Genesener oder negativ Getesteter. Im Gespräch ist aber auch die teils schon angewandte 2G-Regel, also Zugang nur für Geimpfte oder Genesene.

Ostbeauftragter warnt vor stark steigenden Fallzahlen in den neuen Ländern

2.47 Uhr: Der Ostbeauftragte der Bundesregierung hat vor stark steigenden Corona-Fallzahlen in Ostdeutschland gewarnt: "Wenn die Schulferien in allen fünf neuen Ländern zu Ende sind, werden die Infektionszahlen mit großer Sicherheit deutlich steigen", sagte der CDU-Politiker unserer Redaktion. Einmal, weil das Virus gerade im Osten auf eine im Vergleich zum Westen hohe Zahl von Ungeimpften treffe. Aber auch deshalb, weil hier die Zahl derjenigen groß sei, die die Schutzmaßnahmen verweigerten.

"Ich rechne damit, dass die Inzidenzen im Osten in wenigen Wochen höher sein werden als jetzt im Westen. Ich fürchte, es wird dann kein Halten geben und wir werden ähnlich dramatische Verhältnisse habe wie im vergangenen Herbst", so Wanderwitz.

Die aktuell im Vergleich zu den westlichen Bundesländern noch niedrigen Inzidenzen hätten mehrere Gründe, so Wanderwitz. Im Osten sei das Durchschnittsalter höher und viele Ältere seien eben bereits geimpft. Zudem seien die Regionen oft dünner besiedelt, die Grundmobilität sei geringer, das Virus verbreite sich nicht so schnell. "Und sehr viele sind derzeit noch im Urlaub."

Amtsärzte fordern bundesweit einheitliche Quarantäneregeln an Schulen

1.01 Uhr: Die deutschen Amtsärzte fordern bundesweit einheitliche Quarantäneregeln bei Infektionsfällen in Schulen: "Die Verunsicherung bei Eltern, Lehrerinnen und Lehrern durch die vielen unterschiedlichen Quarantäneregeln ist groß", sagte die Vorsitzende des Bundesverbands der Ärztinnen und Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes, Ute Teichert, unserer Redaktion. Zum Teil gebe es nicht nur unterschiedliche Verfahren zwischen den Ländern, sondern auch zwischen einzelnen Gesundheitsämtern. "Die Länder müssen sich jetzt dringend auf bundeseinheitliche Quarantäneregeln für Schulen einigen. Das schafft Sicherheit und erleichtert die Akzeptanz der Maßnahmen."

Die Gesundheitsminister der Länder wollen an diesem Montag darüber beraten, ob es eigene Quarantäneregeln für Kinder geben soll. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte zuletzt darauf gedrungen, die Regeln zu vereinheitlichen.

Ärztevertreterin Teichert sprach sich dafür aus, auch Schutzkonzepte ohne Quarantänepflicht zu erwägen: So sei es sinnvoll, die aktuell laufenden Pilotprojekte beobachten, in denen Alternativen zur Quarantäne geprüft würden. "Sollte sich herausstellen, dass es effektiver ist, die schulischen Kontaktpersonen eines infizierten Schülers täglich zu testen statt sie in Quarantäne zu schicken, sollte ein solches Vorgehen zum bundesweiten Standard werden", erklärte Teichert. Lesen Sie dazu: Kommentar: Corona-Quarantäne für Kinder - Schluss mit dem Chaos!

Corona-News von Sonntag, 5. September:

  • Je jünger die Bürgerinnen und Bürger, desto schlechter wissen sie laut einer Umfrage über Vorteile und Nebenwirkungen einer Corona-Impfung Bescheid.
  • Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen in Deutschland hat die Vier-Millionen-Marke überschritten.
  • Zehntausende demonstrieren in Amsterdam gegen die Corona-Beschränkungen.
  • Unionskanzlerkandidat Armin Laschet hat seinen Umgang mit einem Querdenker verteidigt, der den CDU bei einem Wahlkampfauftritt angegangen hatte.
  • Auffrischungsimpfungen in den USA könnten schleppender anlaufen als gedacht. Der Immunologe Anthony Fauci sagte, es sei möglich, dass bis zum angepeilten Starttermin am 20. September nur Auffrischungsimpfungen eines Herstellers von der Arzneimittelbehörde FDA zugelassen seien - und nicht wie erhofft die Präparate sowohl von Pfizer/Biontech als auch von Moderna.
  • Laut einem "Spiegel"-Bericht ist die Zahl der Impfungen in Deutschland deutlich höher als gedacht. Das gehe aus Erhebungen der Kassenärztlichen Vereinigungen in mehreren Bundesländern hervor.

