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Steigende Benzinpreise: Wann ist Tanken am günstigsten?

| Lesedauer: 3 Minuten
Benzinpreise: So tanken Autofahrer am günstigsten

Benzinpreise: So tanken Autofahrer am günstigsten

Die Spritpreise schießen weiter in die Höhe und erreichen fast den Höchststand. Der ADAC gibt Tipps, wie Autofahrer am günstigsten tanken können.

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Berlin  Die Kosten für Autofahrer steigen. Laut ADAC kratzen die Spritpreise derzeit an einem Allzeithoch. Wann das Tanken am günstigsten ist.

  • Die Spritpreise steigen so stark wie nur selten in den vergangenen Jahren
  • Geht es so weiter, werden Rekorde bei den Preisen gebrochen
  • Doch wie können Autofahrer Geld sparen? Wann ist das Tanken am günstigsten?

Erstmals nach knapp 28 Jahren hat die Inflation in Deutschland die Vier-Prozent-Marke geknackt. Besonders betroffen: Die Energiepreise. Sie haben sich im Vergleich zum September 2020 um 14,3 Prozent erhöht. Die Kraftstoffpreise im Speziellen sogar um 28,4 Prozent - Tanken wird immer teurer.

Laut ADAC kratzen die Spritpreise sogar an einem Allzeithoch: Autofahrerinnen und -fahrer zahlen derzeit an den Zapfsäulen für einen Liter Super E10 im Schnitt 1,647 Euro und damit 3,8 Cent mehr als in der Vorwoche. Ein Liter Diesel kostet 1,526 Euro und demnach 4,8 Cent mehr (Stand 13. Oktober).

Doch die Preise an den Tankstellen schwanken auch je nach Tageszeit. Autofahrer sollten darauf einen genauen Blick haben, um zu sparen. Zu welcher Uhrzeit Benzin und Diesel am günstigsten sind. Lesen Sie hier: Diese Änderung gibt es neuerdings beim Tanken.

Faustregel: Dann ist Tanken am günstigsten

Eine aktuelle Untersuchung des ADAC an den rund 14.000 Tankstellen in Deutschland im Mai 2021 hat ergeben, dass Kraftstoff morgens am teuersten ist. Kurz nach 7 Uhr sind die Kosten am höchsten.

Am Abend zwischen 18 und 19 Uhr sowie zwischen 20 und 22 Uhr sind Benzin und Diesel in der Regel am preiswertesten. Für Autofahrer von Benzinern ist das besonders profitabel. Der Unterschied zwischen teuerstem und günstigsten Zeitpunkt macht mehr als sieben Cent pro Liter aus. "Bei einer 50 Liter Tankfüllung ist dies immerhin eine Ersparnis von fast vier Euro", berechnet der Automobil-Club. Dieselfahrer sparen im Schnitt 6,5 Cent je Liter.

"Wer diese Faustregel berücksichtigt und die Preisunterschiede zwischen den verschiedenen Tageszeiten und den Anbietern nutzt, kann beim Tanken stets einige Euro sparen", so der ADAC. Auch zwischen den einzelnen Anbietern gebe es immer wieder erhebliche Preisunterschiede.

Günstige Tankstelle per App finden

Um die günstigste Tankstelle zu finden, gibt es verschiedene Möglichkeiten. So können über Google Maps Tankstellen in der Umgebung mit ihren aktuellen Preisen angezeigt und verglichen werden. Demnächst will Google Maps noch weitere Funktionen freischalten, die beim Sprit sparen helfen sollen.

Mittlerweile gibt es zahlreiche Tank-Apps auf dem Markt. Das Test-Portal chip.de hat Clever Tanken, ADAC Spritpreise und Mehr Tanken besonders gut bewertet.

Darum sind Benzin und Diesel so teuer

Das Allzeithoch bei Super E10 wurde am 13. September 2012 erreicht. Damals kostete ein Liter 1,709 Euro. Beim Diesel war dies mit 1,554 Euro pro Liter am 26. August 2012 der Fall. Lesen Sie auch: VW ruft 200.000 Fahrzeuge zurück: Diese Autos sind betroffen

Für die Entwicklung der Kraftstoffkosten sind der Rohölpreis und der Wechselkurs von Dollar und Euro ausschlaggebend. Hinzu komme die CO2-Abgabe von sieben Cent pro Liter Benzin, betont der Automobil-Club. Beim Diesel sorge zusätzlich die starke Nachfrage nach Heizöl für eine Verteuerung an den Zapfsäulen.

Das Preiswirrwarr je nach Tageszeit hängt aber auch damit zusammen, dass die Mineralölkonzerne mit den Sprüngen ihren Gewinn ankurbeln wollen. (afp/fmg)

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