Weltraum

"Dart"-Mission soll Erde in Zukunft vor Asteroiden schützen

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Gefahren aus dem Weltraum abwehren: Das ist die DART-Mission

Gefahren aus dem Weltraum abwehren: Das ist die DART-Mission

Mit der DART-Mission wollen NASA und ESA eine Raumsonde mit einem kleinen Asteroidensystem kollidieren. Die unbemannte Mission gilt als Testlauf.

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Washington  Mit der "Dart"-Mission will die Nasa für die zukünftige Sicherheit der Erde sorgen. Dafür soll eine Sonde einen Asteroiden treffen.

Die "Dart"-Mission erinnert an Action-Filme wie „Armageddon - Das jüngste Gericht“ und hat ein ähnliches Ziel, wie die Protagonisten des Films: Die Erde vor dem Einschlag eines Asteroiden beschützen. Während Bruce Willis und Ben Affleck in "Armageddon" jedoch mit gefährlichen Manövern versuchen die Menschen vor einem auf die Erde zurasenden Asteroiden zu beschützen, handelt es sich bei der Mission "Dart" (Double Asteroid Redirection Test) um einen vorsorglichen Test.

Am Mittwoch (24. November) will die US-Raumfahrtbehörde Nasa eine Sonde vom US-Bundesstaat Kalifornien aus starten lassen. Im Oktober 2022 soll die Sonde dann in den Asteroiden Dimorphos rasen und so seine Flugbahn verändern. „Dart“ sei „wahrscheinlich keinen Asteroiden-Film wert“, so Clayton Kachele, der für die "Dart"-Mission verantwortliche Manager der Nasa.

"Dart"-Mission wichtig für die "zukünftige Sicherheit der Erde"

Die rund 330 Millionen Dollar (rund 290 Millionen Euro) teure Mission ist unbemannt und Dimorphos rast auch nicht auf die Erde zu, sondern es handelt sich um einen ersten vorsichtigen Versuch, ob es möglich sein könnte, die Flugbahn eines Asteroiden auf diese Weise abzuändern. „Aber es ist großartig, dabei helfen zu können, unseren Planeten und kommende Generationen zu schützen“, so Kachele. Die Mission sei wichtig, für die „zukünftige Sicherheit der Erde.“

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Die Sonde soll mit Hilfe einer „Falcon 9“-Rakete des privaten Raumfahrtunternehmens SpaceX von Elon Musk von der Vandenberg-Luftwaffenbasis starten. Sie sei vergleichsweise "simpel" und habe nur eine Kamera an Bord, so Kachele. Dimorphos ist eine Art Mond des Asteroiden Didymos, mit einem Durchmesser von rund 160 Metern. Nach dem Aufprall soll die rund zwölfstündige Umlaufbahn von Dimorphos um mindestens 73 Sekunden und möglicherweise bis zu zehn Minuten kürzer dauern.

Didymos ist nah genug an der Erde, um all das mit wissenschaftlichen Instrumenten von unserem Planeten und vom Weltraum aus zu beobachten und zu messen. Der Asteroid stellt derzeit den Berechnungen der Nasa-Forscher zufolge keine Gefahr für die Erde dar - und die Mission ist so angelegt, dass der Asteroid auch nach dem Aufprall der Sonde keine Gefahr darstellen sollte.

"Dart"-Mission als Vorbereitung für die Verteidigung der Erde

Die Nasa forscht seit einigen Jahren unter anderem in Zusammenarbeit mit der Europäischen Raumfahrtagentur Esa, dazu, wie die Erde vor Asteroiden geschützt werden kann. Wissenschaftler gehen derzeit nicht davon aus, dass Asteroiden in absehbarer Zeit direkt auf die Erde zurasten. Sie haben jedoch rund 27.000 Asteroiden in der Nähe unseres Planeten identifiziert, davon rund 10.000 mit einem Durchmesser von mehr als 140 Metern.

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Auch in der Geschichte der Erde gibt es bekannte Zusammenschläge mit Asteroiden. So gilt unter Wissenschaftlern ein Asteroideneinschlag vor rund 70 Millionen Jahren als führende Theorie für das Aussterben der Dinosaurier.

"Dart" sei ein erster Versuch, sich für die eines Tages möglicherweise notwendige Verteidigung der Erde vorzubereiten, so die an der Mission beteiligte Astronomin Nancy Chabot. „Wenn ein Asteroid die Erde bedrohen würde, würde man diese Technik viele Jahre im Voraus anwenden wollen, Jahrzehnte im Voraus. Man würde diesem Asteroiden einen kleinen Schubser geben, der zu einer großen Veränderung hinsichtlich seiner zukünftigen Position führen würde, und dann wären der Asteroid und die Erde nicht mehr auf Kollisionskurs.“

(dpa/msb)

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