Corona-News von Samstag, 4. September: Jens Spahn bekräftigt Absage an Corona-Impfpflicht

  • Jens Spahn hat sich bei der "Langen Nacht der ZEIT" erneut gegen eine Corona-Impfpflicht ausgesprochen: Aus den derzeitigen gesellschaftlichen Spannungen und einer "sowieso angeheizten Stimmung" sollten keine Spaltungen werden, sagte der Bundesgesundheitsminister im Gespräch mit Tina Hildebrandt, Chefkorrespondentin der "Zeit", und dem Wirtschaftsjournalisten Roman Pletter.
  • In Frankreich haben am achten Wochenende in Folge wieder Zehntausende Menschen gegen die verschärften Corona-Regeln demonstriert. Landesweit wurde am Samstag zu 200 Protestzügen aufgerufen. Die quer durch das Land organisierten Demonstrationen richteten sich gegen den von Präsident Emmanuel Macron und der Regierung verlangten Gesundheitspass zum Nachweis von Impfung, Genesung oder negativem Test sowie die Impfpflicht bestimmter Berufsgruppen, darunter Beschäftigte im Gesundheitswesen.
  • Bei einer Corona-Impfaktion im thüringischen Gera ist am Samstag ein mobiles Impfteam angegriffen worden. Dabei seien zwei Mitglieder des Teams verletzt worden, teilte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums mit. Die Polizei bestätigte den Vorfall, der sich am Nachmittag in einem Einkaufszentrum ereignete.
  • Angesichts wieder steigender Infektionszahlen hat der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach striktere Corona-Maßnahmen ab Herbst gefordert. "Wenn die Zahlen weiter so steigen, müssen wir vermehrt 2G einführen - je früher, desto besser", sagte er dem Portal "Business Insider" mit Bezug auf Geimpfte oder Genesene. Nur so sei es möglich, die Infektionskurve zu senken.
  • Mehr als 61 Prozent der Menschen in Deutschland sind vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Das teilte Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Samstag auf Twitter mit.
  • Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat das Vorgehen von Bund und Ländern verteidigt, noch vor einer offiziellen Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) Auffrischungsimpfungen für Senioren und Immungeschwächte gegen Covid-19 anzubieten. "Ich will nicht warten, bis in den Pflegeheimen wieder Menschen sterben", sagte Spahn dem "RedaktionsNetzwerk Deutschland" (Samstag).
  • Unionskanzlerkandidat Armin Laschet hat den Kompromiss der großen Koalition zur Impfabfrage in Unternehmen als unzureichend kritisiert. "Aus Gründen der Betriebssicherheit sollte es Arbeitgebern erlaubt sein, sich nach Impfungen in der Belegschaft zu erkundigen - natürlich unter der Voraussetzung, dass diese Informationen vertraulich bleiben", sagte er unserer Redaktion. "Leider war das im Bund mit der SPD für alle Unternehmen nicht zu machen." Ob Laschet einen weiteren Lockdown für notwendig hält, lesen Sie im Interview.
  • Der Deutsche Lehrerverband hat sich für die Einführung einer konsequenten 3G-Regel an den Schulen ausgesprochen: Auf diese Weise ließe sich das Ziel eines hohen Gesundheitsschutzes im Schulbereich genauso erreichen wie mit der umstrittenen Impfauskunftspflicht, die einen tiefen Eingriff in die Persönlichkeitsrechte darstelle. "Nach der 3G-Regel bleibt es den Betroffenen überlassen, ob sie einen Impf- oder Genesungsnachweis vorlegen oder eine tägliche Testung machen", sagte Verbandspräsident Heinz-Peter Meidinger unserer Redaktion.
  • Geimpfte, genesene und getestete Angehörige sollten auch bei einer sich zuspitzenden Corona-Lage in Herbst und Winter weiter Zugang zu den etwa 800.000 Bewohnerinnen und Bewohnern der 14.000 Pflegeheime in Deutschland haben. "So etwas wie in der ersten Welle der Pandemie darf sie nie wiederholen", sagte Gerontologin Adelheid Kuhlmey im Gespräch mit unserer Redaktion.Kuhlmey: "Ich befürworte keine Pflicht zum Impfen, aber ich würde an die Verantwortung appellieren wollen, die Pflegekräfte in den Heimen für die Bewohner und ihre Gesundheit tragen."

