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ESC 2022: Das ist der serbische Beitrag von Konstrakta

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Eurovision Song Contest 2022: So funktioniert das Voting-System

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Wer beim ESC als Sieger von der Bühne geht, das entscheiden sowohl die Zuschauer als auch eine Jury. Das System hinter der Abstimmung ist komplex.

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Turin  Sprechgesang und Händewaschen: Als Außenseiter startete Serbien in den Wettbewerb und mausert sich immer mehr zum Geheimfavoriten.

Eine Performance lang Händewaschen. Das plant die serbische Sängerin Konstrakta für ihren Auftritt beim zweiten Halbfinale des "Eurovision Song Contest" (ESC). Sie ist die wohl auffallendste Person beim diesjährigen Wettbewerb. Der "Tagesspiegel" titelte kürzlich erst "Serbiens Lady Gaga" über sie. Doch so richtig treffend ist das nicht.

Der Song, der teils auf Serbisch, teils in Latein geschrieben ist, soll die Angst offenbaren, die entsteht, wenn man alles im Leben der Gesundheit unterordnet, so die Sängerin. Wenn man deswegen immer wieder neue Produkte kauft, mit der Hoffnung auf ewige Gesundheit.

Um das zu untermauern, sitzt sie in einem weißen Jumpsuit auf der Bühne, der unweigerlich an einen Arztkittel erinnert. Vor sich eine Schüssel Wasser, daneben ein Stück Kernseife. Immer wieder reibt sie sich ihre Hände damit ein, dann klatscht sie fordernd in ihre Hände – unterstützt von einer handvoll Menschen, die in kuttenartiger Kleidung einen Kreis um sie beschreiben und fast schon bedrohlich mitklatschen. Ausschnitte davon sind schon öffentlich, kein anderer ESC-Song hat in den vergangenen Tagen so viel Aufmerksamkeit auf Tiktok & Co. bekommen.

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Konstrakta für Serbien: Ein ESC-Song über die Gesundheit

In dem Song, den die 43-Jährige gemeinsam mit Milovan Bošković geschrieben hat, formuliert sie den Wunsch, ein vernünftiges Verhältnis zur Gesundheit zu bekommen. Mit dem Bewusstsein, dass die Gesundheit in den eigenen Händen liegt, aber Krankheit und schließlich der Tod mit weniger Angst akzeptiert werden. Denn wenn eine traurige Seele und ein schwacher Geist in einem gesunden Körper stecken, was bringt das dann? Mit dieser Frage endet der Song.

Der Titel "In corpore sano" ist eine Anspielung auf das lateinische Sprichwort "Mens sana in corpore sano", was übersetzt heißt: "Ein gesunder Geist in einem gesunden Körper". Bereits am Anfang des Songs wird diese Weisheit rückwärts aufgesagt.

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Song aus Serbien: "In corpore sano" – der nächste Sommerhit?

Musikalisch gesehen kommt der Song gänzlich ohne Schnörkel aus. Manchmal ist es fast schon eine Art Sprechgesang, der seinen Höhepunkt im Chorus mit den Zeilen "Biti zdrava, biti zdrava Biti zdrava, biti-biti-biti-biti zdrava", übersetzt "gesund sein", findet. Dazu guckt Konstrakta provokativ in die Kamera und klatscht in die Hände.

Die Vorstellung, dass bald schon Menschen auf der Tanzfläche stehen und die sich immer wiederholenden Zeilen mitsingen, scheint nicht so abwegig wie einige Kritiker meinen, die ihr wenig Chancen beim Wettbewerb einräumen.