Corona-News von Freitag, 3. September: Studie: Deltavariante führt offenbar nicht zu schwereren Corona-Fällen bei Kindern

  • Die Deltavariante des Coronavirus führt ersten Erkenntnissen zufolge nicht zu schwereren Verläufen von Covid-19 bei Kindern
  • Arbeitgeber in besonders sensiblen Bereichen wie Kitas, Schulen und Pflegeheimen sollen künftig nach dem Corona-Impfstatus ihrer Beschäftigten fragen dürfen
  • Bundesregierung und Robert-Koch-Institut (RKI) haben am Freitag mehrere Länder neu als Corona-Hochrisikogebiete eingestuft. Betroffen sind der neuen RKI-Liste zufolge unter anderem Japan sowie in Europa Albanien und Serbien
  • Italien könnte Ministerpräsident Mario Draghi zufolge eine Impfpflicht für alle einführen
  • Die als Mu bezeichnete Variante des Coronavirus hat sich in Kolumbien zum vorherrschenden Virusstamm entwickelt

Corona-News von Donnerstag, 2. September

  • Sarah Connor (41) hat wegen einer akuten Covid-19-Erkrankung ein für diesen Freitag in Leipzig geplantes Konzert abgesagt. "Manchmal passieren Dinge, die man sich in den schlimmsten Alpträumen nicht vorstellen möchte", teilte die Semmel Concerts Entertainment GmbH am Donnerstagabend in Leipzig mit.
  • Der bekannte US-Komiker und Moderator Joe Rogan, der sich gegen Corona-Impfungen für junge Menschen ausgesprochen hatte, ist selbst an Covid-19 erkrankt.
  • Die Diskussion über eine mögliche Impfpflicht am Arbeitsplatz spaltet die Arbeitnehmerschaft: In einer aktuellen Umfrage sprachen sich 54 Prozent der Befragten für eine solche Impfpflicht aus, 41 Prozent lehnten diese hingegen ab, wie das Internetportal Indeed am Donnerstag mitteilte.
  • Das Deutsche Schauspielhaus in Hamburg plant einzelne Vorstellungen nur für Geimpfte und Genesene von Mitte Oktober an. In Planung seien "Lärm. Blindes Sehen. Blinde sehen!" von Elfriede Jelinek sowie "Kindeswohl" von Ian McEwan.
  • Kinder- und Jugendmediziner und andere Experten haben in einem offenen Brief das Ende von anlasslosen Corona-Tests in Schulen und eine "Vermeidung überzogener und unverhältnismäßiger Quarantäneregeln" gefordert.
  • Die Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie hat sich dafür ausgesprochen, dass Arbeitgeber vorübergehend den Impfstatus ihrer Beschäftigten abfragen dürfen.
  • Das belgische Königspaar reduziert wegen einer Corona-Infektion in der royalen Familie vorsorglich seine persönlichen Kontakte.
  • Rund 61 Prozent der Menschen in Deutschland sind vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Das geht aus Zahlen des Robert Koch-Instituts vom Donnerstag hervor.
  • Die WHO hat eine neue "Variante von Interesse" ausgemacht: die Mu-Variante. Insgesamt gibt es damit fünf solcher Varianten, die mit besonderer Aufmerksamkeit verfolgt werden. Nachgewiesen wurde die Corona-Mutation das erste Mal im Januar 2021 in Kolumbien.
  • Die Virologin Melanie Brinkmann rechnet mit vielen Todesfällen unter Kindern infolge der derzeitigen Corona-Entwicklungen. Wie Brinkmann in einem Gespräch mit der Wochenzeitung "Die Zeit" sagte, werden laut einem US-Report 0,1 bis 1,9 aller positiv getesteten Kinder im Krankenhaus behandelt.
  • Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Israel ist auf den höchsten Stand seit Beginn der Pandemie gestiegen. Es seien 11 187 neue Fälle registriert worden, teilte das Gesundheitsministerium am Donnerstag mit.
  • Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) hat sich gegen eine Lockerung der Maskenpflicht an Schulen ausgesprochen.
  • Der Virologe Christian Drosten von der Berliner Charité hat noch einmal eindrücklich für eine Impfung gegen Covid-19 geworben.
  • Der Bonner Virologe Hendrik Streeck hat sich gegen 2G-Begrenzungen ausgesprochen, nach denen nur noch Geimpfte und Genesene bestimmte Angebote nutzen können.

Corona-News von Mittwoch, 1. September:

  • Die EU hat Kritik der Weltgesundheitsorganisation (WHO) an Auffrischungsimpfungen gegen Covid-19 wegen der weltweiten Ungleichverteilung des Impfstoffs zurückgewiesen.
  • Portugal lockert seine Corona-Einreisebeschränkungen für Reisende aus Großbritannien und Brasilien.
  • In Dänemark wird ab sofort in den meisten öffentlichen Einrichtungen nicht mehr die Vorlage eines Corona-Passes verlangt. Künftig ist er nur noch bei größeren Veranstaltungen und in Nachtclubs notwendig, die in der Nacht zum Mittwoch erstmals wieder öffneten.
  • In Schottland soll künftig der Zutritt zu Nachtclubs und Großveranstaltungen nur noch mit dem Nachweis einer Corona-Impfung möglich sein.
  • In Österreich sind Medien die persönlichen Daten von mehr als 24.000 positiv getesteten Corona-Infizierten zugespielt worden. Wie die österreichische Datenschutzbehörde am Mittwoch mitteilte, hat sie eine Prüfung des Falls eingeleitet.
  • In Nordrhein-Westfalen haben die Corona-Auffrischungsimpfungen begonnen. Den Anfang hätten fünf Pflegeeinrichtungen gemacht, teilte ein Sprecher des NRW-Gesundheitsministeriums am Mittwoch in Düsseldorf auf dpa-Anfrage mit.
  • Satte 6,5 Milliarden Euro stehen bereit, aber nur ein kleiner Teil davon ist bisher abgerufen: Die Fördergelder aus dem "Digitalpakt Schule" kommen auch zwei Jahre nach dessen Start nur tröpfchenweise an den Schulen an.
  • Die Ständige Impfkommission (Stiko) plant in der Corona-Pandemie eine zeitnahe Empfehlung zu Auffrischungsimpfungen für Senioren und Immungeschwächte.
  • Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat eine weitere Corona-Variante als "Variante von Interesse" eingestuft. Die auch als Mu bezeichnete Variante B.1.621 weise Mutationen auf, die auf eine mögliche Resistenz gegen Impfstoffe hindeuten könnten, teilte die WHO am Dienstag mit.
  • Arbeitgeber müssen ihren Beschäftigten künftig eine Corona-Schutzimpfung während der Arbeitszeit ermöglichen. Das Bundeskabinett beschloss am Mittwoch in Berlin eine Ergänzung der Corona-Arbeitsschutzverordnung.

Corona-News von Dienstag, 31. August: Kiss-Frontmann Paul Stannley hat Corona

  • Nach Kiss-Frontmann Paul Stanley ist nun auch der Bassist der Hardrock-Band, Gene Simmons, positiv auf Corona getestet worden. Der 72-jährige Simmons habe leichte Krankheitssymptome, teilte die US-Band am Dienstag auf Instagram mit. Bis zum 5. September werden nun vier geplante Konzerte in den USA abgesagt.
  • Bei der traditionellen Silvesterparty am Brandenburger Tor in Berlin soll nach einem Jahr Corona-Zwangspause wieder Live-Publikum mitfeiern können.
  • Die USA sehen in Deutschland eine erhöhte Gefahr einer Ansteckung mit dem Coronavirus - Reisende sollten ihre Pläne daher überdenken.
  • In Berlin dürfen Klubs und Diskotheken ihre Innenbereiche nach der sogenannten 2G-Regel für Geimpfte und Genesene wieder öffnen.
  • Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hält das in Hamburg eingeführte 2G-Optionsmodell für Geimpfte und Genesene auch für die Bundesebene durchaus für diskussionswürdig.
  • In Bayern gelten künftig völlig neue Anti-Corona-Regeln: Die FFP2-Maskenpflicht, die allgemeinen Kontaktbeschränkungen, aber auch die Sperrstunde in der Gastronomie sowie die Kundenbegrenzungen im Handel entfallen. Zudem hat nach dem Kabinettsbeschluss vom Dienstag die Sieben-Tage-Inzidenz als Maßstab für verschärfte Anti-Corona-Maßnahmen praktisch ausgedient.
  • Bayerns Ministerpräsident Markus Söder schließt einen neuen Lockdown in der vierten Corona-Welle grundsätzlich aus.
  • Nach Angaben von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen vom Dienstag sind mittlerweile 70 Prozent der Erwachsenen vollständig geimpft.
  • Die Beschäftigten in Kliniken und Pflegeheimen müssen dem Arbeitgeber ihren Impfstatus nach Ansicht der Deutschen Stiftung Patientenschutz offenlegen.
  • Das Bundeskabinett hat am Dienstagmorgen die von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) vorgeschlagene Neuregelung des Infektionsschutzgesetzes beschlossen: Wie diese Redaktion exklusiv berichtet, wird damit sichergestellt, dass die Anzahl der Neuinfektionen "nicht mehr zentraler Maßstab" sind und die bisher schon im Infektionsschutzgesetz genannten Schutzmaßnahmen gegen die Coronavirus-Krankheit "zukünftig insbesondere auch an der Covid-19-Hospitalisierungsrate" ausgerichtet werden.
  • Die Zahl der gemeldeten Hassverbrechen gegen Angehörige von Minderheiten in den USA ist einer Statistik zufolge im Jahr 2020 deutlich gestiegen.
  • In der Corona-Pandemie fordert Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) auch von Geimpften nach wie vor Umsicht - etwa in Pflegeheimen.
  • Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller sieht beim seit Samstag in Hamburg geltenden 2G-Optionsmodell in der Corona-Pandemie noch einige offene Fragen.
  • Angesichts wieder stark steigender Covid-Patientenzahlen in den Kliniken warnen Intensivmediziner vor einer Überlastung des Personals auf den Intensivstationen
  • Der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach fordert für ganz Deutschland die gleichen Richtwerte bei den Klinik-Einlieferungen von Corona-Patienten.
  • Schülerinnen und Schüler fordern eine Milliarde zusätzlich für Luftfilter und drängen auf flächendeckende Impfangebote in den Schulen.
  • Familienstudie: Karriere von Eltern leidet während der Corona-Monate

Corona-News von Montag, 30. August: Spahn schließt Abfrage des Impfstatus von Beschäftigten nicht aus

  • Bundesgesundheitsminister Jens Spahn kann sich vorstellen, dass Arbeitgeber Mitarbeiter nach ihrem Corona-Impfstatus fragen dürfen. Er sei gerade hin- und hergerissen, ob man das Gesetz ändern solle, damit Arbeitgeber zumindest für die nächsten sechs Monate fragen dürften, sagte der CDU-Politiker am Montagabend in der ARD-Sendung "Hart aber fair".
  • Angesichts hoher Corona-Fallzahlen hat Israel vor dem jüdischen Neujahrsfest Versammlungsvorgaben für die Klagemauer in Jerusalem erlassen. Die Zahl der Todesfälle in Israel im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion hat unterdessen die Marke von 7000 überschritten.
  • Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach fordert eine 3G-Regelung für Passagiere im Fernverkehr der Bahn.
  • Die EU empfiehlt wieder strengere Einreiseregeln für Menschen aus Ländern wie den USA und Israel. Insgesamt sechs Staaten wurden am Montag von der Liste der Drittländer gestrichen, für die keine Corona-Beschränkungen mehr gelten sollen.
  • Laut einer Preprint-Studie des National Institutes for Communicable Diseases (NICD) und der KwaZulu-Natal Research Innovation and Sequencing Platform (KRISP) verbreitet sich in Südafrika eine neue hochansteckende Corona-Variante. C.1.2.

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